Woche der Abfallvermeidung: Alternativen für die Wegwerfgesellschaft
| Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz News Abfallvermeidung
"Abfall vermeiden, Dinge wiederverwenden oder upcyceln - dazu gibt es in Düsseldorf im Rahmen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung vom 18. bis 26. November viele interessante Mitmach-Aktionen", kündigt Umweltdezernentin Helga Stulgies an. Die Woche der Abfallvermeidung findet zum achten Mal in 34 Ländern Europas und angrenzenden Staaten statt. In Düsseldorf ist das Umweltamt der Landeshauptstadt ebenso dabei wie die Verbraucherzentrale NRW, die Awista GmbH, das Hilfsprojekt Labdoo und der Laden Planet Upcycling "Plup".
Die Mitarbeiter von "Plup" geben seit fünf Jahren in Flingern Dingen ein zweites Leben. Die erste eigene Upcycling-Kollektion war das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Awista und entstand aus der ausrangierten Arbeitskleidung der Awista-Mitarbeiter. Speziell zur Woche der Abfallvermeidung bieten die Plup-Mitarbeiter am Freitag, 24. November, ab 16 Uhr, einen dreistündigen Upcycling-Workshop an, bei dem aus dem leuchtend orangem Awista-Material mit Reflektorstreifen Accessoires und andere Dinge gefertigt werden können. Informationen zu weiteren Workshops finden sich unter: www.planet-upcycling.de/termine
Das Thema "Unverpackt Einkaufen" steht im Mittelpunkt eines offenen "Nachhaltigkeitsstammtisches", der am Donnerstag, 23. November, 19.30 Uhr, im Café du Kräh, Krahestraße 23, stattfindet. Organisator ist das Projekt "MehrWert NRW", das bei der Verbraucherzentrale angesiedelt ist und zur Woche der Abfallvermeidung auch die Aktion "NRW repariert" startet. Einzelheiten dazu finden sich online unter www.mehrwert.nrw/NRWrepariert.
Fachleute von "GarageLab e.V." helfen am Samstag, 25. November, 14 bis 18 Uhr, beim Repair-Café in der Verbraucherberatung Düsseldorf, Immermannstraße 51, nicht mehr funktionierende Kleingeräte selbst zu reparieren. So wird dem kaputten Toaster, dem Staubsauger, dessen Kabel nicht mehr einzieht, oder dem Kopfhörer mit Wackelkontakt neues Leben eingehaucht. Für Tee, Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Bitte die Begrenzung auf ein Kleingerät pro Kunde beachten. Passend dazu haben die Mitarbeiter der Beratungsstelle gemeinsam mit der Awista ein Schaufenster zum Thema "Gib Dingen ein zweites Leben" gestaltet. Es ist noch bis Donnerstag, 30. November, in der Immermannstraße zu sehen.
Die Abfallberater der Awista GmbH zeigen bei einem zweitägigen Workshop Flüchtlingen Wege auf, wie Computer, Laptops oder eBooks länger genutzt werden können. Er findet am Dienstag/Mittwoch, 21./22. November, statt, ist aber leider bereits ausgebucht. Die Awista kooperiert mit Labdoo, einem weltweit tätigen Hilfsprojekt, das gebrauchte IT-Geräte sammelt, repariert und verschickt, um Kindern und Bedürftigen Zugang zu Bildung und Informationstechnologie zu ermöglichen. Wer Computer spenden möchte, kann sie in Düsseldorf auf dem Recyclinghof, Flinger Broich 15, abgeben.
Mit der "Werkstatt L" ist die Verbraucherzentrale NRW am Mittwoch, 22. November, zu Gast im Lore-Lorenz-Berufskolleg. Es geht um das Thema Lebensmittelverschwendung. Laut Verbraucherzentrale wirft jeder Bundesbürger im Jahr etwa 80 Kilogramm Lebensmittel weg. Zwei Dritteln dieser Lebensmittel könnte der Weg in den Müll erspart werden. Die Werkstatt L kann auch von anderen Schulen bei der Verbraucherzentrale gebucht werden:www.verbraucherzentrale.nrw/duesseldorf
Das Umweltamt widmet sich dem Thema Abfallvermeidung im Internet unter der Überschrift "Zu schade für den Müll": www.duesseldorf.de/umweltamt/umweltthemen-von-a-z/abfall/zuschademuell. Leser finden dort Hinweise und Adressen für eine sinnvolle Weiterverwendung von Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung, Werk- und Spielzeugen oder sonstigem Hausrat. "Ob als Spende an karitative Organisationen, Angebot auf einem der Düsseldorfer Flohmärkte, über Altkleidercontainer oder eine Anzeige in Zeitschriften und Internet – der Weg auf den Müll lässt sich für vieles verhindern", erklärt Thomas Loosen, Leiter des Umweltamtes.
Kürzlich hinzugekommen sind Informationen zum Thema Wegwerfbecher für "To-Go"-Getränke. Seit Sommer 2017 gibt es in der Landeshauptstadt zwei händlerübergreifende Mehrwegbecher-Systeme: "cupforcup" und den "Düsseldorf-Becher". Wer mitmacht, hilft die 106.000 Tonnen Abfall zu verringern, die in Deutschland jedes Jahr allein an "To-Go"-Getränkeverpackungen anfallen. Einzelheiten hierzu unter www.duesseldorf.de/umweltamt/umweltthemen-von-a-z/abfall/pfandbecher
Weitere Informationen zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung hält diese Internetseite bereit: www.wochederabfallvermeidung.de.