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Filmmuseum Düsseldorf

Architektur und Film: Die gute Form - 100 Jahre Bauhaus


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

"Architektur und Film" widmet sich vom 6. bis 27. November dem Bauhaus, das hundertjähriges Jubiläum feiert. Der Leitgedanke war die "gute Form", eine Synthese von individueller, künstlerischer Gestaltung und industrieller Moderne. Als Konsequenz sollte der Unterschied zwischen Kunst und Handwerk aufgehoben werden. 1919 gründete Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus als Ausbildungsstätte für Architekten, Künstler, Designer und Handwerker. Dabei war das Bauhaus nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch ein Ort der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Fragen.

Die 26. Ausgabe der Reihe "Architektur und Film", eine Filmreihe des Filmmuseums Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW, geht mit zwei Filmprogrammen der Frage nach, welche Bedeutung die Ansätze des Bauhauses heute haben. Ein Filmabend ist den Frauen des von Männern dominierten Bauhauses gewidmet und ein Stummfilm aus dem Jahr 1923 zeigt formale Einflüsse der Bauhausästhetik auf das damals noch junge Medium Film.

Der Ticketkauf beziehungsweise Reservierungen sind telefonisch unter der Rufnummer 0211 - 8992232 möglich.

Filmprogramm im Überblick

Mittwoch, 6. November, 20 Uhr
"Vom Bauen der Zukunft - 100 Jahre Bauhaus"
D 2018, 90 Min., DF, digitalDCP, ab 18 Jahren, Regie: Niels Bolbrinker, Thomas Tielsch
Der Film skizziert zum einen die Geschichte des Bauhauses einschließlich der Idee von einer Gemeinschaft, die Walter Gropius, Wassily Kandinsky oder Paul Klee formulierten, zum anderen stellt er die Frage nach den Auswirkungen auf unsere heutige Lebenswelt. Wie lassen sich Räume so gestalten, dass alle Menschen am gemeinsamen Leben teilhaben können?

Vorfilm: "Walter Gropius"
D 1983/84, 17 Min., Regie: Detlef-Michael Behrens
Der Begründer des Bauhauses erzählt aus seinem Leben und stellt wichtige Projekte vor.

Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)


Mittwoch, 13. November, 20 Uhr
"Bauhausfrauen"
D 2019, 43 Min., DF, digitalDCP, ab 18 Jahren, Regie: Susanne Radelhof
Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und als Urzelle der modernen Architektur. Heute sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses wird von männlichen Helden geprägt und bis heute stehen die Künstlerinnen im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Dabei wollte Gropius nicht nur radikal neues Design schaffen, sondern den Aufbau einer offenen, modernen Gesellschaft erproben – mit dem Versprechen auf eine echte Gleichberechtigung. Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus? Die Dokumentation zeichnet ein facettenreiches Bild weiblicher Kunst am Bauhaus und porträtiert – über Tagebucheinträge und Gespräche mit Nachfahrinnen und Bauhauskennerinnen – visionäre und eigenwillige Frauen. Zugleich zeigt der Film Ausschnitte von Briefen und Korrespondenzen der Zeit, welche eine aktive Genderpolitik der Bauhausmeister offenbaren.

Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)

Anschließend: "Das dritte Auge"
D 1995, 45 Min., Regie: Frieder Schlaich
Die Dokumentation erzählt die ereignisreichen Lebensläufe der Fotografinnen Grete Stern und Ellen Auerbach.

Mittwoch, 20. November, 20 Uhr
"Max Bill - Das absolute Augenmass"
CH 2008; 90 Min., digital, Regie: Erich Schmid
Der Schweizer Bauhaus-Schüler, Grafiker, Designer und Architekt Max Bill gilt als der bedeutendste eidgenössische Künstler des 20. Jahrhunderts: Bauhausschüler, Bildhauer, bildender Künstler, Designer und Architekt. Er war Antifaschist, protestierte gegen die atomare Aufrüstung, den Vietnamkrieg und setzte sich für den Umweltschutz ein.

Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)

Mittwoch, 27. November, 20 Uhr
"L'Inhumaine"
F 1924, 135 Min., digital1080p, Regie: Marcel L’Herbier, Darsteller: Georgette Leblanc, Jaque Catelain
Das legendäre Meisterwerk "L'Inhumaine" von Marcel L’Herbier war der erste Film, der konsequent moderne Architektur in ein Filmgeschehen integrierte. Eine wahre Tour de Force in minimalistischem Art Déco-Interieur und Bauhaus-beeinflusster Architektur, schildert der Film eine Amour Fou: Claire, eine berühmte Sängerin und die titelgebende Unmenschliche, ist nicht fähig, wirklich zu lieben. Als einer ihrer Liebhaber ankündigt, Selbstmord begehen zu wollen, geschehen merkwürdige Dinge.

Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)

 

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