Elterngeld: Düsseldorf will Spitze in Service und Antragsbearbeitung werden

| Jugendamt aktuell

Bereits erhebliche Verbesserungen im letzten Jahr erreicht

Das Elterngeld ist eine einkommensabhängige Familienleistung, die Familien nach der Geburt eines Kindes finanziell unterstützen soll. Ziel ist es, die Einkommenslücke nach der Geburt zu minimieren, um das Neugeborene selbst betreuen zu können. Der Bund stellt dazu nach dem Bundeselterngeld und
Elternzeitgesetz die Finanzmittel für das Elterngeld zur Verfügung, das durch die Bundesländer an die Eltern ausgezahlt wird. In Nordrhein-Westfalen muss der Antrag für das Kindergeld bei den Kommunen gestellt werden. Seit dem 1. Januar 2018 ist in Düsseldorf dafür das Jugendamt zuständig.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz:
"Es wurden hinsichtlich der Bearbeitungszeit erhebliche Verbesserungen erreicht, um den Familien auch rasch zu ihrem Elterngeld zu verhelfen. Für uns ist das ein wichtiger Service für junge Familien. Und wir haben uns für 2019 vorgenommen, sowohl die Bearbeitungszeit als auch den Service weiter
zu optimieren."


Das Elterngeld gehört zu den Familienleistungen in Deutschland, die von der Bevölkerung am meisten geschätzt werden. Es sichert die wirtschaftliche Existenz der Familien und hilft Vätern und Müttern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Eltern können zwischen Elterngeld (Basiselterngeld) und ElterngeldPlus wählen oder beides miteinander kombinieren. Die Höhe des Elterngeldes orientiert sich am monatlich verfügbaren Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und das nach der Geburt wegfällt. Eltern mit höheren Einkommen erhalten 65 Prozent, Eltern mit niedrigeren Einkommen bis zu 100 Prozent dieses Voreinkommens. Das Elterngeld beträgt monatlich mindestens 300 Euro (150 Euro bei ElterngeldPlus) und höchstens 1.800 Euro (900 Euro bei ElterngeldPlus) für die Dauer von 12 bis maximal 18 Monaten.


In Düsseldorf haben sich die Summen der Elterngeldzahlungen in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. In 2015 lag die Summe bei 59,8 Millionen Euro, im letzten Jahr bei 64,0 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum ist zugleich die jährliche Antragszahl von 8.421 kontinuierlich auf 9.335 Anträge gestiegen.

Mit der Übertragung der Produktverantwortung auf das Jugendamt haben sich bei steigenden Antragszahlen die Kennzahlen gegenüber 2017 positiv entwickelt:

  • Der Anteil der Online-Anträge hat sich im Jahresdurchschnitt von 5,2 Prozent auf 11,5 Prozent erhöht, was die Bearbeitungszeit verbessert. Im Dezember 2018 lag die Zahl sogar bei 22 Prozent.
  • Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer hat sich von 46,2 Kalendertagen auf 30,1 Kalendertage reduziert. Im Dezember 2018 lag sie bei nur 22,1 Tagen.
  • Der Anteil der Elterngeldanträge, der innerhalb von 14 Kalendertagen entschieden wurde, stieg von 33 auf 44 Prozent.
  • Die Zahl der Antragsrückstände verringerte sich von 897 (31.12.2017) auf 534 (31.12.2018).

"Beim sehr komplexen und beratungsintensiven Elterngeld wollen wir in diesem Jahr weitere Verbesserungen erreichen, damit Familien mit Babys in Düsseldorf möglichst schnell ihr Elterngeld erhalten. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer wollen wir bis Mitte 2019 auf 25 und bis Ende des Jahres auf 20 Kalendertage reduzieren. Alle Altfälle wollen wir Ende dieses Jahres erledigt haben. Wir haben den Ehrgeiz, die Zahl der Online-Anträge auf 50 Prozent zu erhöhen, was uns die Bearbeitung erleichtert. Dazu sind aber auch zwingend Verbesserungen im Verfahren notwendig, das uns das Land zur Verfügung stellt. Schließlich werden wir auch die Beratung intensivieren und dazu einen i-Punkt Elterngeld schaffen", beschreibt Burkhard Hintzsche die Ziele und Maßnahmen für dieses Jahr. Damit möchte er Düsseldorf an die Spitze im Service und der Bearbeitungszeit beim Elterngeld im Land bringen.

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