Düsseldorf treibt den Ausbau der Kinderbetreuung voran
| Jugendamt aktuell
Düsseldorf treibt den Ausbau der Kinderbetreuung voran. Bis zum Ende des Kita-Jahres 2021/2022 wird es insgesamt 29.471 Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geben. Dies zeigte der Antrag auf Landesmittel nach dem Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), der jetzt vom Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 2. März, beschlossen wurde. Das Kita-Jahr läuft vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022.
"Gegenüber der aktuellen Zahl an Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten und der Kindertagespflege bedeutet das eine Steigerung um 1.160 Plätze", erläuterte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bei der Vorstellung der Zahlen. "Wir brauchen den weiteren Ausbau in der Kinderbetreuung, um einerseits der steigenden Zahl an Kindern in unserer Stadt gerecht zu werden und die immer noch vorhandene Betreuungslücke bei Kindern unter drei Jahren zu verkleinern."
Für Kinder unter drei Jahren gibt es nach der vorgelegten Planung zum 31. Juli 2022 insgesamt 9.959 Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen und der Tagespflege. Damit steht für 52 Prozent der betreffenden Kinder nach dem Einwohnerstand vom 31.12.2019 ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Aktuelle Auswertungen der Wartelisten über das Online-Verfahren "Kita-Navigator" deuten allerdings daraufhin, dass für eine tatsächliche Bedarfsdeckung ein Platzangebot für mindestens 56 Prozent der Kinder unter drei Jahren erforderlich ist. Für Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt werden 19.512 Plätze zur Verfügung stehen, was einer rechnerischen Versorgungsquote von 102,7 Prozent entspricht.
Neben dem Neubau neuer Kindertageseinrichtungen ist die Gewinnung pädagogischen Fachpersonals eine besondere Heraufforderung. Jugendamtsleiter Johannes Horn: "Wir haben seit zwei Jahren besondere Anstrengungen unternommen, um qualifizierten Mitarbeiternachwuchs zu gewinnen. Zu Beginn des neuen Kitajahres am 1. August werden wir in den städtischen Kitas 337 angehende Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und -pfleger sowie Kindheitspädagoginnen und -pädagogen haben. Dann wird in nahezu jeder der 351 Gruppen in den städtischen Kindertageseinrichtungen eine neue Fachkraft ausgebildet. Das macht mich stolz, denn das wird die Qualität der Kinderbetreuung mittelfristig verbessern. Ich kann nur alle Beteiligten ermuntern, in die Ausbildung pädagogischen Fachpersonals zu investieren."
Überblick über die neuen Tageseinrichtungen für Kinder (Stand: 1.März 2021)