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Kultur
Architektur und Film: "Visionen für die Zukunft – Architekten im Portrait"
Die Filmreihe ist vom 7. bis 28. März im Filmmuseum Düsseldorf zu sehen
Erstellt:
Die 23. Ausgabe der Reihe "Architektur und Film", eine Filmreihe des Filmmuseums Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW, präsentiert von Mittwoch, 7. März, bis Mittwoch, 28. März, vier Portraits sehr unterschiedlicher Architekten des 20. und 21. Jahrhunderts, die die moderne Architekturgeschichte auf ihre Weise prägten und veränderten.
"Rem Koolhaas – A kind of architect"
Rem Koolhaas ist ein Architekt, der durch sein Werk stets auch außerhalb der Fachwelt Aufsehen erregt. Seine Entwürfe – die niederländische Botschaft in Berlin, die Bibliothek in Seattle oder die Konzerthalle in Porto – sind Beispiele seiner visionären Theorien über Architektur. Kohlhaas ist zugleich auch Autor und Kommentator: Ziel ist nicht das architektonische Meisterwerk, sondern auch Provokation und die Erzeugung von Begeisterung. "Rem Koolhaas – A kind of architect" (D 2005) ist ein Portrait des Visionärs, das die Wurzeln seiner Ideen frei legt. Der Film ist am Mittwoch, 7. März, 20 Uhr, in der Black Box zu sehen.
"Wieviel wiegt Ihr Gebäude, Mr. Foster"
Norman Fosters Entwürfe bestechen durch ihre Logik und sind keine Funktionskonglomerate. Der Hearst Tower in New York City, Hongkongs Flughafen Chek Lap Kok, die Reichstagskuppel in Berlin oder die im Bau befindliche Masdar City in Abu Dhabi sind Oden an die Technik. Ursprünglich waren Fosters Entwürfe von einem durch Maschinen beeinflussten High-Tech-Stil gekennzeichnet. Später entwickelte er einen weitaus zugänglicheren Stil scharfkantiger Modernität. "Wieviel wiegt Ihr Gebäude, Mr. Foster" (GB/E 2010) ist am Mittwoch, 14. März, 20 Uhr, in der Black Box zu sehen. Der Streifen erzählt den Werdegang des Architekten: Vom Arbeitersohn, der nach dem Architekturstudium mit Richard Buckminster Fuller zusammenarbeitet, bis er ein eigenes Büro gründet. Eine rasante Geschichte, zum Teil von ihm selbst erzählt, in der es immer um das Prinzip hinter dem großen Entwurf geht, um die Suche nach der technisch und handwerklich perfekten Lösung.
"Albert Kahn – Der Architekt der Moderne"
Albert Kahn war einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. 1869 im Hunsrück geboren, begann er seine Karriere in den USA mit revolutionären Bauten für die Rüstungs- und Autoindustrie, unter anderem entwarf er die Fabrikhalle, in der das Ford Modell T produziert wurde. Während der Großen Depression in den USA wurde Kahn mit der Planung und Errichtung fast aller sowjetischen Industriekomplexe beauftragt: 530 Fabriken in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren. Kahns Bauten sind Ausdruck der Hoffnungen und Enttäuschungen der Industriemoderne. Ihre Ästhetik wurde vom deutschen Bauhaus übernommen und beeinflusste die Architektur des 20. Jahrhunderts. Mit vorher unbekanntem Material aus US-amerikanischen und ehemals sowjetischen Archiven entwirft "Albert Kahn – Der Architekt der Moderne"(D 1994) ein breit angelegtes Bild vom Aufbruch der Industriemoderne mit dem ihr eigenen Pathos. Der Film wird am Mittwoch, 21. März, 20 Uhr, in der Black Box gezeigt.
"Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit"
Erich Mendelsohn gilt als einer der bedeutendsten Architekten expressionistischer Bauwerke, der mit seinen Berliner Wahrzeichen wie das Mosse-Haus, das Columbus-Haus oder das Observatorium Einsteinturm in Potsdam in der Weimarer Zeit für Furore sorgte. In jungen Jahren schickte er seiner späteren Frau, Luise Maas, Briefe mit kleinen Zeichnungen, in welchen sich sein späteres Wirken bereits ankündigt. Doch erst mit der Errichtung des Einsteinturms startete Mendelsohn seine Karriere, die ihn nach der Flucht aus Deutschland nach England, Israel und in die USA führte. "Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit" (IL/PL/USA/D 2011) zeichnet nach den Memoiren von Luise Mendelsohn und den Briefen ihres Mannes nicht nur das Porträt einer lebenslangen Liebe, sondern auch das eines Visionärs, der ein unerschütterliches Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten als schöpfender Künstler hatte. Der Film begibt sich auf die Spuren der Mendelsohns, befragt an den Wirkungsstätten Fachleute und zeigt Beispiele von Mendelsohns spektakulärer Architektur. Er ist am Mittwoch, 28. März, 20 Uhr, in der Black Box zu sehen.
Die Kinokarten sind ab sofort auch im Vorverkauf erhältlich. Die Karten sind jeweils ab dem 15. des Vormonats ganztägig an der Kasse erhältlich. Telefonisch reservierte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Filmbeginn abgeholt werden. Es ist empfehlenswert, Karten telefonisch zu reservieren unter 0211 - 8992232.
Filmprogramm in der Übersicht:
Mittwoch, 7. März, 20 Uhr
"Rem Koolhaas – A kind of architect"
D, 2005, 98 Min., DF, dcp, ab 18 Jahren. Regie/Drehbuch/Kamera: Markus Heidingsfelder, Min Tesch.
Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)
Mittwoch, 14. März, 20 Uhr
"Wieviel wiegt Ihr Gebäude, Mr. Foster"
GB/E, 2010, 75 Min., DF, dcp , FSK 0. Regie: Carlos Carcas, Norberto López Amado; Drehbuch: Deyan Sudjic; Kamera: Valentín Álvarez; Darsteller: Norman Foster, Deyan Sudjic.
Mittwoch, 21. März, 20 Uhr
"Albert Kahn – Der Architekt der Moderne"
D, 1994, 82 Min., DF, 35mm, FSK 0. Regie/Drehbuch: Dieter Marcello; Kamera: Christian Lehmann; Darsteller: Albert Kahn.
Einführung: Matthias Knop (Filmmuseum)
Mittwoch, 28. März, 20 Uhr
"Erich Mendelsohn – Visionen für die Ewigkeit"
IL/PL/USA/D, 2011, 70 Min., DF, dcp, FSK 0. Regie: Duki Dror; Drehbuch: Duki Dror, Galia Dror; Kamera: Philippe Bellaiche; Darsteller: Debbie Irwin, Seann Shaffer.
Im Vorprogramm:
"Ommaggio à Mendelsohn"
I, 1972, 5 Min., OF, dcp, ab 18 Jahren. Regie/Drehbuch/Kamera: Manuel Pietrangeli.
Ein Animationsfilm, der Mendelsohns Skizzen auf verblüffende Weise zum Leben erweckt.
Einführung: Ramona Stuckmann (Kunsthistorikerin)