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Stadtgrün
Acht Bäume müssen aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt werden
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In den Stadtteilen Bilk, Hamm und Lörick müssen acht abgestorbene Bäume aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt werden. Mit Ausnahme eines Baumes in Bilk handelt sich hierbei um Ahornbäume, die von einem Schadpilz, der sogenannten Rußrindenkrankheit, befallen sind. Die Infektion wird durch heißes und trockenes Klima begünstigt.
Im Stadtteil Hamm sind vier Bäume auf der Fährstraße, in Bilk ist ein Baum auf der Binterimstraße auf der Höhe der Hausnummer 31 und auf dem Kinderspielplatz Niederdonker Straße in Lörick sind drei Bäume betroffen. Die Bäume haben Stammdurchmesser von etwa 30 bis 60 Zentimeter. Die Arbeiten sind für Ende Juni geplant.
Das zuständige Gartenamt bittet um Verständnis für diese Maßnahme. Die beauftragte Fachfirma wird vor der Entnahme die Bäume auf Nester und Nisthöhlen kontrollieren. Im Rahmen eines entsprechenden Verfahrens wird die Verwaltung die Möglichkeiten einer Nachpflanzung prüfen.
Hintergrund: Rußrindenkrankheit
Die sogenannte Rußrindenkrankheit bei Ahornbäumen wird vom Rußrindenpilz (Cryptostroma corticale) verursacht, der vorwiegend Bergahorne befällt und diese in kurzer Zeit zum Absterben bringen kann. Der Pilz kann an gesunden Bäumen bereits vorhanden sein und dort längere Zeit ausharren. Wird der Baum durch die extreme Trockenheit und Hitze in seiner Vitalität geschwächt, kann der Rußrindenpilz den Baum in kurzer Zeit zum Absterben bringen.
Der Beginn einer schadhaften Infizierung zeigt sich durch Längsrisse und austretendem Schleim aus der Rinde. Anschließend welken die Blätter und Kronenpartien sterben ab. Die Rinde reißt auf und die schwarzen, an Ruß erinnernden Sporen des Rußrindenpilzes werden sichtbar.
Aufgrund des schnellen Absterbeprozesses und der sich entwickelnden Weißfäule sind die befallenen Bäume nicht mehr stand- und bruchsicher und die Verkehrssicherheit dadurch nicht mehr gewährleistet. Das Gartenamt musste bereits in der Vergangenheit abgestorbene Bäume, die von dem Rußrindenpilz befallen sind, zur Gefahrenabwehr kurzfristig entfernen.
Quellen
- Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Köln und Leipzig, (o.J.): Rußrindenkrankheit des Ahorns, https://www.galk.de/arbeitskreise/stadtbaeume/themenuebersicht/schaderreger-und-krankheiten-an-baeumen/russrindenkrankheit-des-ahorns, Zugriff am 12.06.2020
- Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, (2019): Rußrindenkrankheit lässt Ahornbäume absterben, https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/oeffentlichesgruen/russrindenpilz.htm, Zugriff am 12.06.2020
- Wilstermann, A., (2018): Express-PRA zu Cryptostroma corticale, https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/dokumente/upload/CryptostromaCorticale_express-pra.pdf, Zugriff am 12.06.2020
- Landeshauptstadt Düssedlorf (o.J.): Zukunftsbaumliste Düsseldorf, https://www.duesseldorf.de/stadtgruen/baeume-in-der-stadt/zukunftsbaeume.html, Zugriff am 12.06.2020