Sechs Kastanien auf der Königsallee werden beschnitten

| Umwelt Verkehr

Sechs Kastanien auf der Königsallee werden am Montag, 6. August, beschnitten.

Die Rosskastanien auf der Ostseite der Königsallee haben deutlich an Vitalität verloren. Sechs Exemplare sind so stark beeinträchtigt, dass das Gartenamt am Montag, 6. August, die Kronen der Bäume stark zurückschneiden muss. Nur so kann die Verkehrssicherheit aufrechterhalten werden

Regelmäßig kontrolliert und beurteilt ein externer Baumsachverständiger im Auftrag des Gartenamtes die Bäume entlang der Königsallee. Die Kastanien an diesem Standort leiden sowohl unter einer starken Salzbelastung als auch an einer Wasser- und Phosphatunterversorgung.

Um die Voraussetzungen für die Bäume zu verbessern, wurden sie nach den Empfehlungen des Sachverständigen seit Spätsommer 2017 während der Vegetationsperiode zusätzlich gewässert und gedüngt. Durch das zusätzliche Wasser soll auch die Salzbelastung des Bodens verringert werden. Um weitere Salzschäden zu verhindern, wird auf dem Fuß- und Radweg seit 2013/14 beim Winterdienst nur der Schnee geräumt und mit abstumpfenden Mitteln gestreut.

Während zunächst im Frühjahr 2018 eine Verbesserung bei zahlreichen Bäumen festgestellt werden konnte, hat sich im Laufe des Sommers der Zustand von vielen Kastanien verschlechtert: Von den insgesamt 87 Exemplaren entwickelten sich lediglich neun Bäume positiv, während sich bei 33 Bäumen der Zustand verschlechtert hat.

Der nicht vermeidbare Kronenentlastungsschnitt an sechs Exemplaren geschieht in Absprache mit dem Sachverständigen. Weiterhin ist davon auszugehen, dass die sechs Bäume soweit abgestorben sind, dass sie im Winter gefällt werden müssen.

Ersatzpflanzungen: Langfristig wird auf Silberlinden gesetzt

Als Ersatz für die Rosskastanien werden Silberlinden (Tilia tomentosa "Szeleste"), wie sie bereits auf Höhe des Corneliusplatzes stehen, verwendet. Linden waren ursprünglich auch von Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe auf der Königsallee vorgesehen. Es handelt sich hierbei um ausgesprochen "klassische", gut geeignete Bäume mit Alleecharakter für Straßen und Plätze. Die "Szeleste" ist als Zukunftsbaum in Düsseldorf gelistet, wird etwa 20 bis 25 Meter hoch, ist stadtklimafest und verträgt im Vergleich zu anderen Lindenarten längere Bodentrockenzeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch diese Linde kein störender klebriger Honigtau hervorgerufen wird.

Die Bäume auf der Geschäftsseite können nach positiv abgeschlossenem Umlaufverfahren über verschiedene Versorgungsträger, wie zum Beispiel Telekom und Stadtentwässerungsbetrieb, in der nächstmöglichen Pflanzperiode im Herbst/Winter ersetzt werden. Ersatzpflanzungen zwischen dem Fuß- und Radweg und der Fahrbahn sind nur langfristig möglich, da durch den Konkurrenzdruck der stark ausladenden Platanen, die entlang des Grabens stehen, keine ausreichenden Entwicklungsmöglichkeiten für die Linden bestehen. Die Lebenserwartung der Platanen wird auf weitere vierzig Jahre geschätzt. Erst wenn ein Baumwechsel am Graben notwendig wird, können die Linden zwischen dem Fuß- und Radweg und der Fahrbahn nachgepflanzt werden.