Stadt: Keine Belege für Vorwürfe

| Amt 54 News

Flüchtlingsunterbringung in der Unterkunft Berger Allee

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist den öffentlich erhobenen Vorwürfen über die angeblichen Mißstände in der Flüchtlingsunterkunft Berger Allee in Gesprächen mit allen Beteiligten nachgegangen und hat keine Belege für die Anschuldigungen gefunden. Im Gegenteil, bei einem Gespräch am Montag, 5. Dezember, bestätigten Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Nationalitäten sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betreuungsverbandes als auch der Security einwandfreies, freundliches und hilfsbereites Verhalten. Es konnten auch keine hygienischen Mißstände festgestellt werden und es war ausreichend geheizt. Es gab keinen Grund, die Qualität des gelieferten Essens zu beanstanden.
Aus Sicherheitsgründen ist es den Flüchtlingen untersagt, selbst auf den Zimmern zu kochen. Auch seitens der Landeshauptstadt Düsseldorf wird diese Art der Unterbringung nicht als optimal angesehen, weshalb weiterhin neue Unterkünfte gebaut werden. Das Gebäude wird bis Ende Januar 2017 vollständig leer gezogen. Erste Verlegungen in die neue Unterkunft In der Nießdonk werden noch vor Weihnachten erfolgen. In den neu zu beziehenden Unterkünften verbessert sich die Situation der Flüchtlinge, weil sie sich dort selbst versorgen können und die Unterbringung in kleineren Einheiten nach dem Düsseldorfer Modell (maximal zehn Einzelreisende in Doppelzimmern teilen sich einen Bereich mit ein oder zwei Familien) erfolgt.
Die beiden als Flüchtlingsunterkunft genutzten ehemaligen Mannesmann-Gebäude an der Berger Allee sind von der Stadt mit 570 Personen belegt, davon 174 Alleinreisende. Seitens des Betreungsverbandes (ZukunftsOrientierte Förderung e.V. aus Dusiburg) wird sieben Tage in der Woche ein 24-Stunden-Dienst vorgehalten, der Bereitschaftsdienst ist rund um die Uhr ansprechbar. Der Betreuungsschlüssel ist ausgesprochen gut: Auf eine Betreuerin beziehungsweise einen Betreuer kommen 60 Bewohnerinnen und Bewohner (Standard in Düsseldorf ist 1:200). Die Flüchtlinge werden beraten und auf Wunsch auch bei Ämter- und Arztbesuchen begleitet. Auch Dolmetscherinnen und Dolmetscher stehen zur Verfügung.
Auch die übrigen Vorwürfe erwiesen sich als haltlos: Natürlich ist es nicht verboten, Besuch zu empfangen. Dafür steht ein gemütliches Besucherzimmer zur Verfügung. Allerdings wird aus Sicherheitsgründen in allen städtischen Unterkünften nicht gestattet, das Besucherinnen und Besucher in der Unterkunft übernachten dürfen. Die Bewohnerinnen und Bewohner und deren Zimmer werden nicht von der Security durchsucht. Bei entsprechendem Verdacht werden am Eingang allerdings Einkaufs- oder Reisetaschen kontrolliert, da es nicht gestattet ist, beispielsweise Waffen oder Alkohol mit ins Gebäude zu nehmen. Bei Konflikten, beispielsweise durch aggressives Verhalten einzelner Bewohner, wird immer die Polizei hinzugezogen, die bei Bedarf entsprechende Maßnahmen anwendet.
Der Bauweise des ehemaligen Bürogebäudes ist geschuldet, dass es auch einige größere Zimmer gibt. Diese werden vorwiegend von größeren Familien genutzt, maximal zwei Familien teilen sich einen entsprechend großen Raum. Vier weitere große Zimmer sind mit normalerweise zehn Personen, und nur auf eigenen Wunsch mit maximal 15 Einzelpersonen belegt. Vorherrschend gibt es 2- und 4-Bettzimmer. Den Bewohnerinnen und Bewohnern stehen insgesamt 44 Duschen - je 22 für Frauen und Männer - zur Verfügung. Jeden Morgen erfolgt eine Grundreinigung der Sanitärbereiche, im Laufe des Tages wird bei Bedarf nachgereinigt.