Glasfaser für Bürgerinnen und Bürger - Landeshauptstadt Düsseldorf

Glasfaser für Bürgerinnen und Bürger

Der Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland – somit auch in Düsseldorf – erfolgt auf der Grundlage eines Bundesgesetzes. Es setzt auf einen freien Wettbewerb in dem Telekommunikationsunternehmen den Ausbau der Netzinfrastruktur in selbst ausgewählten Projektgebieten auf eigene Kosten umsetzen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf agiert dabei als proaktiver Koordinator.

Die Stadt hat sich das Ziel gesetzt, digitale Teilhabe mit modernsten Technologien im gesamten Stadtgebiet zu ermöglichen.

Die Servicestelle digitale Infrastruktur steht Ihnen als Nutzerin und Nutzer und/oder Immobilieneigentümerin und Immobilieneigentümer mit einem neutralen Beratungsangebot zur Seite.

Was ist Glasfaser?

Im Glasfaser-Netz werden Daten in hoher Geschwindigkeit mittels optischer Signale übertragen. Damit sind höhere Übertragungsraten möglich, als mit einem Fernseh- oder Telefonkabel. Ebenso hat das Glasfaser-Netz eine niedrigere Latenz, es reagiert somit schneller auf Eingaben und Anfragen. Wenn noch nicht vorhanden, müssen Glasfaserkabel zu Ihrem Haus oder in Ihre Wohnung neu verlegt und angeschlossen werden.

  • Es handelt sich um eine rote Kachel auf welcher der Schriftzug "Mehr als 1000 Mbit/s möglich für hohe Geschwindigkeiten"

    Auf Glasfaser können auch niedrigere Geschwindigkeiten  zu vergleichbar günstigen Preisen gebucht werden.

  • Es handelt sich um eine rote Kachel. Darauf befindet sich der Schriftzug "Bis zu 3-8% mögliche Wertsteigerung von Immobilien durch einen Glasfaseranschluss".

    In der ersten Ausbauphase ist die Umsetzung kostenfrei, danach ist eine Kostenbeteiligung der Hausbesitzer möglich.

  • Es handelt sich um eine rote Kachel mit dem Schriftzug "Bis zu 15 mal weniger Energieverbrauch gegenüber Kupferleitungen".

    Viele ältere Router unterstützen Glasfaser nicht, deshalb wird neue Hardware benötigt.

Das neue Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung stellt hierzu Informationen zu Glasfaser zur Verfügung.

Wer baut in Düsseldorf aus?

Mehrere Netzbetreiber sind mit Ausbauprojekten im Stadtgebiet aktiv:

Deutsche Telekom

düsselfibre

net.D

Westconnect/E.ON

OXG

Kooperationen zwischen Stadt und Netzbetreibern

Die Stadt Düsseldorf koordiniert den Ausbau im Sinne des freien Wettbewerbs und unterstützt Telekommunikationsunternehmen bei der Durchführung ihrer Ausbauprojekte im gesamten Stadtgebiet. Durch die Beteiligung am Glasfaseranbieter net.D, den Kooperationsvertrag mit DüsselFibre und den Vereinbarungen mit Westconnect, OXG und Deutsche Telekom treibt die Stadt den Glasfaserausbau proaktiv mit voran.

Richtig nachfragen, in Ruhe entscheiden

Netzbetreiber informieren derzeit aktiv über ihre Angebote, oft auch direkt an der Haustür.

Dabei gilt: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Aussagen wie “Nur heute möglich” oder “Alle anderen Netze werden abgeschaltet”, sind derzeit nicht zutreffend. Seriöse Anbieter informieren sachlich, geben Unterlagen zur Prüfung mit und können sich ausweisen. Zur Orientierung stellt der Bund Informationen für Mieterinnen und Mieter, sowie zur Haustür- und Telefonakquise bereit.

Warum Netz und Dienst nicht immer zusammengehören

Netzbetreiber und Internetanbieter sind nicht immer gleich. Beim Glasfaserausbau wird das Netz von einem Netzbetreiber gebaut, aber die Internetdienste können auch von anderen Anbietern stammen. So könnte man zum Beispiel 1&1 als Internetanbieter über das Telekom-Netz nutzen.

