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Stadtgrün Umwelt
Hitze und Trockenheit: Stadt bittet um Rücksicht auf Wildtiere – mit Wasser helfen, Füttern vermeiden
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Anhaltende Hitze und Trockenheit stellen die Natur und Tiere vor besondere Herausforderungen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, Wildtiere mit einfachen Maßnahmen zu unterstützen. Gleichzeitig sollten Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auf gut gemeinte, jedoch ungeeignete Hilfen wie das Füttern in öffentlichen Parkanlagen verzichten.
"Wildtiere sind an wechselnde Witterungsbedingungen angepasst und verfügen über verschiedene Strategien, um mit Hitze und Trockenheit umzugehen. Wir können sie am besten unterstützen, indem wir ihnen Ruhe verschaffen und dort helfen, wo Hilfe tatsächlich sinnvoll ist – etwa mit Wasserangeboten im eigenen Garten oder auf dem Balkon", betont Umweltdezernent Jochen Kral.
Wildlebende Tiere reagieren auf hohe Temperaturen unterschiedlich: Füchse, Dachse und Kaninchen ziehen sich in ihre kühlen Baue zurück, Eichhörnchen suchen schattige Baumwipfel auf, Rehe reduzieren ihre Bewegungen. Vögel verschaffen sich Kühlung durch ihren geöffneten Schnabel, Füchse durch Hecheln. Wenn Trockenheit dazu führt, dass Rasen- und Wiesenflächen in den Parkanlagen kaum noch Nahrung bieten, weichen beispielweise Gänse auf Felder in den Randbereichen der Stadt aus.
Um zusätzlichen Stress zu vermeiden, sollten Spaziergängerinnen und Spaziergänger die befestigten Wege nicht verlassen. Hunde sollten insbesondere in Wald- und Grünbereichen angeleint werden, da geschwächte Wildtiere sonst leichte Beute werden oder bei einer Flucht wertvolle Energie verlieren.
Kleine Wildtiere im Garten
Wer Wildtiere unterstützen möchte, kann insbesondere mit Wasser helfen. Für Igel, Maulwürfe und andere kleine Wildtiere eignen sich flache Wasserschalen mit niedrigem Wasserstand oder größere Schalen mit Steinen als Rettungsinseln – sonst besteht die Gefahr, dass sie darin ertrinken. Gut geeignet sind Terrakottaschalen oder Blumenuntersetzer aus Ton oder Stein. Wenn keine Steinschalen zur Verfügung stehen, sollten Kunststoffbehälter mit sauberem Kies und einigen Steinen beschwert werden.
Vögel und Insekten
Vögel profitieren von erhöht aufgestellten oder aufgehängten flachen Wasserschalen mit rauem Untergrund, der besseren Halt bietet. Auch auf Balkonen können Wasserschalen für Vögel und Insekten aufgestellt werden. Wichtig ist, das Wasser täglich zu wechseln und die Gefäße regelmäßig zu reinigen, damit sich keine Krankheitserreger oder Stechmücken darin vermehren.
Auch Gartenteiche können wertvolle Wasserstellen sein. Sanft abfallende Ufer oder Kletterhilfen aus Steinen, Ästen oder Brettern erleichtern Tieren den sicheren Zugang zum Wasser und verhindern, dass sie ertrinken.
Füttern verboten
Das Füttern von Wildtieren in öffentlichen Parkanlagen ist weiterhin entsprechend der Düsseldorfer Straßenordnung untersagt. Wildtiere finden grundsätzlich selbst geeignete Nahrung und werden durch regelmäßiges Füttern häufig in ihrem natürlichen Verhalten beeinträchtigt. Das Anlegen und Betreuen von Wildtränken für freilebendes Wild wie Rehe, Hasen oder Füchse außerhalb befriedeter Grundstücke ist nach dem Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen Aufgabe der Jagdausübungsberechtigten, die die örtlichen Gegebenheiten und geeigneten Standorte kennen.
Gartenamt kontrolliert Parkgewässer
Auch die Stadt unterstützt Wildtiere während der Hitzeperiode. Mitarbeitende kontrollieren die Parkgewässer regelmäßig, versorgen diese bei Bedarf mit Frischwasser oder stabilisieren sie durch Umwälzung. Zusätzlich baut das Gartenamt sogenannte Entenbretter an steilen Gewässerufern ein. Diese erleichtern Enten und Kleinsäugern den sicheren Ein- und Ausstieg, ermöglichen ihnen das Trinken und Abkühlen und schützen sie zugleich vor dem Ertrinken.