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Ordnung

Aggressiver Hundehalter verletzt OSD-Mitarbeiter mit Bissattacke

Amtsgericht verurteilt 39-jährigen zu insgesamt 900 Euro Geldstrafe


Erstellt:
Redaktion: Baumgarten, Malte Philipp

Das Amtsgericht Düsseldorf hat einen 39-jährigen Hundehalter wegen Körperverletzung und Widerstand zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen á 10 Euro verurteilt. Der Mann hatte eine Einsatzkraft des Ordnungs- und Servicedienstes der Landeshauptstadt (OSD) im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle unter anderem mit einer Bissattacke tätlich angegriffen und verletzt. Auch sein Hund zeigte sich überaus aggressiv und biss die Einsatzkräfte mehrfach ins Bein. Der Beschuldigte hat die Strafe des Amtsgerichtes angenommen und auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtet.

Eine zweiköpfige OSD-Fahrradstreife war im April 2019 in der Grünanlage am Stoffeler Kapellenweg auf den Mann aufmerksam geworden, der mit seinem nicht angeleinten Hund spazieren ging. Nachdem die Einsatzkräfte den Mann ansprachen und ihn auf die Leinenpflicht in der Grünanlage hinwiesen, sagte dieser zunächst das Anleinen seines Hundes, eines Jack Russel Terriers, zu. Kurz darauf ging der 39-Jährige jedoch einfach weiter, ohne den Hund anzuleinen. Zudem verweigerte er die Herausgabe seiner Personalien. Bezüglich des Hundes sagte er lediglich aus, dass dieser nicht ihm gehöre, sondern er ihn nur ausführen würde. Daraufhin forderten die Einsatzkräfte den Hundehalter nochmals auf, stehen zu bleiben, seinen Hund heranzurufen und anzuleinen.

Als der Mann schließlich versuchte zu flüchten, stellten sich die Einsatzkräfte ihm und seinem Hund entgegen und hinderten ihn am Weglaufen. Dabei biss der Jack Russel Terrier einen der OSD-Mitarbeiter ins rechte Schienbein. In der Folge wurde auch der Mann zunehmend renitent und leistete massiven körperlichen Widerstand. Die OSD-Mitarbeiter brachten ihn daraufhin zu Boden, um ihn mit einer Handfessel zu fixieren. Dabei wehrte sich der Hundehalter gewaltsam und biss nun ebenfalls eine Einsatzkraft ins rechte Bein. Zusätzlich kam es im weiteren Verlauf zu insgesamt drei Hundebissen in die Beine der Einsatzkräfte. Weitere Beißversuche des aggressiven Tieres konnten nur mit Mühe abgewehrt werden.

Da der Mann trotz mehrfacher Beruhigungsversuche weiterhin Widerstand leistete, forderten die Einsatzkräfte Verstärkung durch die Polizei an. Mit Unterstützung der Polizei gelang es schließlich die Situation zu beruhigen. Der Hund wurde zunächst in die Hundebox des OSD-Dienstfahrzeuges gebracht und später an seine eigentliche Besitzerin übergeben. Die OSD-Mitarbeiter stellten noch vor Ort Strafanträge wegen Körperverletzung und Widerstand gegen den 39-jährigen Hundehalter. Im Anschluss an den Einsatz begaben sich beide Mitarbeiter zur Behandlung der Verletzungen in die Unfallaufnahme des Universitätsklinikums Düsseldorf.

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