Anthropology
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English Theatre Düsseldorf präsentiert „anthropology“ - Zeitgenössisches Theater über KI, Erinnerung und menschliche Beziehungen
Vom 6. bis 15. März 2026 präsentierte das English Theatre Düsseldorf das Theaterstück „anthropology“ der US-amerikanischen Dramatikerin Lauren Gunderson im Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Produktion brachte zeitgenössische internationale Literatur in die Düsseldorfer Freie Szene und widmete sich einer der drängenden Fragen unserer Zeit: Wie verändern künstliche Intelligenz, digitale Technologien und virtuelle Erinnerungen unsere Vorstellung von Identität, Trauer und menschlichen Beziehungen?
Das Stück erzählt die Geschichte von Meryl, einer Software-Ingenieurin, die nach dem Verschwinden ihrer Schwester Angie eine KI-generierte Version von ihr erschafft. In der Düsseldorfer Inszenierung wurde die Figur der Angie von der britischen Schauspielerin Libby Boyd dargestellt, die in Reading, Düsseldorfs britischer Partnerstadt, aufgewachsen ist. Zu dem internationalen, rein weiblichen Ensemble gehörten außerdem Schauspielerinnen aus den USA, Südafrika und Deutschland, die heute in Düsseldorf und der Region leben und arbeiten.
„anthropology“ setzte sich auf ungewöhnliche Weise mit dem Verhältnis von Mensch und Technologie auseinander. Die Figur der Angie erschien sowohl als lebendige Bühnenfigur als auch als digitale Projektion. Live-Performance, Video und Ton wurden miteinander verbunden und ließen die Grenze zwischen realer und künstlicher Präsenz zunehmend verschwimmen. Dadurch stellte das Stück die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn Erinnerungen, Stimme und Persönlichkeit digital reproduziert werden können. Mit „anthropology“ brachte das English Theatre Düsseldorf ein Stück auf die Bühne, das sich auf persönliche und zugleich sehr aktuelle Weise mit künstlicher Intelligenz auseinandersetzt. Die Mitwirkung von Libby Boyd aus Düsseldorfs Partnerstadt Reading machte internationale Kulturarbeit unmittelbar auf der Bühne erlebbar. Die Produktion zeigte dabei, wie zeitgenössisches englischsprachiges Theater einen Raum für Begegnung und Diskussion über die technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen unserer Gegenwart schaffen kann.
Das Projekt wurde durch die Landeshauptstadt Düsseldorf gefördert.