Springe zum Inhalt

Düsseldorfer Rheinkirmes: Feuerwehr ist gut vorbereitet

| Feuerwehr

Foto von der Übung der Höhenretter am Fahrgeschäft "Alpina-Bahn" vor Eröffnung der Rheinkirmes am Donnerstag, 16. Juli 2026. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Claus Langer

Wenn am Freitag, 17. Juli 2026, die Rheinkirmes ihre Tore öffnet, werden wieder hunderttausende Besucherinnen und Besucher auf den Oberkasseler Rheinwiesen erwartet. Damit sie das Volksfest unbeschwert genießen können, sorgen Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem umfassenden Sicherheitskonzept für schnelle Hilfe im Notfall. An allen zehn Kirmestagen stehen täglich rund 200 Einsatzkräfte bereit.

Zusätzlich sind Mitarbeitende der Feuerwehr sowie ein Sanitätsdienst direkt auf dem Festgelände präsent. An beiden Veranstaltungshöhepunkten – Dienstag, 21. Juli, und Freitag, 24. Juli – wird das Einsatzkonzept durch weitere Kräfte auf der linken Rheinseite sowie Rettungsboote auf dem Rhein ergänzt.

Damit die Einsatzkräfte auch auf außergewöhnliche Notfälle vorbereitet sind, beginnt die Vorbereitung bereits lange vor dem ersten Kirmestag. Noch bevor die ersten Besucherinnen und Besucher die Fahrgeschäfte nutzen, trainiert die Feuerwehr Düsseldorf die Rettung von Menschen aus Hochfahrgeschäften. Da Attraktionen Höhen von mehr als 80 Metern erreichen, ist der Einsatz einer Drehleiter dort nicht mehr möglich. Ab einer Höhe von rund 20 Metern übernehmen deshalb die speziell ausgebildeten Höhenretter der Feuerwehr Düsseldorf die Rettung.

Bereits seit mehr als zehn Jahren werden die Hochfahrgeschäfte vor der Eröffnung der Rheinkirmes gemeinsam begangen. Ergänzend erstellt die Feuerwehr für jedes Fahrgeschäft spezielle Einsatzunterlagen mit allen relevanten Informationen – darunter die Höhe der Anlage, die maximale Anzahl der Fahrgäste sowie die Zugangs- und Aufstiegsmöglichkeiten für die Höhenretter. So können die Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und gezielt handeln.

Orientierung und Notruf auf der Kirmes

Während der zehn Veranstaltungstage werden auf der Kirmes rund vier Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet. Da diese Zahl an Menschen der Einwohnerzahl einer Großstadt entspricht, wird dort für zehn Tage ein "neuer Stadtteil" mit kompletter Infrastruktur eingerichtet – inklusive Müllabfuhr, Kindergarten und Postzustellung für die Schaustellerfamilien sowie einer Rettungs- und Feuerwache und einer vom Deutschen Roten Kreuz betriebenen mobilen Patientenversorgung in Form einer Unfallhilfestelle.

Zur besseren Orientierung auf dem großen Gelände haben alle Fahrgeschäfte, Kirmesbetriebe und Festzelte eine eindeutige Kennzeichnung mit einem Straßennamen und einer Hausnummer, die jeweils auf der rechten Seite in einer Höhe von zwei Metern angebracht ist. Mithilfe dieser Informationen können die Einsatzkräfte im Falle eines Notrufs bereits bei Eingang der Meldung den schnellsten Weg zum Einsatzort bestimmen. Der Notruf kann wie gewohnt über die europaweite Notrufnummer 112 abgesetzt werden.

Eine Feuerwehrumfahrung führt um das komplette Veranstaltungsgelände herum. Sie bringt die Einsatzkräfte schnell zum Einsatzort und verhindert dabei, dass die Einsatzkräfte große Menschenmengen durchqueren müssen. Sollten Einsatzfahrzeuge im Ausnahmefall dennoch die Besucherströme passieren müssen, werden sie durch den Veranstaltungsordnungsdienst begleitet.

Mobile Feuerwache auf der Rheinkirmes

Beim Passieren der Rheinbrücken durch die Rettungskräfte sorgt der große Besucherandrang erfahrungsgemäß für erhebliche Zeitverzögerungen. Daher werden an den Tagen der Drohnenshow sowie des Feuerwerks ein zusätzliches Löschfahrzeug, ein Führungsdienst und ein Notarzt auf der linksrheinischen Feuerwache an der Quirinstraße stationiert.

Darüber hinaus betreibt die Feuerwehr Düsseldorf für die Kirmestage traditionell eine eigene Feuerwache an der Zufahrt zum südlichen Eingang der Rheinwiesen am Kaiser-Wilhelm-Ring. Zusätzliche Mitarbeitende sind dort mit einem Einsatzleitwagen, einem Löschfahrzeug, einem Gerätewagen Rettungsdienst sowie einem Führungsraum für den Einsatzleiter stationiert und während der Besucherzeiten einsatzbereit.

Bewährtes Konzept

Die Maßnahmen der Feuerwehr Düsseldorf sind seit vielen Jahren erprobt und werden nach Abschluss jeder Rheinkirmes gemeinsam mit allen Partnern evaluiert. Da sich die Verteilung der Fahrgeschäfte auf der Festwiese jährlich verändert, müssen die Pläne und Maßnahmen der Feuerwehr kontinuierlich neu bewertet und unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem Vorjahr angepasst werden. Die Erstellung der Pläne erfolgt in Abstimmung mit dem Veranstalter und dessen Sicherheitsdienst, dem Ordnungsamt, der Polizei sowie dem Sanitätsdienst.

Fotos von der Höhenretter-Übung sind online abrufbar unter: https://duesseldorf.canto.de/b/UMU98