Kellerbrand in Wohnhaus
| Einsatzmeldung
Freitag, 23. August 2019, 14.55 Uhr, Fröbelstraße, Gerresheim
Ein Kellerbrand in einem Wohnhaus stellte die Feuerwehr vor eine Herausforderung. Durch die hohe Hitzeentwicklung musste der Keller mit Schaum geflutet werden. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt.
Am Freitagnachmittag erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf die Meldung über eine starke Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus auf der Fröbelstraße in Gerresheim. Bereits fünf Minuten nach der Alarmierung erreichten die ersten Einheiten der Feuerwehr die Einsatzstelle. Schnell stand fest, dass es sich um einen Brand im Keller einer Doppelhaushälfte handelte. Umgehend wurden ein Rettungstrupp zum Absuchen des Dachgeschosses und ein Löschtrupp zur Brandbekämpfung in den Keller entsendet.
Aufgrund der hohen Rauch- und Hitzentwicklung im Kellergeschoss des Gebäudes, nahm die Suche nach dem Brandherd eine längere Zeit in Anspruch. Durch die starke Hitzeentwicklung mussten sich die Einsatzkräfte zunächst aus dem Keller zurückziehen und erlitten aufgrund der starken Wärmebelastung leichte Kreislaufprobleme. Der Einsatzleiter forderte umgehend Unterstützung über die Leitstelle der Feuerwehr an. Durch einen Notarzt wurden die beiden leicht verletzten Kollegen noch vor Ort medizinisch untersucht. Eine weiterführende Behandlung in einem Krankenhaus war nicht erforderlich - nach einer kurzen Erholungspause konnten beide ihren Dienst fortsetzten. Da eine konventionelle Brandbekämpfung mit Wasser nicht möglich war, entschied der Einsatzleiter die Flammen mit Löschschaum zu bekämpfen.
Dabei kamen zwei Schaumrohre zum Einsatz. Gleichzeitig verhinderten weitere Einsatzkräfte ein Übergreifen des Brandes auf weitere Teile des Gebäudes und das Nachbargebäude. Durch die starke Rauchentwicklung drang auch Brandrauch in das Nachbargebäude ein. Dieses musste von den Einsatzkräften mit Hochleistungslüftern belüftet werden. Eine Mitarbeiterin des städtischen Umweltamtes begleitete die Maßnahmen vor Ort.
Nach zwei Stunden konnten die eingesetzten Kräfte "Feuer aus" an die Leitstelle melden. Während des Einsatzes wurden zwei Bewohner von einem Notarzt vor Ort untersucht. Beide Menschen waren unverletzt und konnten an der Einsatzstelle verbleiben.
Durch den Brand wurden Teile der Kellerdecke in Mitleidenschaft gezogen. Für eine Einschätzung der Tragfähigkeit begutachtete ein Statiker des Bauaufsichtsamtes das Wohngebäude. Der Statiker konnte nach der Begutachtung Entwarnung geben. Für das Gebäude besteht keine Einsturzgefahr.
Die Kriminalpolizei hat zur Ermittlung der Brandursache ihre Arbeit aufgenommen. Eine genaue Schadenssumme kann derzeit nicht angegeben werden. Nach rund vier Stunden und 30 Minuten kehrten die letzten der rund 60 Einsatzkräfte zu ihren Wachen zurück.