Golzheim: Eröffnung des "Forum altes Klärwerk" und SEBD-Jubiläum
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Neben dem Besucherkanal ist mit dem "Forum altes Klärwerk" eine Veranstaltungs- und Schulungsfläche entstanden, auf der künftig Schulklassen mit dem wichtigen Thema Wasserkreislauf vertraut gemacht, Fachtagungen durchgeführt oder Inhouseseminare veranstaltet werden können. Gleichzeitig wurde das 25-jährige Bestehen des SEBD als eigenbetriebliche Einrichtung gefeiert.
"Dieser Ort erzählt einen wichtigen Teil Stadtgeschichte: Bereits seit 1903 wurde auf dem Gelände die erste Düsseldorfer Kläranlage betrieben, viele kennen es heute aber unter dem Namen 'Besucherkanal'", sagt Stadtkämmerin Dorothée Schneider. "Hier können Interessierte einen Ort erleben, der sonst verborgen bleibt und die Geschichte der Stadtentwässerung unmittelbar erleben. Ich freue mich daher sehr, das 'Forum altes Klärwerk' zu eröffnen und gleichzeitig auf 25 Jahre Stadtentwässerungsbetrieb als eigenbetriebliche Einrichtung zurückblicken zu können."
25 Jahre SEBD
Seit 25 Jahren ist der Stadtentwässerungsbetrieb als eigenbetriebsähnliche Einrichtung für die Düsseldorfer Stadtentwässerung verantwortlich. Dieses Jubiläum wird in diesem Jahr gefeiert. Die Verantwortlichkeit für die Stadtentwässerung oblag vorher dem Kanal- und Wasserbauamt, aus dem der SEBD hervorging. Der SEBD ist damit organisatorisch und wirtschaftlich eine eigenständige Einrichtung, allerdings ohne eigene Rechtspersönlichkeit - vielmehr ist der SEBD Teil der Landeshauptstadt Düsseldorf. Heute wie damals sorgt der SEBD für die Abwasserbeseitigung und -reinigung. Auch der Hochwasserschutz sowie der Ausbau und die Renaturierung von Gewässern gehören zum Aufgabenspektrum des SEBD.
Der Stadtentwässerungsbetrieb fiel bislang in die Zuständigkeit von Stadtkämmerin Dorothée Schneider. Künftig wird der technische Aspekt mehr in den Fokus gestellt, sodass der SEBD ab sofort bei Marcus Beyer, neuer Dezernent für Mobilität und Infrastruktur, angesiedelt ist.
"Auch in Zukunft warten auf das erfahrene Team vom SEBD noch große Aufgaben: der Schutz der kritischen Infrastruktur und die Krisenvorsorge, die Folgen des Klimawandels und die daraus resultierenden Anpassungen, notwendige Instandhaltungsmaßnahmen sowie neue gesetzliche Vorgaben wie die Kommunalabwasserrichtlinie. Das zeigt, welche Bedeutung die Arbeit des SEBD für eine funktionierende und zukunftsfähige Stadt hat", sagt Beigeordneter Marcus Beyer. "Ich freue mich sehr darauf, dies begleiten zu können und die vielfältigen Aufgaben des SEBD kennenzulernen."
Zum Aufgabenspektrum gehört ein rund 1.550 Kilometer langes Kanalnetz, das durch 148 Pumpstationen und 108 Regenbecken und Speicherbauwerke unterstützt wird. In den beiden Düsseldorfer Großklärwerken werden jährlich rund 67 Milliarden Liter Regenwasser sowie das Schmutzwasser der Düsseldorferinnen und Düsseldorfer gereinigt. Auch beim Hochwasserschutz trägt der SEBD Verantwortung: Insgesamt betreut er rund 35 Kilometer Hochwasserschutzanlagen.
Zu den besonderen Projekten der vergangenen Jahre gehören unter anderem die Renaturierung der südlichen Düssel in Vennhausen, die Sanierung der Deiche in Kaiserswerth sowie der Bau eines zweiten Dükers zum Klärwerk-Nord. Bei Bauarbeiten wurden dabei auch historische Funde entdeckt - vom Plattbodenschiff aus dem 17. Jahrhundert bis zu einem Teil der Stadtmauer aus dem Jahr 1288. In diesem Jahr wurde zudem auf dem Klärwerk-Süd ein Solarfaltdach errichtet, was einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Energieneutralität markiert.
Wer mehr über den SEBD erfahren möchte, kann einen Termin für eine Kanal- oder Klärwerksführung unter sebd-besichtigungen@duesseldorf.de anfragen.
Fotos vom Medientermin sind online abrufbar unter: https://duesseldorf.canto.de/b/VT710
Ein Video zu diesem Thema wird im Laufe des Tages auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf