Pressedienst Einzelansicht

Kultur Veranstaltungen

Architektur und Film: Paläste der Macht

Filmreihe von Filmmuseum Düsseldorf und Architektenkammer NRW vom 7. bis 28. November


Erstellt:
Redaktion: Robl, Julia

Die offiziellen Regierungssitze der Mächtigen in aller Welt sollen repräsentieren, Macht und Verantwortung symbolisieren, aber auch für Distanz sorgen. Sie sind weitaus mehr als ein Arbeitsplatz, sie verschaffen den darin Residierenden Würde und Bedeutsamkeit. Oft werden die Gebäude selbst zum Inbegriff von Macht und Einfluss. Doch die Paläste der Macht wirken nicht nur nach Außen. Denn hinter der ehrfurchtgebietenden Fassade verbirgt sich eine fein abgestimmte Maschinerie, die die politischen Prozesse des Landes steuert.

Die Filmreihe "Architektur und Film", die vom Filmmuseum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW veranstaltet wird, zeigt vom 7. bis 28. November im Kino Black Box, Schulstraße 4, vier sehr unterschiedliche filmische Portraits von legendären Regierungssitzen. Neben den baulichen Besonderheiten werfen die Filme auch einen Blick hinter die Kulissen des politischen Alltags in diesen Palästen der Macht.

Programm der Filmreihe "Architektur und Film"
Mittwoch, 7. November, 20 Uhr
Die verbotene Stadt - Das Machtsymbol des chinesischen Kaisers
D 2008, 50 Minuten, DF + Vorfilm: Secrets of the Forbidden city, 15 Minuten

Mittwoch, 14. November, 20Uhr
Der Reichstag - Geschichte eines deutschen Hauses
D 2017, 80 Minuten, DF, Regie: Christoph Weinert, mit Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti

Mittwoch, 21. November, 20 Uhr, Düsseldorfer Erstaufführung
White House - Inside Story
USA 2016, 120 Minuten, engl. Originalfassung, Regie: Peter Schnall

Mittwoch, 28. November, 20 Uhr
Die Köchin und der Präsident (Les saveurs du palais)
F 2012, 95 Minuten, DF, Regie: Christian Vincent, mit Catherine Frot, Arthur Dupont, Hippolyte Girardot

In die Filme führt jeweils Matthias Knop, stellvertretender Leiter des Filmmuseum Düsseldorf, ein.

Die verbotene Stadt - Das Machtsymbol des chinesischen Kaisers
Die verbotene Stadt, erbaut 1420, befindet sich im Zentrum Pekings. Dort lebten und regierten bis zur Revolution 1911 die chinesischen Kaiser. Der einfachen Bevölkerung war der Zutritt verwehrt, was den Namen erklärt. 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, entspricht ihre Anlage der Weltsicht der kaiserlichen Herrscher: ein annähernd rechtwinkliger Grundriss - ausgerichtet entsprechend des Prinzips von Yin und Yang an der Nord-Süd-Achse - und die verbotene Stadt als Machtsymbol in der Mitte. Die Dokumentation "Die verbotene Stadt - Das Machtsymbol des chinesischen Kaisers" zeigt den kaiserlichen Palast in seiner ganzen Pracht, beleuchtet seine bewegte Geschichte, die erstaunliche Architektur, stellt seine riesige Sammlung wertvoller Schätze vor und gibt einen Einblick in das Leben bei Hof.

Der Reichstag - Geschichte eines deutschen Hauses
Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte das Reichstagsgebäude in Berlin während der Weimarer Republik auf. Nach NS-Diktatur und Kriegszerstörung wurde es wiederaufgebaut, während des Kalten Krieges nur wenig beachtet und nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Doku-Drama "Der Reichstag - Geschichte eines deutschen Hauses" setzt wichtige Ereignisse rund um das Gebäude in Szene. Es sind nicht nur die Parlamentarier, die dort im Fokus stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden sind. Dazu gehören der Künstler Christo und der Architekt Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zu einem positiven Symbol gemacht haben und dort zu Wort kommen.

White House - Inside Story
Das Weiße Haus in Washington ist eine Chiffre der Macht schlechthin; ein Symbol nationaler Geschichte und Arbeitsplatz eines der mächtigsten Menschen der Welt. Die Dokumentation "White House - Inside Story" verbindet die Geschichte des Hauses faszinierend mit den turbulenten politischen Entwicklungen, die mit den verschiedenen Bewohnern verbunden waren. Das von 1792 bis 1800 erbaute Haus ist Amtssitz, Wohnort, Museum, Hochsicherheitstrakt und politische Schaltzentrale in einem. Daneben führt der Film hinter die Kulissen des Weißen Hauses, zeigt seine Räumlichkeiten sowie seltene Privataufnahmen aller früheren Präsidenten. 

Die Köchin und der Präsident (Les saveurs du palais)

"Die Köchin und der Präsident" beruht auf der wahren Geschichte der Leibköchin von François Mitterand. Der Film erzählt amüsant über diese außergewöhnliche Frau und wirft dabei einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen des prachtvollen Elysée-Palastes. Mitterand fragt eines Tages bei Hortense Laborie an, ob sie als Leibköchin des französischen Präsidenten für dessen persönliche Speisekarte zuständig sein möchte. Dank ihrer forschen und unkonventionellen Art schafft sie es schon bald, sich in der eingeschworenen Männerdomäne des Palastes zu behaupten. Immer öfter schleicht sich der Präsident auch nachts in ihre Küche, um über erlesene Rotweine und feinste Trüffel zu sinnieren. Doch die Gunst des Präsidenten bringt Hortense manche Neider ein.

PDF TXT Bilder