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"Antifeminismus – Was ist das und wie kann man dagegen Haltung zeigen?"
Impulsvortrag und Workshop: Zentralbibliothek lädt zu zwei Digitalveranstaltungen
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Die Zentralbibliothek lädt zum Thema und der Fragestellung "Antifeminismus – Was ist das und wie kann man dagegen Haltung zeigen?" zu zwei digitalen Veranstaltungen ein. Am Mittwoch, 26. Mai, 18 Uhr, spricht Bildungsberaterin Nadja Kaiser in einem Impulsvortrag über antifeministische Ideologie innerhalb der extremen Rechten und darüber hinaus. Sie stellt antifeministische Inhalte und Themenschwerpunkte vor und zeigt aktuelle Entwicklungen auf.
Der Termin findet digital per Zoom statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Der Zugangslink ist auf der Homepage der Stadtbüchereien: www.duesseldorf.de/stadtbuechereien bei den Veranstaltungstipps zu finden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
In vehementen Angriffen gegen "Feminismus und Gender" sucht die (extreme) Rechte Anschluss an Debatten um Geschlechterrollen und -verhältnisse in der Gesellschaft. In der Diskussion um die "Ehe für alle", sexualisierte Gewalt oder den Einbezug vielfältiger geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen in schulische Lehrpläne zeigen sich antifeministische Argumentationsmuster, die auch anschlussfähig an Debatten aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft sind. Auch Rechtsterroristen wie die Attentäter von Halle und Hanau berufen sich auf antifeministische Ideologien und suchen ihre Taten durch die Imagination eines angeblich übermächtigen Feminismus zu begründen und zu rechtfertigen.
Am Donnerstag, 27. Mai, 18 Uhr, leitet Nadja Kaiser mit Kollegin Bienz Hammer einen digitalen Workshop zum Thema Argumentieren gegen antifeministische Äußerungen.
Da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist, ist eine kostenlose Anmeldung unter zblive@duesseldorf.de erforderlich. Die Kenntnisse des Impulsvortrags vom Vortag sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung für eine Teilnahme.
Das Webinar wechselt zwischen audiovisuellen Inputs, interaktiven Diskussionen und verschiedenen Trainingseinheiten in Kleingruppen. Für die Teilnahme sind Computer, aktueller Browser, Internetanschluss und Mikro notwendig. Kamera, Headset und die aktuelle Version der Zoom-App werden empfohlen.
Die Teilnehmenden setzen sich mit antifeministischen Gesellschaftsbildern auseinander und testen unterschiedliche Reaktionen auf antifeministische Aussagen. Dabei wird die Stärkung und Sichtbarmachung der eigenen Haltung in den Fokus gestellt, um die Vielfalt geschlechtlicher, familialer und sexueller Lebensweisen argumentativ zu verteidigen. Durch Inputs, interaktive Falldiskussionen und Übungen an Praxisbeispielen werden Teilnehmende in ihrer strategischen und technischen Argumentationsfähigkeit gestärkt und können sich so dem aktuellen Gegenwind und Diffamierungen selbstsicher entgegenstellen.
Nadja Kaiser lebt in Mannheim und ist seit 10 Jahren in der diskriminierungssensiblen Bildungsarbeit aktiv. Ihre Schwerpunkte sind Gedenkstättenpädagogik, die extreme Rechte, Verschwörungserzählungen und Antifeminismus.
Bienz Hammer ist freiberufliche Bildungsarbeiterin und berät zu den Schwerpunkten Antidiskriminierung und Rechtsextremismusprävention sowie Argumentationstrainings gegen rechte, rassistische und antifeministische Positionen.