Bürgerbüro im Dienstleistungszentrum setzt neue Technik ein

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So funktioniert das Terminal: Der Anwender - hier der Beigeordnete Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke - erfasst am SST selbst sein Foto, seine Unterschrift und seine Fingerabdrücke.

Parallel zur Aufnahme von Foto und Fingerabdrücken erfolgt die verbindliche Qualitätsprüfung des Fotos auf Biometrietauglichkeit.

Das Terminal SST: Der Anwender erfasst dort selbst sein Foto, seine Unterschrift und seine Fingerabdrücke.

Im Bürgerbüro im Dienstleistungszentrum werden aktuell Geräte einer neuen Generation von Fotoautomaten getestet, sogenannte Self-Service-Terminals (SST). Aktuell befindet sich das Self-Service-Terminal (SST) der Bundesdruckerei GmbH im Testeinsatz.

An diesem SST können neben dem Foto weitere, biometrische Daten aufgenommen werden, die anschließend sofort für die Antragstellung des neuen Personalausweises (nPA), Reisepasses oder Kinderreisepasses vom Sachbearbeiter verwendet werden.

Am Mittwoch, 7. Juni, führte Personaldezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke das neue Terminal vor und informierte über dessen Funktionen. "Das Terminal spart den Bürgerinnen und Bürgern vor allem Zeit", so Prof. Meyer-Falcke. "Der zusätzliche Weg zum Fotograf entfällt und die Aufenthaltsdauer beim Sachbearbeiter verringert sich deutlich, da der Kunde bereits im Vorfeld eigenständig Foto und biometrische Daten abgibt."

Und so funktioniert das Terminal: Der Bürger erfasst am SST selbst sein Foto, seine Unterschrift und seine Fingerabdrücke. Parallel zur Aufnahme von Foto und Fingerabdrücken erfolgt die verbindliche Qualitätsprüfung des Fotos auf Biometrietauglichkeit. Während der Antragstellung ruft der Sachbearbeiter die am SST vom Kunden abgegebenen Daten auf, prüft die Authentizität und übernimmt die Daten schließlich direkt digital von einem geschützten Server in den Pass- oder Personalausweisantragsprozess.

Die biometrischen Daten werden 48 Stunden gespeichert. In der aktuell initiierten Testphase wird die Nutzung des SST gebührenfrei zur Verfügung gestellt. Zukünftig wird dieser Service gebührenpflichtig sein. Die genaue Gebühr ist noch nicht definiert - die Nutzung des SST wird jedoch für den Kunden günstiger sein, als die Nutzung herkömmlicher Fotoautomaten. Die Gebühr wird künftig zusammen mit der Gebühr für das Personaldokument oder den Reisepass erhoben und per EC-Karte beim Sachbearbeiter oder am Kassenautomaten bezahlt. Das Terminal hat einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer.

Datenschutz wird groß geschrieben - so erfüllt das SST selbstverständlich die datenschutzrechtlichen Standards. Alle Geräte, die biometrische Daten für die Dokumentenerstellung erfassen, müssen die einschlägigen technischen Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfüllen. Dass dies auch so ist, wurde dem Hersteller mit einem entsprechenden Zertifikat des BSI bescheinigt. Die Einführung des SST stellt einen weiteren, wichtigen Schritt für die Implementierung von E-Government-Prozessen dar. Das Terminal steht allen Antragstellern ab sofort zur Verfügung. Wenn das Terminal im Dienstleistungszentrum von den Bürgern in der Testphase gut angenommen wird, sollen langfristig alle Bürgerbüros mit der neuen Technik ausgestattet werden.