Ausgedehnter Zimmerbrand in Eller

| Einsatzmeldung

Zwei Menschen mussten ins Krankenhaus, Feuerwehr löscht den Brand

Freitag, 10. April 2020, 5.12 Uhr, Peter- Richarz-Straße, Eller

Am frühen Freitagmorgen kam es auf der Peter-Richarz-Straße zu einem ausgedehnten Zimmerbrand, bei dem zwei Menschen verletzt wurden.

Ein aufmerksamer Nachbar hatte gegen 5.12 Uhr eine starke Rauchentwicklung aus einem Fenster im dritten Obergeschoß festgestellt und die Feuerwehr verständigt. Aufgrund der Meldung entsendete der Leitstellendisponent die Löschzüge der Feuerwachen Werstener Feld und Behrenstraße sowie den städtischen Rettungsdienst.

Als die Einsatzkräfte nach acht Minuten am Einsatzort ankamen, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster im dritten Obergeschoß. Der komplette Fensterrahmen lag auf der Straße und auch im rückwärtigen Bereich war das Fenster der Brandwohnung zerborsten, sodass die Einsatzkräfte von einer Verpuffung ausgehen mussten. Umgehend entsendete der Einsatzleiter mehrere Trupps zur Brandbekämpfung und Kontrolle des Treppenraumes ins Gebäude. Schnell stellte sich heraus, dass sämtliche Bewohner des viergeschossigen Wohnhauses nicht mehr in ihren Wohnungen waren und sich, teilweise mit Unterstützung der Polizei, schon vor Eintreffen der Feuerwehr auf die Straße retten konnten.

Zwei Bewohner der Brandwohnung, eine Frau und ein Mann, erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Beide mussten sofort vom städtischen Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt werden und wurden anschließend mit einer Rauchgasvergiftung sowie Brandverletzungen in verschiedene Krankenhäuser transportiert. Insgesamt sind zehn Bewohner rettungsdienstlich versorgt und im Großraumkrankentransportbus der Feuerwehr betreut worden.

Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte ein Ausbreiten der Flammen auf den restlichen Bereich der Wohnung und das Dachgeschoß verhindert werden. Zur Entrauchung der Wohnung und des Treppenhauses wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Das Appartement selbst ist nicht mehr bewohnbar, alle anderen Hausbewohner konnten jedoch nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren die 45 Einsatzkräfte nach zirka 90 Minuten wieder einsatzbereit an ihren Standorten. Zur Brandursachenermittlung wurde die Kriminalpolizei eingeschaltet. Den Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf cirka 80.000 Euro.