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Kultur
Yad Vashem Education Center
Israelische Delegation besucht potenziellen Standort an der Münsterstraße
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Eine Delegation der internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am Dienstag, 28. April 2026, Düsseldorf besucht. Im Rahmen des Besuchs wurde eine städtische Immobilie an der Münsterstraße, ehemals genutzt vom Jungen Schauspiel, als ein möglicher Standort besichtigt.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller führte die Gäste aus Israel zusammen mit Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit; Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, und weiteren Vertreterinnen und Vertretern von Stadt und Land durch die Räumlichkeiten. Die bedeutende Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll erstmals ein Bildungszentrum außerhalb Israels in Deutschland erhalten.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Düsseldorf steht für eine lebendige, verantwortungsbewusste Erinnerungskultur und eine starke, zukunftsgerichtete Bildungslandschaft. Mit unserer langjährigen Expertise in der Gedenk- und Bildungsarbeit, einer der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands sowie einer hervorragend vernetzten Infrastruktur bieten wir ideale Voraussetzungen für ein Yad Vashem Education Center mit internationaler Ausstrahlung. Ein solches Zentrum würde in Düsseldorf auf ein starkes Fundament treffen – und zugleich neue Impulse setzen, um Erinnerung wachzuhalten, Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten und demokratische Werte nachhaltig zu stärken. Wir sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Yad Vashem einen Ort von internationaler Bedeutung zu schaffen."
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hatte im Dezember 2025 einstimmig beschlossen, sich als Standortkommune zu bewerben. Als mögliche Örtlichkeit wurde dabei die städtische Immobilie an der Münsterstraße, ehemals genutzt vom Jungen Schauspiel, benannt. Neben der Landeshauptstadt hat sich auch Köln für den weiteren Bewerbungsprozess als möglicher NRW-Standort qualifiziert.
Das geplante Yad Vashem Education Center soll ein zentraler Bildungsort mit europaweiter Ausrichtung werden. Der Aufbau wird von der Bundesregierung und dem Land NRW unterstützt. In einer bundesweiten Machbarkeitsstudie wurden gemeinsam mit Yad Vashem mögliche Standortländer geprüft: Neben Sachsen und Bayern ist Nordrhein-Westfalen als potenzieller Standort in der engeren Auswahl. Die endgültige Standortentscheidung soll nach aktuellem Stand noch im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.
Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter: https://duesseldorf.canto.de/b/T0GQM