Pflegekräfteoffensive
| Gesundheit Soziales
Beim Fachtag Pflegekräfteoffensive, den das Amt für Soziales und das Gesundheitsamt im Auftrag des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am Freitag, 18. November, im Rathaus organisiert hatten, wurde der Pflegekräftemangel thematisiert
Andreas-Paul Stieber, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales, begrüßte die Anwesenden zu Beginn des Fachtags Pflegekräfteoffensive im Plenarsaal
Nach einer Einführung, wie hier von Helga Gessenich zur Notwendigkeit einer Pflegefachkraftoffensive, folgten verschiedene Impulsvorträge, und Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten über mögliche Initiativen in Düsseldorf
Im Rahmen des Fachtags Pfegekräfteoffensive am Freitag, 18. November, wurden Ideen für eine wirksame Pflegekräfteoffensive in Düsseldorf entwickelt
Nach den verschiedenen Impulsvorträgen, beispielsweise zur Situation von Pflegekräften am Arbeitsmarkt, diskutierten Expertinnen und Experten über mögliche Initiativen in Düsseldorf.
Als Ergebnis des Fachtags wurde formuliert, dass es grundsätzlich wichtig sei, das Image der pflegerischen Berufe zu verbessern und neue Modelle zu entwickeln. Dazu gehört beispielsweise auch eine trägerunabhängige Pflegeplanung und -bildung. Pflegeschulen sollten in Berufsfachschulen umgewandelt werden, sodass diese Art der Ausbildung unter das Berufsbildungssystem fällt und aus Steuern und nicht wie bisher aus der Pflegeversicherung finanziert werden.
Als weiteren Vorschlag zur Steigerung der Attraktivität wurde unter anderem die Flexibilität von Arbeitszeiten genannt, umsetzbar durch langfristig festgelegte Dienstpläne sowie die Möglichkeit eines dynamischen Arbeitszeitkontos.
Allgemein bestehen in Düsseldorf bereits zahlreiche Weiterbildungsangebote, die im Bedarfsfall durch das Jobcenter vermittelt werden. Gleichzeitig sollen die Anreize für die einjährige Ausbildung verstärkt werden.
Zum Thema Schwangerenvorsorge wurde eine wohnortnahe, bedarfsgerechte ambulante Versorgung gefordert. Dafür sollten Hebammenpraxen in den Bezirken allgemein und in benachteiligten Stadtteilen verstärkt gefördert werden. Dazu gehören beispielsweise auch niedrigschwellige Beratungsangebote.
Hintergrund
Der Fachtag Pflegekräfteoffensive ist aus einer politischen Initiative des Ausschusses für Gesundheit und Soziales (AGS) hervorgegangen. Insgesamt nahmen knapp 350 Interessierte vor Ort und per Livestream teil.