Höhenretter üben auf der Rheinkirmes

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Die Höhenretter der Feuerwehr üben auf der Rheinkirmes die Rettung von drei Menschen aus einem Fahrgeschäft in luftiger Höhe. ,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf, Michael Gstettenbauer

Gut gesichert seilen die Höhenretter im Rahmen der Übung die "Fahrgäste" nach unten ab.,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf, Michael Gstettenbauer

Gut gesichert seilen die Höhenretter im Rahmen der Übung die "Fahrgäste" nach unten ab.,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf, Michael Gstettenbauer

Die Höhenretter der Feuerwehr Düsseldorf haben, noch vor Beginn der Größten Kirmes am Rhein auf den Oberkasseler Rheinwiesen jetzt die Rettung von Menschen aus Hochfahrgeschäften geübt.

Bereits seit sieben Jahren erfolgt vor der Eröffnung des Volksfestes eine Begehung aller Fahrgeschäfte mit mehr als 23 Metern Höhe.

Die Höhe von 23 Metern hat einen besonderen Grund. Denn bis zu dieser Höhe kann die Drehleiter der Feuerwehr zur Menschenrettung eingesetzt werden. Alles was höher hinaus geht - und manche Fahrgeschäfte haben eine Höhe von mehr als 50 Metern - ist mit dem Rettungsgerät nicht mehr zu erreichen.

In diesen Fällen werden die Höhenretter aktiv. Um im Einsatzfall gut gerüstet zu sein, bereiten sie sich vor und machen sich vorab mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut. Auf speziellen Einsatzblättern, die durch die spezialisierten Feuerwehrleute vor Beginn der Kirmes angelegt werden, sind alle Hochfahrgeschäfte der Rheinkirmes aufgelistet. Dort erhalten die Einsatzkräfte wichtige Informationen über die einzelnen Attraktionen wie zum Beispiel die Höhe des Fahrgeschäftes, Ort und Art der Notentriegelung oder die Notaufstiege zu den Besuchern im Fahrgeschäft.

Die Höhenretter aus Düsseldorf haben gerade in der jungen Vergangenheit immer wieder ihr Können unter Beweis gestellt. Erst am Samstag, 17. Juni, hat die Gruppe um Leiter Jörg Janssen zum siebten Mal die Deutsche Meisterschaft im Vergleich der Höhenrettungsgruppen für sich entschieden. Die Veranstaltung fand bereits zum 14. Mal statt. Bis auf die zwei Jahre, in denen der Wettkampf in Düsseldorf stattgefunden hat, wobei die austragende Stadt nicht am Wettstreit teilnehmen darf, haben die Höhenrettungsprofis von der Münsterstraße an allen anderen zwölf Turnieren teilgenommen.

Die gesamte Gruppe umfasst aktuell 46 Höhenretter. Um für die zweiwöchige Ausbildung zum Höhenretter überhaupt zugelassen zu werden, muss zunächst die komplette eineinhalbjährige Feuerwehrausbildung mit Erfolg abgeschlossen werden. Da die Spezialisten auch Erkrankte und Verletzte in großen Höhen versorgen, ist die medizinische Qualifikation zum Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter zusätzlich verpflichtend.

Mindestens 72 Fortbildungsstunden muss jeder Spezialist im Jahr ableisten, damit er weiter als Höhenretter eingesetzt werden kann. Dazu kommt die Sonderqualifikation der Seil- und Baumklettertechnik für alle Retter, die aus den Erfahrungen von Sturmtief "Ela" aus dem Jahr 2014 resultieren. Im letzten Jahr wurden alle 46 Höhenretter in dieser Spezialtechnik fortgebildet. Täglich sind mindestens fünf Retter an der Feuerwache auf der Münsterstraße im Dienst und besetzen den Gerätewagen Höhenrettung. Damit rücken sie zu rund 90 Einsätzen im Jahr aus.