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Nahverkehrsplan: Halbzeit bei der Öffentlichkeitsbeteiligung

| Verkehr

Im Zuge der Roadshow zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans gibt es am Informationsstand an den Bilker Arcaden reges Interesse. Foto: Lasse Rotthoff

Mobilitätsdezernentin Cornelia Zuschke (r.), hier mit Laura Hoppenheit vom Amt für Verkehrsmanagement, macht sich am Stand an den Bilker Arcaden ein Bild von der guten Resonanz bei der Roadshow. Foto: Lasse Rotthoff

Wie gut funktioniert der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf heute? Wo gibt es Verbesserungsbedarf und welche Erwartungen haben die Menschen an Bus und Bahn in Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich derzeit die Neuaufstellung des Düsseldorfer Nahverkehrsplans (NVP). Passend zur Europäischen Mobilitätswoche machte die NVP-Roadshow am Donnerstag, 17. September 2026, Halt in Bilk vor den Bilker Arcaden. Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Wohnen, Grundstückswesen und Mobilität der Landeshauptstadt Düsseldorf, besuchte den Informationsstand, informierte sich über die bisherigen Rückmeldungen und kam mit Menschen vor Ort und dem Projektteam ins Gespräch.

Seit dem Start der Online-Beteiligung am 7. September haben sich bereits zahlreiche Düsseldorferinnen und Düsseldorfer mit ihren Erfahrungen, Hinweisen und Wünschen eingebracht. Bis Mittwoch, 16. September 2026, gingen über die Beteiligungsplattform 885 Beiträge mit rund 370 Kommentaren ein. Zudem schickten mehr als 80 Menschen ihre Anregungen per E-Mail. Auch die Roadshow-Termine stoßen bisher auf großes Interesse. Viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer nutzen die Gelegenheit, sich vor Ort über die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans zu informieren und ihre persönlichen Erfahrungen und Anregungen direkt einzubringen. Noch bis Montag, 5. Oktober, besteht die Gelegenheit mitzumachen.

"Ein guter Nahverkehrsplan muss sich an den tatsächlichen Wegen und Bedürfnissen der Menschen orientieren. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zuzuhören und möglichst konkrete Erfahrungen aus dem Alltag zu sammeln. Die bisherigen Rückmeldungen geben uns wichtige Hinweise darauf, wo der öffentliche Nahverkehr bereits gut funktioniert und wo wir für die Zukunft noch genauer hinschauen müssen“, sagte Cornelia Zuschke. "Wir laden als Stadt ausdrücklich dazu ein, sich zu beteiligen – unabhängig davon, ob Bus und Bahn täglich, gelegentlich oder bislang nur selten genutzt werden", führte sie aus.

Konkrete Erfahrungen aus dem Alltag

Bei der Beteiligung werden sowohl allgemeine Erwartungen an den Düsseldorfer Nahverkehr als auch sehr konkrete Hinweise zu einzelnen Linien, Haltestellen und Verbindungen genannt. Besonders häufig beschäftigen die Menschen derzeit die Themen Barrierefreiheit, Verbindungen, Umstiegs-Situationen sowie die Fahrzeug- und Haltestellenausstattung. Ebenfalls wiederholt angesprochen wurden die Bevorrechtigung des ÖPNV und die Fußwegeführung zu den Haltestellen. 

Beteiligung läuft noch bis 5. Oktober

Die Beteiligung am neuen Nahverkehrsplan ist noch nicht abgeschlossen. Bis einschließlich Montag, 5. Oktober 2026, können Düsseldorferinnen und Düsseldorfer ihre Erfahrungen und Anregungen online einbringen. Über eine interaktive Karte können Hinweise direkt einem Ort im Stadtgebiet zugeordnet werden. Dabei können sowohl positive Erfahrungen als auch Verbesserungsvorschläge eingetragen werden. Außerdem können andere Anmerkungen bewertet, kommentiert und ergänzt werden.

Auch die Roadshow wird in den kommenden Tagen fortgesetzt und macht noch in weiteren Stadtbezirken Station. Hier eine Übersicht:

  • Düsseltal, Rethelstraße/Brehmplatz, Montag, 28. September, 14 bis 18 Uhr
  • Garath, Nikolaus-Groß-Platz, Dienstag, 29. September, 9 bis 13 Uhr
  • Kaiserswerth, Marktplatz, Mittwoch, 30. September, 10 bis 14 Uhr
  • Eller, Gertrudisplatz, Donnerstag, 1. Oktober, 14 bis 18 Uhr
  • Holthausen, Kamper Acker, Freitag, 2. Oktober, 14 bis 18 Uhr

Wie geht es weiter?

Die Hinweise aus der Online-Beteiligung, der Roadshow und den weiteren Beteiligungsformaten werden ausgewertet und in die fachliche Bearbeitung des Nahverkehrsplans einbezogen. Die Neuaufstellung des NVP hat im März 2026 begonnen und ist als mehrjähriger Planungsprozess angelegt. In der aktuellen Phase steht zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme im Mittelpunkt. Dabei wird untersucht, wie der öffentliche Nahverkehr in Düsseldorf heute funktioniert und wo beispielsweise bei Angebot, Erreichbarkeit, Verknüpfung, Bedienungsqualität oder Barrierefreiheit Handlungsbedarf bestehen könnte. Die Ergebnisse der Beteiligung fließen gemeinsam mit den fachlichen Untersuchungen in die nächsten Planungsschritte ein. Im weiteren Verlauf werden daraus Ziele und Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung des Düsseldorfer Nahverkehrs abgeleitet und anschließend konkrete Maßnahmen erarbeitet und geprüft. Eine weitere Möglichkeit zum Austausch bietet der digitale Dialog am 4. November 2026 von 17 bis 19 Uhr.

"Wir stehen noch am Anfang des Planungsprozesses. Deshalb geht es jetzt zunächst darum, möglichst viele Perspektiven zusammenzutragen und ein belastbares Bild der heutigen Situation zu bekommen. Je konkreter die Rückmeldungen sind, desto besser können wir nachvollziehen, wo die Stärken des bestehenden Systems liegen und wo weiterer Handlungsbedarf besteht“, erklärt Laura Hoppenheit, Abteilungsleiterin im Amt für Verkehrsmanagement.

Strategische Mobilitätsplanung: Jetzt noch beteiligen

Die Online-Beteiligung zur Neuaufstellung des Düsseldorfer Nahverkehrsplans läuft noch bis einschließlich Montag, 5. Oktober 2026. Weitere Informationen zum Projekt "Bus & Bahn besser machen" und Zugang zur Onlinebeteiligung unter:  www.duesseldorf.de/nvp.

Fotomotive zum Termin finden sich unter dem folgenden Link: https://duesseldorf.canto.de/b/NDQ6I.