Yalla – Wir schaffen was #2

| Amt 54 News

Yalla - Wir schaffen was #2

Miriam Koch und Basel Al Ali

Firas Alshater und die Rap-Schreibwerkstatt "Words Beyond Borders"

Das Publikum während des Auftritts von Omar Meslmani

Ein bunter Kulturabend im zakk.

Als am Anfang des Jahres Basel Al Ali in Kooperation mit dem zakk die Kulturveranstaltung „Yalla – Wir schaffen was“ ins Leben rief, konnte noch niemand ahnen, dass hieraus eine ganze Reihe an weiteren Veranstaltungen hervorgehen würde. Am 27. September 2017 richtete das zakk in Kooperation mit dem Büro der Flüchtlingsbeauftragten der Landeshauptstad Düsseldorf die Folgeveranstaltung „Yalla – Wir schaffen was #2“ aus. Auf dem Programm stand eine bunte Mischung aus Livemusik, Comedy, Vortrag und Lesung. Verfeinert wurde das Abendprogramm durch die Vorstellung von lokalen Projekten und Einrichtungen, die sich speziell an Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrations- und Fluchthintergrund wenden. Für das leibliche Wohl sorgte die Kochgruppe aus dem zakk Welcome Café, die für die Gäste Spezialitäten aus dem Nahen Osten bereitstellten.

Die Flüchtlingsbeauftragte, Miriam Koch, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort und übergab das Wort an den Moderator des Abends, Basel Al Ali, der die Gäste fortan durch das Programm führte. Während sich die Gäste an dem spektakulären, orientalischen Buffet bedienten, stimmte die Band Senjam die Gäste mit Afro-Reggae, Salsa und traditioneller senegalesischer  Musik aus Solingen auf den Abend ein.

Einer der Stars des Abends war zweifellos Omar Meslmani, der die Gäste mit seinem Comedy-Programm zum Lachen brachte. Der YouTuber feierte im zakk mit seiner humorvollen Darstellung von sprachlichen und kulturellen Unterschieden der Bundesbürger seinen ersten Bühnenauftritt und erntete dafür frenetischen Applaus.

Im Anschluss daran erzählte der Comedian und YouTube-Star Firas Alshater in seiner multimedialen Lesung aus seinem Buch („Ich komm auf Deutschland zu: Ein Syrer über seine neue Heimat“) von seinen Erlebnissen und seinem Leben in Berlin und Damaskus. Witzig, offen und tragikomisch macht Firas Alshater auf die Eigenheiten des deutschen Alltags aus der Sicht eines Neuankömmlings aufmerksam: Das Pfandsystem, private Briefkästen, Fahrkartenautomaten und die deutsche Sprache. Seine Überzeugung: Integration funktioniert, es ist nur eine Frage der Zeit.

Zum Abschluss traten die Hip Hopper aus der Rap-Schreibwerkstatt „Words Beyond Borders“ auf, die seit Mai 2017 unter fachmännischer Anleitung an ihren Rap-Texten auf Deutsch und ihren Muttersprachen feilten, und für einen gelungenen Abschluss des Kulturprogramms sorgten.

Zwischen den Musik- und Wortbeiträgen präsentierten sich lokale Projekte und Institutionen dem Publikum, die spezielle Angebote für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrations- und Fluchthintergrund anbieten. Hierunter befand sich die Verbraucherzentrale, die mit ihrem Projekt „Get in“ Neuankömmlinge fit für den Konsumalltag in Deutschland macht. Außerdem stellten sich die Stadtbüchereien mit ihren zahlreichen Standorten in der Landeshauptstadt und ihrem reichhaltigem Zeitungs- und Zeitschriftenangebot vor, das in über 700 verschiedenen Sprachen erhältlich ist.

Außerdem wurde der diesjährige Kurzfilm aus dem Feriencamp „Werkstatt InterKULTour“ gezeigt, der eine Projektarbeit von Jugendlichen, die erst seit kurzem in Düsseldorf beziehungsweise in Deutschland leben, darstellte und sich mit dem Gefühl des Nicht-willkommen-seins beschäftigte. Abgerundet wurden die Präsentationen durch die Vorstellung des Café Eden, ein Begegnungsort für Geflüchtete und alle Bürger der Stadt im Haus des Jungen Schauspiels.

Im Großen und Ganzen freuten sich über 500 Gäste in einem prall gefülltem zakk über ein abwechslungsreiches Kulturangebot, kulinarische Leckereien und Informationsangebote von, mit und für Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund. Die Neudüsseldorferinnen und Neudüsseldorfer stellten auf ein Neues das Motto der Veranstaltung „Wir schaffen was“ unter Beweis und zeigten, wie Integration gelebt werden kann.