Kröten gehen jetzt auf Wanderschaft
| Umwelt
Die Untere Naturschutzbehörde des Gartenamtes weist darauf hin, dass deshalb ab sofort zum Schutz der Amphibien der Dernbuschweg in Gerresheim komplett und der Bauenhäuser Weg zwischen Am Bauenhaus und Gut Wolfsaap zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr morgens gesperrt werden.
Die Bevölkerung wird gebeten, bei Spaziergängen in Wald und Flur laichende Tiere nicht einzufangen. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, sie ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Verstöße können mit Geldbußen geahndet werden.
Hintergrund ist, dass die heimischen Kröten-, Molch-, und Froscharten zum Laichen immer die gleichen Gewässer aufsuchen - die, in denen sie aufgewachsen sind. Die zu den Laichplätzen strebenden Tiere benutzen dabei traditionelle Wanderwege. Die Sicherung der Laichwanderwege ist eine wichtige Aufgabe des Amphibienschutzes. Bis zu 10.000 Tiere queren im oben angegebenen Bereich die gesperrten Straßen.
Da nicht alle Abschnitte, wo die Tiere wandern, abgesperrt werden können, haben es sich die Mitarbeiter der Landschaftspflegestation Hexhof zur Aufgabe gemacht, Hinweisschilder anzubringen und Amphibienschutzzäune zu errichten. Die Amphibien werden täglich in Fangeimern entlang der grünen, kniehohen Zäune eingesammelt und am nächsten Morgen auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt. So können die Tiere ihre Wanderung unbeschadet fortsetzen. Neben den Aktionen während der Laichzeit, kümmern sich die Mitarbeiter der Landschaftspflegestation ganzjährig um die Unterhaltung von Gewässern und schaffen Ersatzlaichplätze. Mehr Informationen zum Thema Amphibienschutz gibt es beim Gartenamt unter der Telefonnummer 0211-2103076.