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Stadtgrün
"Gisela und Dieter Schnelle-Preis" für Fledermaus NRW e. V. und den Skulpturengarten Eller
Preisgeld in Höhe von jeweils 7.500 Euro würdigt Engagement für Artenschutz, Umweltbildung und naturnahe Lebensräume
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Der Preis der Gisela und Dieter Schnelle Stiftung ist am Freitag, 13. März 2026, an zwei herausragende Düsseldorfer Initiativen verliehen worden: an Fledermaus NRW e.V. sowie an den Skulpturengarten Eller. Beide Projekte erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 7.500 Euro. Jochen Kral, Dezernent für Umwelt, und Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts Düsseldorf, übergaben die Auszeichnungen bei einer Feierstunde an Guido Hoehne und Judith Funk, Vorstand von Fledermaus NRW e. V., sowie an Elke Richter und Ulrich Hassenpflug vom Skulpturengarten Eller.
Mit Herzblut für verletzte Wildtiere
Fledermaus NRW e. V. setzt sich aufopferungsvoll für gefundene und verletzte Fledermäuse in Düsseldorf und über die Stadtgrenzen hinaus ein – seit Januar 2025 als offizieller Verein. Unter der Leitung von Guido Hoehne und Judith Funk hat das Projekt bereits seit 2012 ein Netzwerk von Auffangstationen aufgebaut, das inzwischen mehr als 15 Standorte in Nordrhein-Westfalen umfasst. Dort werden geschwächte und verletzte Tiere fachkundig versorgt und auf ihre Wiederaussiedelung in die Natur vorbereitet.
Mit dem Preisgeld finanziert der Verein unter anderem ein Spezialgerät zur Kaltplasmatherapie bei Fledermäusen. Darüber hinaus sollen die Mittel in medizinisches Equipment wie Medikamente, Verbandsmaterial und Kanülen fließen. Auch Futtertiere wie Mehlwürmer und Heimchen, Wärmelampen und Decken sowie Transport- und Unterbringungsmaterial werden benötigt.
Neben der Rettungsarbeit engagiert sich Fledermaus NRW e. V. intensiv in der Umweltbildung: Durch Führungen, Vorträge und Lehrveranstaltungen, Infostände bei Veranstaltungen sowie Beratungen von Bürgerinnen und Bürgern zum Umgang mit Fledermäusen am Eigenheim und im Garten leistet der Verein wichtige Aufklärungsarbeit und baut Vorurteile ab. Gemeinsam mit dem Gartenamt haben Guido Hoehne und Judith Funk zudem "Fledis Flatterkraftstoff" entwickelt – eine Saatgutmischung, die durch die Förderung von in den Abendstunden blühenden Pflanzen Lebensräume für Insekten – und damit auch eine wichtige Nahrungsgrundlage für Fledermäuse – schafft.
"Fledermaus NRW e.V. zeigt mit enormer Investition von Herzblut, Zeit und auch eigenen finanziellen Mitteln, wie Artenschutz funktioniert. Hier werden Wildtiere nicht nur gerettet, sondern durch Bildungsarbeit und Beratung nachhaltige Lebensräume geschaffen. Dieses Engagement ist beispielhaft für unsere Stadt und weit darüber hinaus", würdigt Umweltdezernent Jochen Kral die Vereinsarbeit. "Die Kombination aus fachlicher Expertise, ehrenamtlichem Einsatz und intensiver Aufklärungsarbeit macht die Arbeit des Vereins so wertvoll", ergänzt Gartenamtsleiterin Doris Törkel. "Mit dem Preis unterstützen wir ganz konkret die medizinische Versorgung der Tiere und stärken zugleich das Netzwerk für den Fledermausschutz in unserer Stadt und in ganz NRW."
Hier sind Kunst und Naturschutz im Einklang
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Skulpturengarten Eller. Auf der Verbindungslinie zwischen Schloss und Kulturbahnhof ist 2019 ein gut 10.000 Quadratmeter großer Garten entstanden, der Kunst und Naturschutz auf besondere Weise miteinander verbindet.
Der Garten gliedert sich in den öffentlich zugänglichen Skulpturengarten Eller mit rund 7.000 Quadratmetern sowie einen etwa 3.000 Quadratmeter großen privaten Bereich. Neben Skulpturen bietet die Anlage gleichberechtigt Schutzräume für Insekten und Vögel. Ziel des Projektes von Elke Richter und Ulrich Hassenpflug ist und bleibt es, ein Paradies für Tiere, Pflanzen, Besucherinnen und Besucher sowie Künstlerinnen und Künstlern zu schaffen. Besonderen Wert legen sie dabei auf die Beteiligung und Einbindung von Kindern und Jugendlichen. In Kooperation mit umliegenden Schulen setzen sie Natur- und Kunstprojekte um und vermitteln anschaulich ökologische Zusammenhänge.
"Der Skulpturengarten Eller verbindet Kultur mit ökologischem Mehrwert. Dieser Ort fördert Biodiversität und begeistert zugleich Menschen aller Generationen für Natur und Kunst", sagt Doris Törkel und betont: "Dieses Zusammenspiel entspricht in besonderer Weise dem Stiftungszweck." Der Garten zeige zudem "eindrucksvoll, wie private Initiative einen öffentlichen Mehrwert schaffen kann", so Jochen Kral. "Kunst, Umweltbildung und Artenschutz werden hier ganz selbstverständlich zusammengeführt – ein inspirierendes Projekt für Düsseldorf."
Hintergrund: Gisela und Dieter Schnelle Stiftung
Zweck der Stiftung ist die Erhaltung von Natur und Umwelt. Aus dem Stiftungsvermögen wird jedes Jahr eine gute Tat – für das Jahr 2025 sind es gleich zwei – mit einem Geldpreis honoriert; jährlich wechselnd in Düsseldorf und Putlitz-Berge (Brandenburg). Ins Leben gerufen wurde die Stiftung 2017 von dem inzwischen verstorbenen Ehepaar Gisela und Dieter Schnelle, das an beiden Standorten gelebt hat. Betreut wird die Stiftung seitens der Kämmerei der Landeshauptstadt Düsseldorf. Den Stiftungsvorstand bilden Sebastian Wornien vom Amt Putlitz-Berge sowie Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mit der diesjährigen Preisverleihung würdigt die Stiftung erneut zwei Projekte, die auf unterschiedliche Weise zeigen, wie Natur- und Artenschutz, Bildung und bürgerschaftliches Engagement nachhaltig zur Lebensqualität beitragen.
Bilder zur redaktionellen Verwendung gibt es unter: https://duesseldorf.canto.de/b/G7GMO