Erste Sitzung der Kunstkommission
| Kultur
2015 beauftragte der Rat die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzepts für die Einrichtung einer stadteigenen Kunstkommission, in Anlehnung an die positiven Erfahrungen in anderen Städten. Es geht dabei nicht nur um Neubauprojekte. Die Kunstkommission soll sich auch mit dem vorhandenen Bestand kritisch auseinandersetzen. Entsprechend umfassend war bereits die Tagesordnung der ersten Sitzung. Diese reichte vom Masterplan Schulen über das Mahnmal am Reeser Platz, bis hin zu Reaktivierungen von existierenden Installationen.
Zusammensetzung der Kunstkommission
Die Kunstkommission besteht aus stimmberechtigten Künstlern, Politikern, Fachleuten und dem beratenden Dezernenten für Kultur sowie das für das jeweilige Bauprojekt zuständige Dezernat und die jeweilige betroffene Bezirksvertretung - wobei die Künstler die Mehrheit ausmachen. Die Zusammensetzung der Kommission wurde durch den Stadtrat am 14. Dezember 2017 beschlossen. Die dem Kulturdezernat zugeordnete Geschäftsstelle unterstützt die Arbeit der Kunstkommission maßgeblich. Für die Koordination der künstlerischen Projekte am Bau und im öffentlichen Straßenraum zuständig ist der Leiter der Geschäftsstelle der Kunstkommission, Nicolas J. Grosch.
Nicolas J. Grosch, Geschäftsstellenleiter der Kunstkommission: "Die Kunstkommission ist für die Kunststadt Düsseldorf ein wichtiges Instrumentarium, welches durch frühzeitige Einbindung der künstlerischen Sichtweise in Bauprojekte eine signifikante Qualitätssteigerung bewirken kann. Die mit dem Etablieren einer festen Kunstkommission verbundene Kontinuität wird auf Dauer zu einer stadtbildprägenden Wirkung führen."
Da es sich am 21. März um die konstituierende Sitzung handelte, war ein entsprechend großer Kreis versammelt, den Kulturdezernent Lohe begrüßte. Es waren nicht nur die berufenen Mitglieder, sondern auch deren Vertretungen anwesend, zusätzlich zu den Fachleuten, die für die vertiefte Betrachtung von einzelnen Fragestellungen eingeladen worden waren.
Die erste offizielle Handlung des Gremiums bestand in der Wahl des Vorsitzenden sowie seines Vertreters. Der Künstler Jörg-Thomas Alvermann, der bereits erhebliche Zeit in die Leitung des Pilotprojektes Interimskommission Goethegymnasium investiert und entsprechende Erfahrung hat, wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Als sein Vertreter wurde ebenfalls einstimmig der Ratsherr Peter Knäpper (SPD) bestimmt.
Die Aufgaben der Kunstkommission
Aufgabe der Kunstkommission, die zukünftig regelmäßig tagen wird, ist es, den Rat, seine Ausschüsse, die Bezirksvertretungen und die Verwaltung bei allen Maßnahmen für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum zu beraten. Dabei soll in der Regel folgendes Verfahren verfolgt werden: Zukünftige Bauprojekte oder bereits bestehende Bauten werden auf die Tagesordnung der Kommission gesetzt, damit die Mitglieder darüber diskutieren und letztendlich beschließen, ob sich die Kommission dem Thema annehmen wird oder nicht. Wird für ein Thema gestimmt, werden Lösungsansätze oder Anregungen erarbeitet. Diese werden noch einmal von der gesamten Kunstkommission diskutiert, bis sie in die politischen Gremien gegeben werden.
So wurde bei der ersten Sitzung unter anderem das Thema Schulbau diskutiert. Mindestens neun der derzeit laufenden Schulbaumaßnahmen kommen, nach Ansicht des Schulverwaltungsamtes, für Kunst-am-Bau-Projekte in Frage. Als erstes konkret anstehendes Schulprojekt steht die Franz-Vaahsen-Grundschule in Wittlaer an. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Bericht durch die Mahn- und Gedenkstätte zum Kriegerdenkmal auf dem Reeser Platz. Die Kunstkommission wird sich der Thematik annehmen. Ferner standen einige Anfragen sowie Ideen für Kunst im öffentlichen Raum zur Diskussion, bei denen im Wesentlichen erörtert wurde, ob dies Themen für das Fachgremium sind bzw. wie die grundsätzliche Verfahrensweise sein kann.