Freiräume für Spielplätze und neuen Wohnraum
| Stadtentwicklung Stadtgrün
In seiner Sitzung am Donnerstag, 29. August, hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf das Konzept zu den Themen "Freiraum" und "Ergänzendes Wohnen" für das Projekt "Garath 2.0" beschlossen.
Spielplätze
In jedem der vier Wohnquartiere wird ein zentraler Spielplatz nach einem eigenen Motto neu gestaltet. Im Wohnquartier Nordwest wird so ein Wasserspielplatz, in Nordost ein Farbenspielplatz, in Südost ein Seilspielplatz und in Südwest ein Mobilitätsspielplatz entstehen.
Ergänzend dazu werden fünf ausgewählte Spielplätze entlang der Landschaftsräume am Thema Natur und Naturerfahrung ausgerichtet und unter dem Motto einer jeweils dort beheimateten Tierart umgestaltet. Bereits 2019 startet das Gartenamt mit der Umsetzung dieses Konzeptes. Der Spielplatz an der Emil-Barth-Straße wird zu einem Ameisenspielplatz umgebaut und die ökologische Anreicherung des Straßenbegleitgrüns entlang der Frankfurter Straße zwischen Autobahnanschluss A 59 und Hauptzentrum eingeleitet.
Die Maßnahmen werden zu 60 Prozent durch das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" von Bund und Land Nordrhein-Westfalen gefördert, 40 Prozent finanziert die Stadt Düsseldorf. Auch mit Mitteln der EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden einzelne Projekte gefördert.
Neuer Wohnraum
Zusätzlich hat die Stadt Düsseldorf die Freiräume in Hinblick auf die Schaffung neuen Wohnraums untersucht. Das entstandene Konzept weist acht Flächen mit Potenzial für neue Wohnungen auf: vier städtische Flächen für rund 130 Wohneinheiten, drei Flächen der Stadtwerke Düsseldorf mit Potenzial für etwa 110 Wohneinheiten und eine private Fläche mit Raum für 87 Wohneinheiten.
In drei Workshops konnten sich die Bewohnerinnen und Bewohner – und somit die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer – mit ihren Ideen, Wünschen und Meinungen zum Vorhaben einbringen und an Modellen mitarbeiten. Insbesondere die Kinder und Jugendlichen haben bei der Planung mitgewirkt. Alle Informationen zum Freiraumkonzept und die Ergebnisse der Workshops können im Internet unter www.duesseldorf.de/garath20 abgerufen werden.
Hintergrund: "Garath 2.0 – Den Wandel gestalten"
Um den Stadtteil Garath zu stärken und zukunftsfähig zu machen, hat die Stadt Düsseldorf im Rahmen der Quartiersentwicklung "Garath 2.0 – Den Wandel gestalten" bereits im Jahr 2016 ein für den Stadtteil bedeutendes Projekt initiiert. Bis 2021 sollen mehr als 50 Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu wurden Gelder aus dem Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt", dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) beantragt.
Insgesamt sollen knapp 30 Millionen Euro in den Stadtteil Garath investiert werden. Dabei reicht die Maßnahmenpalette von Neubauten wie der Dreifachsporthalle am Gymnasium Koblenzer Straße über den geplanten Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung an der Theodor-Litt-Straße bis hin zur Umgestaltung von Freiflächen mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. So zieht die neue Parkouranlage an der Stettiner Straße Traceure gleichermaßen wie Anfänger an.