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Gesundheit
3. Fachtag zum Thema Essstörungen
Wie mit Schlankheitswahn und anderen "Zwängen" umgehen?
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Der Arbeitskreis-Ess-Störungen der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz und die Volkshochschule veranstalten zum 3. Mal einen Fachtag zum Thema Essstörungen. Unter dem Motto "Selbstoptimierung - Schön leistungsstark perfekt" findet er am Dienstag, 30. Januar, von 15 bis 19 Uhr in der Volkshochschule Düsseldorf, Bertha-von-Suttner-Platz 1, statt. Es gibt unter anderem einen Fachvortrag von Rita Jürgens von der Frauensuchtberatungsstelle "BerTha F." sowie vier Workshops zu den Themen "Wa(h)re Schönheit!? - ein Fotoprojekt als Beispiel für kreative Präventionsarbeit im Bereich Ess-Störungen" mit Martina Sandkuhl, ProMädchen Düsseldorf e.V., "was zählt?! - kreative Hilfeangebote für Eltern von Jugendlichen mit Ess-Störungen" mit Stephanie Lahusen und Erny Hildebrandt von der Werkstatt Lebenshunger e.V., "Meine inneren kritischen Stimmen und wie sie mich beeinflussen" mit Thea Herrmann und Kathrin Prodöhl-Pauli, Frauensuchtberatungsstelle BerTha F. e.V. und "Die perfekte Ernährung ... gibt es sie? - Wie Ernährungsberatung für Menschen mit Ess-Störung hilfreich sein kann" mit Barbara Prodöhl von der Ernährungsberatung des Gesundheitsamtes. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ursachen einer Essstörung sind immer komplex. Es wirken persönliche, familiäre und soziale Faktoren in unterschiedlicher Gewichtung zusammen. Der 3. Fachtag zu Essstörungen widmet sich den gesellschaftlichen Themen und Botschaften, die eng mit Essstörungen verknüpft sind, und lädt ein, sich mit krankmachenden Idealen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Er öffnet Raum, um eigenen Werten und Wünschen nachzuspüren. Dabei wird auch über die Angebote der örtlichen Hilfeeinrichtungen (Markt der Möglichkeiten) informiert. Außerdem werden Wege zur Prävention und Überwindung von Essstörungen aufgezeigt.
Perfekt sein als Lebensmotto!?
"Wir leben in einer Gesellschaft, die von Perfektionsstreben, Makellosigkeit, Karriere und Funktionieren geprägt ist. Viele Menschen suchen nach Rezepten, wie sie ihre Lebensbereiche und sich selbst optimieren können. 'Zutaten', wie Disziplin, Fleiß und Selbstkontrolle werden in unserer Gesellschaft mit Anerkennung und Erfolg belohnt. Aber: 'Die Dosis macht das Gift'. Denn im Extremfall führen sie in eine Essstörung", heißt es in der Ankündigung des Fachtags vom Arbeitskreis-Ess-Störungen.
Und weiter schreibt der Arbeitskreis: "Essstörungen stören nicht, denn es sind oft die 'braven', pflichtbewussten, sehr leistungsorientierten Menschen, die unter Essstörungen leiden. Sie leben ihre Symptomatik im Stillen - bis es fast schon zu spät ist. Hinter der Fassade quälen sie oft tiefe Selbstwertprobleme sowie Beziehungs-und Kontaktängste. Sie stehen unter einem enormen Erfolgs- und Leistungsdruck. Dabei bleiben sie mit ihren eigenen Wünschen, Sehnsüchten und Bedürfnissen nicht selten auf der Strecke. Die Essstörung symbolisiert wie kaum eine andere Erkrankung den emotionalen Hunger unserer Gesellschaft."