Mehr Sicherheit im Bahnhofs-Umfeld
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Das Verbundprojekt steht unter der Leitung der Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen. Beteiligt ist auch der Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal.
"Bahnhöfe und ihre umgebenden Viertel sind Aushängeschild und Tor zur jeweiligen Innenstadt. Sie sind sowohl Knotenpunkte für Reisende als auch Anziehungspunkte für die unterschiedlichsten Menschen einer Stadt mit ihren unterschiedlichen Aufenthaltsabsichten", erklärt Dr. Tim Lukas von der Bergischen Universität. Prof. Dr. Rita Haverkamp von der Universität Tübingen betont: "Dazu müssen wir die unterschiedlichen Sicherheitsinteressen der Menschen kennen. Wir wollen das Gebiet um Hauptbahnhöfe sicherer machen."
Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das auf drei Jahre angelegte Projekt "SiBa – Sicherheit im Bahnhofsviertel" im Rahmen der "Forschung für die zivile Sicherheit". Die Städte Düsseldorf, Leipzig und München haben sich als Partnerstädte beworben und werden durch die Universitäten mit Unterstützung weiterer Partner in den nächsten Jahren untersucht. Weitere Experten sind das Deutsche Forum für Kriminalprävention (DFK), der Deutsche Präventionstag (DPT) sowie das Deutsch-Europäische Forum für urbane Sicherheit (DEFUS).
Im Zuge des Projektes werden die Umfelder der jeweiligen Hauptbahnhöfe im Hinblick auf kriminalpräventive und städtebauliche Projekte analysiert und praxisbezogene Hinweise für die kommunale Kriminalprävention und die Stadtentwicklung erarbeitet. "Dies ist insbesondere mit Blick auf das laufende Verfahren der Stadt zur Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes interessant, da die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt dort gezielt einfließen können", betont Beigeordneter Christian Zaum, auch Vorsitzender des Kriminalpräventiven Rates, in dessen Geschäftsstelle das Projekt betreut wird.
Das Düsseldorfer Auftakttreffen fand am 18. und 19. Januar im Rathaus statt. Neben den Verbundpartnern waren auch lokale Akteure beteiligt, um das weitere Vorgehen in der Landeshauptstadt abzustimmen. Leider konnte ein geplanter Rundgang aufgrund des Orkans "Friederike" nicht erfolgen. Dieser wird nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Im weiteren Verlauf des Projektes wird es unter anderem sowohl eine stadtweite Bürgerbefragung geben, als auch Interviews mit den unterschiedlichen Gruppen im Umfeld des Hauptbahnhofes. Die Ergebnisse des Projektes werden in ein Präventions- und Handlungskonzept für lokale Behörden einfließen. Dieses soll sowohl für Akteure der Stadtentwicklung und Kriminalprävention als auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.