NRW-Ministerin Brandes besucht die Mahn- und Gedenkstätte

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OB Dr. Stephan Keller mit Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, und Hildegard Jakobs, stellv. Leiterin, (v.r.) Foto: LHD/David Young

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, hat am Freitag, 22. Mai 2026, die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, besucht. Begrüßt wurde die Ministerin vor Ort von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Bei einem Rundgang durch das Institut informierte sich NRW-Ministerin Ina Brandes über die vielfältige Forschungs- und Lehrarbeit. Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte, und Hildegard Jakobs, stellvertretende Leiterin, führten Brandes durch die Dauerausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus". Die Ausstellung geht anhand ausgewählter Biografien von Jungen und Mädchen aus dem Stadtgebiet der Frage nach, wie Heranwachsende die Zeit der NS-Herrschaft erlebt haben und welche Erfahrungen in diesem Lebensabschnitt von tief gehender Bedeutung waren. 

Außerdem wurde Ina Brandes die aktuelle Sonderausstellung "gefährdet leben – Queere Menschen 1933 bis 1945" vorgestellt. Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen in den Jahren 1933 bis 1945 nun einem breiten Publikum zugänglich. Die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet.

Hintergrund
Die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf an der Mühlenstraße 29 ist ein Ort des Lernens, der Forschung und des Gedenkens. Sie ist allen Opfern des Nationalsozialismus in Düsseldorf gewidmet und dokumentiert die Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945. Neben den Ausstellungen können auch eine Präsenzbibliothek, ein Offenes Archiv, der Julo-Levin-Raum für Veranstaltungen sowie ein historisch erhaltener Luftschutzkeller besichtigt werden. Der Eintritt ist grundsätzlich frei. Führungen können nach Absprache vereinbart werden. Die Räume sind barrierefrei zugänglich. Ein englischsprachiger Audioguide steht zur Verfügung.

Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/L1NVI.