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Verkehr Soziales
29 neue Fahrzeugbegleiter erhalten ihre Urkunden
Speziell ausgebildete Schüler machen sich für die Sicherheit auf dem Schulweg sowie in Bussen und Bahnen stark
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Die Düsseldorfer Fahrzeugbegleiter bekommen ab Montag, 5. Dezember, weitere Unterstützung. Das Team der Joseph-Beuys-Gesamtschule wird um 15 und das von der Benzenberg Realschule um 14 Schüler aufgestockt. Die speziell ausgebildeten Schüler machen sich für Sicherheit auf dem Schulweg sowie in Bussen und Bahnen stark. Nach der offiziellen Urkundenübergabe im Rathaus durch Andrea Blome, Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, Kriminaloberat Rüdiger Korp von der Polizei Düsseldorf und Abteilungsleiterin Chantal Kleine von der Rheinbahn sind die neuen Fahrzeugbegleiter nun startklar für ihr Ehrenamt.
"Fahrzeugbegleiter - gemeinsam stark" - heißt die Kooperation von Landeshauptstadt, Rheinbahn, Schulen, des Kriminalpräventiven Rates und der Polizei, die dem Projekt zu Grunde liegt. Hintergrund ist, dass die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen auch vor dem Schulweg nicht Halt gemacht hat. Ziel des Projektes ist es, den Schulweg sicherer zu machen sowie Gewalt und Unfälle zu verhüten.
Die Schüler haben mit ihrer Rolle als Fahrzeugbegleiter ein Ehrenamt übernommen, das Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage erfordert. "Nicht nur die Fahrzeugbegleiter, sondern die gesamte Gesellschaft sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen, für Grundsätze einstehen und handeln. Das Motto muss lauten: Eingreifen statt Zuschauen!" fordern die Kooperationspartner.
Dafür haben die Schüler die Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Sie haben gelernt, wie man Kommunikationstechniken der Gewaltvorbeugung und Gewaltabschwächung in Konfliktsituationen einsetzt. Mit Hilfe von Deeskalationstrainern wurde Bezug auf besondere Situationen in Bus und Bahn genommen, so dass die Schüler selbst im Umgang mit Gewalt sicherer und konfliktfähiger geworden sind. Zusätzlich wurde ihnen vermittelt, wie man mit Hilfe von elementaren Verhaltensregeln Unfallursachen vorbeugen kann. Dieses Wissen sollen die Fahrzeugbegleiter bei Fehlverhalten in der täglichen Praxis an ihre Mitschüler weiter geben und gleichzeitig die eigenen Kenntnisse vertiefen und Erfahrung sammeln.
Das Fahrzeugbegleiter-Projekt besteht aus drei Bausteinen. Beim ersten Baustein, der Busschule, wird den Schülern verkehrssicheres Verhalten in Bus und Bahn, an Haltestellen und auf dem Weg dorthin beigebracht. Auf dieses Wissen können angehende Fahrzeugbegleiter später bei ihrer Tätigkeit aufbauen. Im Jahr 2016 haben 210 Schüler an der Schulung teilgenommen.
Der zweite Baustein, ein Deeskalationstraining unter dem Motto "Ohne Gewalt stark", beinhaltet ein Training, bei dem die Schüler viel über ihr eigenes Verhalten in Konfliktsituationen erfahren. Dabei haben in diesem Jahr 210 Schüler mitgemacht.
Der dritte Baustein ist die eigentliche Fahrzeugbegleiterausbildung. Die Schüler bekommen zum einen ein umfassendes Deeskalationstraining, das von erfahrenen Fachleuten auf dem Gebiet geleitet wird, zum anderen werden ihnen die notwendigen Kenntnisse über die räumlichen und technischen Besonderheiten der Verkehrsmittel Bus und Bahn vermittelt. Dabei wird in Rollenspielen Bezug auf die besondere Situation in Bus und Bahn genommen. Die zukünftigen Fahrzeugbegleiter gewinnen so Sicherheit im Umgang mit Gewalt und werden selbst konfliktfähiger. 2016 wurden insgesamt 29 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet.
Das Projekt läuft seit Anfang 2005 an der Joseph-Beuys-Gesamtschule und der Benzenberg Realschule. Insgesamt sind mittlerweile 440 Schüler zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet worden. An allen drei Teilprojekten haben inzwischen 6.101 Schüler teilgenommen.

