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Kultur NRW-Tag

400 Quadratmeter Segel zum NRW-Tag

Das SchifffahrtMuseum präsentiert zum 70-jährigen Bestehen des Landes NRW und der Landeshauptstadt einen historischen Rheinsegler


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

Zum Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Landeshauptstadt Düsseldorf hat sich das SchifffahrtMuseum Düsseldorf eine ganz besondere Überraschung ausgedacht: Unterhalb des Schlossturmes wird zum NRW-Tag, 26. bis 28. August, das historische Segelschiff "Helena" anlegen. Interessierte Besucherinnen und Besucher können dann das alte Frachtschiff besichtigen und eine kleine Reise zurück in die Zeit der Segelschifffahrt auf dem Rhein machen. Oberbürgermeister Thomas Geisel begrüßte am Mittwoch, 24. August, als erster die "Helena" in Düsseldorf.

"Die 'Helena' ist ein echter Hingucker und eine weitere Attraktion für die Besucher des NRW-Tags. Hier an Bord kann man auf ganz besondere Weise die Schifffahrtsgeschichte des Rheins erleben. Ich danke den Freunden und Förderern des SchifffahrtMuseums sowie den Neuss-Düsseldorfer Häfen, die das möglich gemacht haben", erklärt Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Der Name des historischen Segelschiffes ist sozusagen Programm. Doch die "Helena" ist nicht nur schön anzuschauen, sie ist das "schwimmende Denkmal" der Niederlande. Als eines der letzten Frachtschiffe aus der Zeit der Segelschifffahrt auf dem Rhein wurde der Zweimaster bis in die Details seines Erbauungsjahres 1875 restauriert. So hat der Besuch der Stevenaak "Helena" Seltenheitswert. Das Schiff lässt nicht nur die Zeit der Frachtsegler lebendig werden, sondern repräsentiert auch die gewachsenen Verbindungen der Landeshauptstadt und des Niederrheins mit den Niederlanden.

Dass das SchifffahrtMuseum zum Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen die Stevenaak in Düsseldorf vorstellen kann, war nur Mithilfe der Neuss-Düsseldorfer Häfen und des Freundeskreises des SchifffahrtMuseums zu realisieren. Das Schiff wird so nun zum NRW-Tag unterhalb des Schlossturmes am "Bonner Steiger" liegen und kann am Samstag, 27. August, von 11 bis 16 Uhr, und am Sonntag, 28. August, von 13 bis 16 Uhr, stündlich in Gruppen erkundet werden. An Bord lässt sich mit den Erläuterungen und Demonstrationen der Einrichtung und Ausstattung die Arbeit auf einem alten Frachtsegelschiff anschaulich nachvollziehen. Der Kartenvorverkauf findet im Foyer des SchifffahrtMuseums, Burgplatz 30, statt. Der Eintritt beträgt pro Person fünf Euro, Kinder unter 14 Jahren zahlen drei Euro.

Zur Geschichte der Helena

Die Helena ist eine 40 Meter lange Zweimast-Stevenaak mit Eisenrumpf und 400 Quadratmetern Segelfläche. Als Rheinschiff besitzt dieser Schiffstyp lediglich einen Tiefgang von 0,90 Metern. Die Helena wurde im Jahr 1875 in Rotterdam speziell für den Einsatz auf dem Rhein gebaut. Die Masthöhe beträgt 21 Meter. Da die Rheinbrücken zirka 13 Meter Höhe zulassen, sind sie nur mit umgeklapptem Mast passierbar. Die Helena segelte bis 1911 auf dem Rhein, danach wurde sie nur noch geschleppt. 1979 kam sie zum Abwracken, wurde aber nicht zerstört. Rotterdamer Industrielle schlossen sich zu einer Stiftung zur Rettung der Helena zusammen. Im Jahr 2003 wurde die umfangreiche Restaurierung abgeschlossen. Damit ist die Helena heute eines der ältesten fahrenden Stahlschiffe der Niederlande. Der Traditionssegler steht unter Denkmalschutz und das Kulturministerium bezeichnet ihn als "Höhepunkt der holländischen kulturellen Hinterlassenschaft, mit großer Bedeutung für die maritime Geschichte".

Technische Daten:

Länge: 40 Meter
Breite: 5,98 Meter
Tiefgang: 0,90 Meter
Segelfläche ges.: 400 Quadratmeter
Segelfläche Luv: 274 Quadratmeter
Motor: Deutz

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