"Surf on, Europe!"

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Regisseur Constantin Gross und Moderatorin Louisa von Essen im Interview ©Landeshauptstadt Düsseldorf

Surf-Szene aus dem Film "Surf on, Europe!" ©VeyVey Films

Filmvorstellung zur Bedeutung von Freiheit in Europa

125 Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler in der Black Box

Insgesamt 125 Schülerinnen und Schüler von vier weiterführenden Schulen in Düsseldorf nahmen am Freitag, 23. Mai 2025, an der Filmvorführung des Dokumentarfilms "Surf on, Europe!" im Kino Black Box teil. Der Film regte in den teilnehmenden Klassen des Leo-Statz-Berufskollegs, der Toni-Turek-Realschule, des Görres-Gymnasiums und des Gymnasiums Gerresheim zu intensiver Auseinandersetzung mit dem europäischen Selbstverständnis und aktuellen politischen Herausforderungen an.

"Surf on, Europe!" gibt einen Einblick in die Lebenswirklichkeit dreier Protagonistinnen und Protagonisten, die in den Ländern Spanien, Frankreich und Irland leben und mit Themen wie Migration, Geschlechtergerechtigkeit und politischer Polarisierung konfrontiert sind. Der Film zeigt Europa als Raum vielfältiger Identitäten, in dem sich junge Menschen mit sich selbst und der Gesellschaft auseinandersetzen. Dabei dient die Surfkultur als verbindendes Element und symbolischer Ausdruck von Freiheit und Selbstverwirklichung.

Im anschließenden Gespräch mit Constantin Gross, einem der beiden Regisseure des Films, wurden zentrale Themen des Films vertieft. Gross berichtete darüber, dass sein Interesse an Europa und verschiedenen Lebenswirklichkeiten über das Surfen gekommen ist. Der Regisseur sprach mit den Jugendlichen auch über die Produktionsgeschichte des Films, der in über vier Jahren Produktionszeit entwickelt und vom WDR co-produziert wurde. "Der Film ist das Resultat einer fixen Idee, die uns seit der Jugend nicht mehr losgelassen hat: Einen Surffilm zu schaffen, der von mehr erzählt als der Suche nach der perfekten Welle", sagt Constantin Gross.

"'Surf on, Europe!' zeigt eindrucksvoll die sozialen und politischen Herausforderungen junger Menschen im modernen Europa auf. Dass der Film bei den Jugendlichen so gut angekommen ist, zeigt uns, dass das Interesse an der Beschäftigung mit Europa in Anbetracht vieler Unsicherheiten der heutigen Zeit hoch ist", sagt Evgenia Strauß, Leiterin Europe Direct Düsseldorf.

"Uns beschäftigt viel die Frage, wie wir als Gesellschaft Barrieren abbauen und eine echte Teilhabe ermöglichen. Der Film nimmt diese Fragen – aus der Perspektive der Surfenden – in den Fokus. Es hat uns sehr gefreut, dass die Jugendlichen sich motiviert und kritisch mit dem Film auseinandergesetzt haben", sagt Anne Jebbari, Regionalkoordination "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", Kommunales Integrationszentrum Düsseldorf.

Die Filmvorführung wurde vom Europe Direct der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kommunalen Integrationszentrum Düsseldorf ermöglicht.

Weitere Informationen zum Film sind zu finden unter: www.surfoneurope.com/

Hintergrund: Film
Rosy lebt in Derry (Nordirland) und fährt zum Surfen über die nahe Grenze in die Republik Irland. Als Jugendlicher hat ihn nur seine Leidenschaft für das Surfen davor bewahrt, in die Gewalt des Nordirlandkonflikts verwickelt zu werden. Jetzt möchte er sein Geld mit dem Bau von Surfbrettern verdienen. Doch das ist nicht einfach – er hadert mit der durch den Brexit verursachten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit.
In Biarritz (Frankreich) treffen sich Margaux und ihre Freundinnen, um Europas erstes LGBTQ-freundliches Surffestival zu organisieren. Sie wollen den Stereotypen der kommerziellen Surfszene etwas entgegensetzen. In Tarifa (Spanien) unterrichtet Majid das Kitesurfen. Er sehnt sich danach, auch seine Frau und ihre beiden Kinder aus Marokko zu sich zu holen. Dabei kämpft er jedoch gegen die Auflagen der spanischen Bürokratie, um seinen Traum an der Seite seiner Familie zu verwirklichen.

Regisseure:
Constantin Gross und Lukas Steinbrecher, beide aus Köln, bilden das Regie-Duo hinter VeyVey Films. Die zwei passionierten Surfer sammelten ihre erste Kameraerfahrung schon während der gemeinsamen Schulzeit auf Surftrips zum Atlantik. Nach den abgeschlossenen Studiengängen "Digital Media Production" beziehungsweise "Multimedia Production" wurde 2014 der Entschluss gefasst, gemeinsam eine Firma zu gründen. Während die Anfänge im Action Sport lagen, produzieren sie heute mit VeyVey Films diverse Formate zwischen Werbung, Dokumentarfilm und Web Content. "Surf on, Europe" ist ihr Kinodebüt.