Integrationskonferenz 2025
Vom | Veranstaltungsort: Rathaus - Plenarsaal
Rathaus
Marktplatz 2
40213 Düsseldorf
Eine Veranstaltung des Kommunalen Integratiosnzentrums
Moderation: Zeynep Kartal
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung erforderlich
Die Demokratie steht unter Druck. Rechtsextreme Mobilisierung, rassistische Gewalttaten und menschenfeindliche Narrative machen sich breit – nicht nur am Rand, sondern auch in der gesellschaftlichen Mitte. Diese Entwicklungen untergraben den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gefährden die Grundlagen unserer Demokratie. Was dabei häufig übersehen wird: Diese Entwicklungen beginnen nicht erst mit Extremismus, sondern der Extremismus ist eine Folge gesellschaftlicher Entwicklungen – sie wurzeln in alltäglicher Abwertung und struktureller Ausgrenzung.
Was also tun? Eine Antwort: Diskriminierungskritik kultivieren und fest verankern. Das heißt: Strukturelle Ungleichheiten und systematische Benachteiligung in Behörden, Bildung, Medien, Sprache und Recht erkennen und verändern.
Ein zentraler Bezugspunkt ist dabei das Konzept der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF). Es beschreibt ein Syndrom von Einstellungen, das Menschen abwertet, weil sie einer bestimmten Gruppe zugeordnet werden – etwa Jüd*innen, Geflüchtete, Obdachlose, Muslim*innen, Schwarze Menschen, Sinti*zze und Rom*nja oder queere Personen. Diese Haltungen gefährden nicht nur das Leben und die Würde Einzelner, sondern unterminieren das demokratische Miteinander selbst.
Erfolgreiche Diskriminierungskritik benötigt eine intersektionale Perspektive. Intersektionalität beschreibt das Zusammenspiel verschiedener Diskriminierungsformen – etwa Rassismus, Ableismus, Antisemitismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit oder Klassismus. Menschen sind nicht nur einer Kategorie zuzuordnen, sondern vielfach verortet. Die Bekämpfung der verschiedenen Diskriminierungsformen ist gleich wichtig, weil alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit Teil eines gemeinsamen Problems sind: der Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit oder Zuschreibung.
Die Konferenz will Raum schaffen für Reflexion, Austausch und Strategien gegen die Normalisierung von Abwertung. Denn wer die Demokratie schützen will, muss Diskriminierung erkennen, benennen und wirksam bekämpfen – bevor sie sich in Hass und Gewalt verwandelt.
Was Sie erwartet
Die Integrationskonferenz 2025 lädt Sie ein zu einem Nachmittag des Austauschs, der Vernetzung und der gemeinsamen Suche nach wirksamen Antworten auf demokratiegefährdende Entwicklungen.
Sie treffen auf engagierte Menschen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Praxis – mit dem gemeinsamen Ziel, unsere demokratische Gesellschaft gegen Ausgrenzung, Abwertung und menschenfeindliche Narrative zu stärken.
Sie erwartet:
- ein inspirierender Vortrag zur Bedeutung diskriminierungskritischer Arbeit für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Extremismusprävention,
- eine offene Diskussion mit Perspektiven aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und zivilgesellschaftlichem Engagement,
- ein Markt der Möglichkeiten, auf dem Projekte vorgestellt werden, die aktiv für Teilhabe, Vielfalt und Menschenwürde eintreten,
- eine Ausstellung
- sowie Zeit und Raum für Begegnung, Dialog und konkrete Impulse für die eigene Arbeit.
Ob Sie in der Verwaltung, Bildung, Politik oder im Ehrenamt tätig sind – wenn Sie sich für eine gerechte und offene Gesellschaft einsetzen, sind Sie hier genau richtig.
Die Anmeldung und das vollständige Programm finden Sie hier.
Kontakt:
Annika Stöfer, Birthe Früh
Kommunales Integrationszentrum
ki.veranstaltungen@duesseldorf.de