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Picknickinsel schafft neues Angebot in der Zentralbibliothek

| Kultur

Beigeordnete Miriam Koch und Stephan Schwering, Direktor Stadtbüchereien Düsseldorf, stellten die neue Picknickinsel in der Zentralbibliothek vor. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young

Die Zentralbibliothek im KAP1, Konrad-Adenauer-Platz 1, reagiert auf veränderte Bedürfnisse ihrer Besucherinnen und Besucher: Eine neue Picknickinsel und zusätzliche Arbeitsplätze sollen die Aufenthaltsqualität weiter verbessern. Damit setzen die Stadtbüchereien den erfolgreichen Weg der Zentralbibliothek zum "Dritten Ort" konsequent fort.

Auf der neuen Picknickinsel auf Ebene 1 können hungrige Gäste künftig ihre mitgebrachten Mahlzeiten in einem klar definierten Bereich verzehren. Ob Salat, Salamibrötchen oder Sushi – attraktive runde Tische und Bänke laden zum Picknicken und zum Gespräch ein. Kinderhochstühle stehen für die jüngsten Gäste bereit, ein barrierefrei nutzbarer Tisch berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Die Lage unmittelbar vor der Kinderbibliothek ist besonders für Familien attraktiv.

Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit: "Ein fester Ort, an dem die Bibliotheksgäste ihre mitgebrachten Speisen verzehren können, gehörte zu den häufigsten Wünschen der Besuchenden. Mit der neuen Picknickinsel haben wir darauf reagiert und die Aufenthaltsqualität in der Zentralbibliothek weiter gesteigert. Sie bietet an sieben Tagen in der Woche Raum für Begegnung, Lernen und Austausch. Damit ist sie ein herausragendes Beispiel dafür, was Kulturinstitute als 'Dritte Orte' leisten können und wie sehr sie das öffentliche Leben bereichern."

Neue Einzelarbeitsplätze mit USB-C-Lademöglichkeiten

Darüber hinaus werden in der Zentralbibliothek 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. Auf Ebene 2, die als Lern- und Arbeitsetage konzipiert ist, werden schrittweise abgeschirmte Einzelarbeitsplätze mit halbhohem Sichtschutz eingerichtet. Stromanschlüsse und USB-C-Lademöglichkeiten gehören selbstverständlich dazu. Die neuen Arbeitspätze stehen voraussichtlich ab Mitte November zur Verfügung. Ermöglicht werden die neuen Angebote durch die Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW).

Seit ihrer Eröffnung im November 2021 hat sich die Zentralbibliothek im KAP1 zu einem zentralen Treffpunkt der Düsseldorfer Stadtgesellschaft entwickelt – einem niedrigschwelligen, nicht kommerziellen "Dritten Ort" außerhalb von Zuhause und Arbeitsplatz. Rund 5,7 Millionen Menschen haben die Bibliothek am Konrad-Adenauer-Platz seit ihrer Eröffnung vor fünf Jahren besucht.

"Die Zentralbibliothek ist ein lebendiger Ort, der sich analog zu den Kundenwünschen weiterentwickeln muss", sagt Stephan Schwering, Direktor der Stadtbüchereien Düsseldorf: "Wie stark sich das Nutzungsverhalten verändert hat, zeigen Befragungen und Statistiken. Die Menschen bleiben zunehmend lange in ihrer Bibliothek: Ein Drittel verbringt einen ganzen Vor- oder Nachmittag im KAP1, jeder Zehnte sogar den ganzen Tag."

Die Gesamtkosten betragen rund 68.000 Euro. Davon werden rund 55.000 Euro durch die Landesförderung finanziert

Zentralbibliothek nimmt Vorreiterrolle ein

Weitere Statistiken untermauern, wie sehr sich die Bibliotheksnutzung verändert hat: Rund 60 Prozent der Besuchenden nutzen die Zentralbibliothek primär zum Lernen oder Arbeiten, während nur 15 Prozent das Ausleihen von Büchern und Medien als Hauptgrund angeben. Die zuvor rund 600 vorhandenen Sitz-  und Arbeitsplätze sind besonders in den traditionellen "Lernmonaten" im Herbst und Winter sowie während der Abiturvorbereitung vollständig belegt. 

Das KAP1 hat sich dabei längst zu einem Anschauungsort für die Bibliothekswelt entwickelt: Bibliotheksteams aus Nordrhein-Westfalen, ganz Deutschland und aus dem Ausland besuchen die Zentralbibliothek, um die Architektur und die Angebote und das Konzept des "Dritten Ortes" im laufenden Betrieb kennenzulernen. Düsseldorf zeigt damit, wie öffentliche Bibliotheken flexibel auf gesellschaftliche Veränderungen und neue Formen der Nutzung reagieren können: mit einladenden Räumen, hoher Aufenthaltsqualität und Angeboten, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. 

Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/MCDAK