Flüchtlingsunterkunft Borbecker Straße wurde umgebaut

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Neben dem ehemaligen Schulgebäude errichtetet die Stadt vier Leichtbauhallen., ©Stadt Düsseldorf/Ingo Lammert

Einrichtung wurde auf Selbstversorgung umgestellt

Die Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Schule an der Borbecker Straße wurde in den vergangenen Monaten umgebaut und auf Selbstversorgung umgestellt. Die Zeltanlage auf dem ehemaligen Schulgelände wurde durch Leichtbauhallen ersetzt. Im Schulgebäude und in den Leichtbauhallen können insgesamt 310 Personen untergebracht werden. Die Betreuung der Flüchtlinge liegt weiterhin beim Deutschen Roten Kreuz. Der Standort Borbecker Straße wird voraussichtlich noch bis März 2018 genutzt werden. Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch, Birgit Lilienbecker vom Amt für Gebäudemanagement und Peter Lorch vom Amt für soziale Sicherung und Integration stellten die Anlage am Mittwoch, 8. März, der Öffentlichkeit vor. "Die Umstellung auf Selbstversorgung bedeutet für die Menschen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität", stellt die Flüchtlingsbeauftragte fest.
Die ehemaligen Klassenzimmer wurden dazu mit Trennwänden versehen, um die Privatsphäre der Flüchtlingen zu gewährleisten. So sind pro Klassenraum zwei bis drei Wohnbereiche von jeweils rund 20 bis 25 Quadratmetern entstanden. Außerdem wurden zwei Räume zu Küchen umgebaut. Der eine Raum ist 60 Quadratmeter groß und verfügt über sieben Herde und vier Spülen. Der zweite Raum ist rund 110 Quadratmeter groß und verfügt über 18 Herde und neun Spülen. Die ehemalige Aula kann nun für Gruppenangebote genutzt werden. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden soweit notwendig auch die elektrischen Anlagen erneuert und ergänzt. Der Umbau kostete rund 80.000 Euro.
Vor dem früheren Schulgebäude wurden drei winterfeste Leichtbauhallen mit einer Grundfläche von zehn mal 30 Metern errichtet. Sie verfügen über wärmegedämmte stabile Außenwände und ein doppelt beplantes Zeltdach. In jeder Halle gibt es zwölf Kabinen für jeweils vier Personen. Jede Kabine verfügt über zwei Doppelstockbetten, vier Spinde und einen Kühlschrank. Daneben gibt es eine kleinere Leichtbauhalle von zehn mal zehn Metern Grundfläche, die als Küche dient. Dort stehen 15 Herde und elf Spülen. Außerdem gibt es vier Sanitärcontainer mit Duschen und Toiletten.
Im Außengelände wurden Tische und Bänke sowie Fahrradständer aufgestellt und drei überdachte Abstellplätze für Kinderwagen errichtet. Der Untergrund besteht aus Schotter, der im Bereich der Wege mit Dolomitsteinsand abgedeckt ist, um die Stolpergefahr zu minimieren. Die Anlage wurde für ein Jahr gemietet, die monatliche Miete liegt bei 45.680 Euro. Die Herrichtung und Erschließung des Grundstücks hat rund 200.000 Euro gekostet.
Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch weist darauf hin, dass die übrigen Leichtbauhallenstandorte zeitlich befristet sind und planmäßig bis spätestens Ende Mai, Itterstraße, Mitte Juni, Further Straße, sowie Mitte Juli, Am Wald, aufgegeben werden sollen. Ende November endet der Mietvertrag für die Leichtbauhallen an der Bergischen Kaserne. Außerdem ist beabsichtigt, die teure Hotelunterbringung soweit möglich zurückzufahren. Die Stadt arbeitet deshalb verstärkt daran, zusätzlichen preisgünstigen Wohnraum - nicht nur für Flüchtlinge - zu schaffen. Das Ganze steht und fällt mit der Zuweisung weiterer Flüchtlinge. Derzeit nimmt die Landeshauptstadt Düsseldorf im Rahmen von Neuzuweisungen oder Familienzusammenführungen noch durchschnittlich 200 Flüchtlinge pro Monat neu auf. Diese Zahl liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. "Trotz immens schwankenden Zahlen ist es der Stadt Düsseldorf bislang vorbildlich gelungen, großflächig Turnhallenbelegungen in Spitzenzeiten ebenso zu vermeiden, wie großflächigen Leerstand in Zeiten zurückgehender Zuweisungen", schließt Koch ab.