Flüchtlingsbeauftragte besucht BAMF Modellprojekt
| Amt 54 News
Seit Februar findet in der Johanniter-Geschäftsstelle in Düsseldorf ein Erstorientierungskurs für Asylbewerber statt. Das Modellprojekt „Erstorientierung und Wertevermittlung für Asylbewerber“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) richtet sich in erster Linie an Menschen mit unklarer Bleibeperspektive. Für diese Zielgruppe gibt es bislang kein bundesweit einheitliches Orientierungsangebot, viele Geflüchtete verbringen deshalb mehrere Monate in Deutschland ohne Zugang zu Sprach- oder Integrationskursen. Innerhalb des Modellprojekts erhalten die Teilnehmenden in mehreren Modulen einen Überblick über das Leben in Deutschland und erwerben erste Deutschkenntnisse.
So werden einerseits praktische Themen wie Einkaufen, Gesundheitsversorgung, Arbeit und Bildung sowie Orientierung vor Ort und Nutzung von Verkehrsmitteln vermittelt. Andererseits stehen auch Werte, Sitten und Gebräuche in Deutschland auf dem Stundenplan. Der Kurs umfasst insgesamt 300 Unterrichtseinheiten. Gemeinsam mit der Lehrkraft können die Teilnehmenden eigene Schwerpunkte setzen.
Am 27. März endete das erste Modul mit Übergabe der Zertifikate für eine erfolgreiche und kontinuierliche Teilnahme. Zur diesem Anlass besuchte Miriam Koch, Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Düsseldorf, den Kurs und verschaffte sich einen Eindruck von der Kurspraxis. Nach der Übergabe der Kursurkunden stand Miriam Koch den Teilnehmern Rede und Antwort für ihre offenen Fragen und Probleme zum Thema Asylverfahren. „Dieses Angebot schließt die Lücke zwischen Ankunft in Deutschland und Beginn der Integrationsmaßnahmen für offiziell anerkannte Asylbewerber,“ erläutert die Flüchtlingsbeauftragte. „So können die Geflüchteten schon die Wartezeit auf eine Entscheidung über ihren Antrag sinnvoll nutzen und frühzeitig beginnen, sich in Sprache und Alltag in Deutschland einzuleben.“