NEU: Ersthelfer App für Düsseldorf

| Amt 53 News

Dr. Judith Joos, Geschäftsführerin der "Region der Lebensretter e. V.", Kalle Heitkötter (l.) und Andreas Becht, Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes bei Vorstellung der App

Anmeldung für qualifizierte Personen ab sofort möglich

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich der Initiative „Region der Lebensretter e. V.“ angeschlossen: Gemeinsam mit Dr.Judith Joos, Geschäftsführerin der „Region der Lebensretter e.V.“, gaben Kollegen Kalle Heitkötter und Andreas Becht, Ärztliche Leiter Rettungsdienst am Gesundheitsamt, heute den Startschuss zur Teilnahme an der gleichnamigen App, die qualifizierte Ersthelfende bei vermuteten Herz-Kreislauf-Stillständen alarmiert. 

Ziel ist, dass erste lebensrettende Maßnahmen – wie der Beginn einer Herzdruckmassage – bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes eingeleitet werden können.
Die App "Region der Lebensretter 3.0" ist ein Smartphone-basiertes Ersthelfer-Alarmierungssystem, das medizinisch geschulte Freiwillige mit der Leitstelle vernetzt: Wer sich in der Nähe befindet, wird alarmiert und kann innerhalb kürzester Zeit mit lebensrettenden Maßnahmen beginnen. Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute.

In einem ersten Fall hat das Verfahren in der Landeshauptstadt bereits einwandfrei funktioniert: In der Probephase im August erlitt ein Anfang 50-Jähriger einen Herzstillstand. Die App wurde ausgelöst, ein Ersthelfer war nach weniger als zwei Minuten vor Ort und konnte den Mann erfolgreich reanimieren, sodass dieser vom Rettungsdienst wach in eine Klinik gebracht werden konnte.

Wer kann mitmachen?
Wer zu den qualifizierten Ersthelfenden gehören möchte, die über die App kontaktiert werden, muss volljährig sein und eine geeignete medizinische Qualifikation besitzen. Nach dem Herunterladen der App „Region der Lebensretter 3.0“, die sowohl für iOS- als auch für Android-Geräte verfügbar ist, ist ein Registrierungsformular auszufüllen und ein Nachweis der angegebenen Qualifikation hochzuladen. Außerdem ist ein Online-Tutorial zu absolvieren. Nach Prüfung durch die Administratoren erfolgt die Freischaltung.
Um eine qualitativ hochwertige und leitliniengerechte Reanimation zu gewährleisten, ist neben einer Grundqualifikation in BLS (Basic Life Support) regelmäßiges Training notwendig. Geeignet sind alle präklinischen Qualifikationen mit fortlaufender Rezertifizierung in BLS/ALS (zum Beispiel Sanitätshelfer) Mitarbeitende aus Gesundheitsberufen und Kliniken mit klinischen Qualifikationen mit fortlaufender Rezertifizierung in BLS/ALS (zum Beispiel Gesundheits- und Krankenpfleger)

Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert