Gedenkgang für Hilarius Gilges zum 90. Todestag
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Bürgermeister Josef Hinkel (l.) und Bürgermeisterin Clara Gerlach (2.v.l.) beim Gedenkgang für Hilarius Gilges anlässlich seines 90. Todestages. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, gab eine historische Einführung vor dem gemeinsamen Gedenkgang für Hilarius Gilges zum 90. Todestag. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
In der Nacht zum 20. Juni 1933 zerrten SA- und SS-Angehörige den 24-jährigen Familienvater Hilarius Gilges aus seiner Wohnung an der Ritterstraße. Sie verschleppten ihn zum nahe gelegenen Rheinufer, misshandelten und folterten ihn, sodass man am folgenden Morgen nur noch seinen Leichnam auffand.
Hilarius Gilges war einer der ganz wenigen Schwarzen, die damals in Düsseldorf lebten, außerdem engagierte er sich in der kommunistischen Bewegung. Für die im Frühjahr an die Macht gekommenen Nationalsozialisten waren dies Gründe genug, ihn umzubringen. Der Mord an Gilges gehörte zu den ersten rassistischen Morden in Düsseldorf während der NS-Diktatur.
Die Gedenkveranstaltung startete in der Mahn- und Gedenkstätte mit einer historischen Einführung vom Leiter Dr. Bastian Fleermann. Nach einem Grußwort von Bürgermeisterin Clara Gerlach erfolgte der gemeinsame Gang über Liefergasse und die Ratinger Straße zur zweiten Station: Am Hilarius-Gilges-Platz (Ecke Eiskellerstraße/Ritterstraße) gab es einen Redebeitrag des Jugendrings. Nach dem Gang über die Ritterstraße und die Ursulinengasse wurden an der Stele für Hilarius Gilges unterhalb der Oberkasseler Brücke Blumen niedergelegt.
Hilarius Gilges und andere im Frühjahr und Sommer 1933 Ermordete werden auch in der aktuellen Sonderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte "1933 – ein Jahr verändert Düsseldorf" gezeigt. Diese ist noch bis zum 17. September besuchbar.