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Internationales Jugend
"ALL OF EUROPE'S A STAGE": Jugendtheaterprojekt inszeniert aktuelle Europa-Themen
Städtepartnerschaftliches Jugendtheaterprojekt zwischen Reading und Düsseldorf erarbeitet Theaterszenen/Hybrides Projekt endet mit virtueller Abschlusspräsentation
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Anlässlich des 75. Jubiläums der Freundschaft zwischen Großbritannien und dem Land Nordrhein-Westfalen fand am Wochenende, 11. - 13. Juni 2021, das städtepartnerschaftliche Jugendtheaterprojekt "ALL OF EUROPE'S A STAGE" statt. Schülerinnen und Schüler aus Reading und Düsseldorf nahmen hierzu an verschiedenen Workshops teil und erarbeiteten Theaterszenen mit aktuellem Europa-Bezug. Das Theaterprojekt mit dem übergeordneten Thema "Zukunft Europas" wurde vom EUROPE DIRECT der Landeshauptstadt Düsseldorf erstmalig in Zusammenarbeit mit dem English Theatre Düsseldorf (ETD) durchgeführt. Erst im November 2020 hat das EUROPE DIRECT im Rahmen des Wettbewerbs "Europa bei uns zuhause" für das Projekt die maximale Fördersumme von 5.000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten. Zudem ist es Teil der offiziellen Feierlichkeiten des Jubiläumsjahres, welches unter dem Hashtag #NRWUK75 läuft.
In insgesamt vier Workshopgruppen zu den Themen Kommunikation (Communication), Grenzen (Borders), Identität (Identity) und Umwelt (Environment) fanden sich 15 Schülerinnen und Schüler des Goethe Gymnasiums Düsseldorf und 9 Schüler des Reading-Gymnasiums zwischen 14 und 16 Jahren in Gruppen zusammen, um die genannten Themen durch Szenenarbeit und Theater- und Improvisationsübungen darzustellen. Alle Workshops fanden in englischer Sprache in den jeweiligen Schulen statt - jeweils zwei in Düsseldorf und zwei in Reading:
- Die erste Workshopgruppe in Düsseldorf, unter der kreativen Leitung von Johanna Scholtissek, behandelte das Thema "Identität". Dabei ging es nicht nur um die eigene, sondern auch die kulturelle (europäische) Identität und die, die wir uns und anderen zuordnen. Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden durch die Verwendung von Schildern mit Attributen verdeutlicht.
- Ellie Nias leitete die zweite Düsseldorfer Gruppe, die sich dem Thema "Umwelt" annahm. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit dem Klimawandel und wie die EU ihrer Meinung nach damit umgeht. Ihre Sicht dazu machten sie durch kritische und teils ironische Szenenarbeit deutlich.
- In Reading wurde die erste Gruppe, die sich mit dem Thema "Grenzen" befasste, von Jess Cummings geleitet. Sie setzte sich mit den Auswirkungen von Grenzen, vor allem denen, die durch den Brexit wieder erneut entstehen, aber auch anderen in Europa auseinander. Durch humorvolle, aber doch kritische Dialoge, stellten die Schüler ihre Empfindungen dar.
- Lewis Hart leitete die zweite Gruppe in Reading, welche gleichzeitig mit drei Schülern die kleinste Workshopgruppe des Wochenendes war. Sie beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema "Kommunikation" und behandelte zeitgleich auch das Thema der deutsch-britischen Freundschaft.
Ursprünglich war geplant, alle Workshops in Düsseldorf stattfinden zu lassen. Die Schüler aus Reading wären dafür nach Düsseldorf gereist und hätten über das Wochenende bei den Familien der teilnehmenden Düsseldorfer Schülerinnen und Schülern gewohnt. Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage musste das Projekt jedoch hybrid durchgeführt werden. Dazu war jede Gruppe mit einer Webkamera und einem Stativ für die Online-Zusammenarbeit ausgestattet. Die Workshopleiterinnen und -leiter wurden seitens des English Theatre Düsseldorf zur Verfügung gestellt. Die Abschlusspräsentation der in den Gruppen erarbeiteten Theaterszenen erfolgte am letzten Tag des Workshop-Wochenendes digital über Zoom.
"Wir waren beeindruckt, wie souverän und mit was für einer Reife die Schülerinnen und Schüler mit den Themen umgegangen sind. Jede Workshopgruppe trat in ihrem eigenen, einzigartigen Stil auf und präsentierte vier sehr unterschiedliche Theaterstücke. Es hat viel Spaß gemacht, beide Schulen online zusammenzubringen. Man hat gemerkt, dass die Schülerinnen und Schüler beider Schulen sich sehr gut verstanden haben", Rosie Thorpe, Creative Director ETD.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich nicht nur mit vier europäisch relevanten Themen auseinandergesetzt und diese in greifbaren Theaterstücken inszeniert, sondern hatten auch die Chance, sich darüber mit Jugendlichen aus einem anderen Land auszutauschen. Die jeweils eigene Heimatstadt wurde durch selbstgedrehte Videos und Präsentationen den anderen präsentiert. Trotz der Distanz konnten die Jugendlichen sich durch interaktive Onlinespiele und Theaterübungen näher kennenlernen. Durch einen deutsch-britischen "Snack-Austausch", bei dem Düsseldorfer Schülerinnen und Schüler beliebte Süßigkeiten und Snacks aus Reading erhalten haben und umgekehrt, wurde weiterhin versucht, eine Verbindung zur anderen Kultur herzustellen, obwohl man räumlich getrennt war.
"Wir als Workshopleiterinnen und Workshopleiter, aber auch die Schülerinnen und Schüler, waren natürlich enttäuscht, dass wir uns dieses Jahr nicht persönlich treffen konnten. Wir haben aber das Gefühl, dass wir beweisen konnten, dass ein kultureller und pädagogischer Theateraustausch zwischen zwei Schulen in zwei verschiedenen Ländern möglich ist und sehr erfolgreich sein kann - sogar während einer Pandemie!“, Ellie Nias, Workshopleiterin des EDT.













