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Jugend Soziales Verwaltung
1.000 zusätzliche Kita-Plätze
Stadtdirektor gibt Ausblick auf Kindertagesbetreuung in Düsseldorf 2017/2018
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Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird im kommenden Kindergartenjahr 2017/2018 insgesamt 1.000 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. "Um der Einwohnerentwicklung Rechnung zu tragen, errichten wir bis mindestens 2021 neue Kindertagesstätten und bauen vorhandene Kitas aus und um", erläutert Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche. "Wir setzen dabei auf Qualität und Trägervielfalt sowie bedarfsgerechte Betreuungszeiten und dies wohnort- beziehungsweise arbeitsplatznah."
Kindertagesstätten und die Tagespflege werden in Düsseldorf als gleichwertiges Angebot betrachtet. Die Quote der U3-Betreuung von aktuell 42,6 Prozent (reale Plätze) soll durch Ausbau der Plätze in neuen Kindertageseinrichtungen sowie Ausbau der Tagespflege auf 47,4 Prozent erhöht werden. Im nächsten Kindergartenjahr gehen auch Einrichtungen ans Netz, die im laufenden Kindergartenjahr verspätet eröffnet wurden und die Plätze real erst im neuen Kindergartenjahr anbieten. Die Tagespflege ist mit über 3.000 Plätzen in der Landeshauptstadt sehr stark ausgebaut. Von diesen Plätzen werden aktuell 2.366 Plätze von Kindern unter drei Jahren genutzt. Für das nächste Kindergartenjahr ist der Ausbau auf 2.850 Plätze für Kinder unter drei Jahren vorgesehen.
750 Plätze für die Kinder ab dem 3. Lebensjahr werden im kommenden Kindergartenjahr neu entstehen. Die Bedarfsdeckungsquote für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt liegt dann bei 103,2 Prozent. Damit wird auch dem Wechsel von der Tagespflege in die Kita verstärkt Rechnung getragen. Im Kindergartenjahr 2016/2017 wechselten zum 1. August beziehungsweise 1. September 2016 über 800 Kinder von der Tagespflege in die Kita. "Wir wollen den Eltern von Kindern in Tagespflege die Sorge nehmen, keinen Kindergartenplatz für ihre Kinder ab dem 3. Lebensjahr zum Beginn des Kindergartenjahres zu bekommen", sagt Stadtdirektor Hintzsche. "Besonders freut mich, dass wir bereits 80 Prozent der Kinder aus Flüchtlingsfamilien im laufenden Kindergartenjahr ein Angebot machen konnten."
Die prozentuale Höhe der 45-Stunden-Plätze bleibt auch im neuen Kindergartenjahr mit 82,1 Prozent für U3-Plätze und 75,1 Prozent für Ü3-Plätze hoch. Eltern, die einen 45-Stunden-Platz zwingend brauchen, sollen diesen auch bekommen. Aus diesem Grund läuft im aktuellen Aufnahmeverfahren bei den Leitungen aller Kindertageseinrichtungen die Zusatzabfrage, nach der Begründung des Bedarfes für einen 45-Stunden-Platz - ohne Nachweispflicht - bei Kindern ab dem 1. Lebensjahr. "Wir wollen, dass alle Eltern den passgenauen Kita-Platz bekommen, den sie brauchen", stellt der Stadtdirektor klar. Alle Bedarfe sollen erfüllt werden. So sollen im neuen Kita-Jahr mehr Kita-Plätze mit 35 Stunden Betreuung und einem Übermittagsangebot als bisher zur Verfügung stehen.
Bei der Tagespflege wird es eine Neuerung geben: "Eltern, die einen Platz mit mehr als 35 Stunden Betreuung benötigen, können diesen auch zukünftige in der Tagespflege bekommen", stellt Jugendamtsleiter Johannes Horn klar. Die städtische Förderung wird für alle Tagespflegestellen mit 35 Stunden im Voraus ausgezahlt. Alle Zusatzleistungen nach der Richtlinie Tagespflege werden beibehalten. Die realen Betreuungsstunden über 35 Stunden werden zukünftig nur auf Nachweis gezahlt. Die besonderen Regelungen für Fehlzeiten von Kindern und Tagespflegepersonen nach den Richtlinien bleiben unangetastet. Der Nachweis ist von den Tagespflegepersonen für ihre bis zu fünf Kinder zu unterzeichnen.
"Die Eltern sollen auch weiterhin die erforderlichen flexiblen Angebote der Tagespflege bekommen. Wir fördern über 35 Stunden aber nur nach den real geleisteten Stunden. Dies gilt auch für die Förderungen der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung nach der Düsseldorfer Richtlinie in Bezug auf die Weiterleitung von Fördergeldern an die Renten- und Krankenversicherung", erläutert Horn. "Weitere Veränderungen sind bei der Förderung der Eingewöhnungszeiten, der Verwandtenpflege sowie der Anschlussbetreuungen geplant. Hier geht es um die Anpassung an die Realität", stellt Horn klar.