Zum Start bringt jeder Netzbetreiber mindestens einen Internetanbieter mit. Langfristig wäre es sinnvoll, wenn alle Anbieter auf allen Netzen verfügbar wären. Dann sollte im Gespräch mit dem Netzbetreiber geklärt werden, welche Internetanbieter gebucht werden können. Ob das zukünftig so kommt, ist allerdings noch offen.

Fachchinesisch: FTTH oder FTTB?

Die Glasfaser kann auf unterschiedliche Weise zu Ihnen gelangen. Entweder bis zum Gebäude (FTTB, Fibre to the building) oder direkt bis in Ihre Wohnung (FTTH, Fibre to the home).

Nur bei FTTH erhalten Sie die höchste Geschwindigkeit und Leistung, da die Glasfaser direkt in Ihre vier Wände geführt wird.

Schritt für Schritt zum Glasfaseranschluss

Der Glasfaseranschluss zu Ihnen erfolgt in mehren Schritten. Dabei müssen Netzbetreiber, Eigentümer und Stadt zusammenarbeiten.

  • Die Grafikzeigt eine blaue Linie. Auf dieser Linie befinden sich fünf Kreise, die durch die Linie verbunden sind. Am Ende der Linie befindet sich eine blaue Internetsteckdose. Dem ersten Kreis ist der Schriftzug "Beauftragung durch Eigentümerin oder Eigentümer oder Mieterin oder Mieter in Absprache mit der Eigentümerin oder dem Eigentümer" zugeordnet. Dem zweiten Kreis der Schriftzug "Hausbegehung mit Eigentümerin oder Eigentümer und Mieterin oder Mieter". Dem dritten Kreis der Schriftzug "Baugenehmigung durch die Stadt". dem vierten Kreis "Kabelverlegung durch Kommunikationsunternehmen". Dem fünften Kreis "Installation durch Telekommunikationsunternehmen und Nutzer". Unter der Grafik steht der Schriftzug "Die Aktivierung beziehungsweise Freischaltung der Leitung wird anschließend von dem von Ihnen ausgewählten Internetprovider übernommen". Die Grafik zeigt die verschiedenen Schritte zum Glasfaseranschluss. Sie beginnt mit der Beauftragung durch die Eigentümerin oder den Eigentümer, anschließend folgt mit diesen und der Mieterin oder dem Mieter eine Hausbegehung. In einem dritten Schritt erfolgt die Baugenehmigung durch die Stadt, woraufhin sich in einem vierten Schritt die Kabelverlegung durch das Telekommunikationsunternehmen anschließt. Der finale Schritt ist die Installation durch das Telekommunikationsunternehmen und den Nutzer.

Glasfaserleitungen im Gebäude:

Was Sie wissen sollten

Bevor Mieterinnen und Mieter einen Glasfaseranschluss buchen können, müssen die Eigentümerinnen und Eigentümer entscheiden, welchem Netzbetreiber der Anschluss erlaubt wird. Ist genügend Platz im Technikraum, können mehrere Anbieter ins Haus geholt werden – mehr Auswahl für die Bewohnerinnen und Bewohner.

 

Die Herausforderung liegt meist in der Verkabelung bis zu den Wohnungen. Hier gibt es zwei Optionen: 

Anbindung durch den Netzbetreiber

Vorteil: Oft kostenlose Anschlüsse bis die Wohnung bei Vertragsabschluss

Nachteil: Beschränkte Anbieterwahl

 

Eigene Anbindung durch die Eigentümerin / Eigentümer

Vorteil: Alle Anbieter können ihre Dienste anbieten

Nachteil: Eigentümerin und Eigentümer trägt die Verkabelungskosten

Das heißt: Mehr Auswahl für Mieterinnen und Mieter, aber höhere Kosten für Eigentümerin und Eigentümer, wenn das Gebäude für mehrere Anbieter offen ist.

Noch Fragen offen?

Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen und ein Glasfaser ABC.