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Kultur Wirtschaft

Barcamp "Kreativ/Raum/Düsseldorf"

KomKuK lädt alle Interessierten am Donnerstag, 27. Juni, zum offenen Austausch über kreative Raumbedarfe ins Junge Schauspiel ein


Erstellt:
Redaktion: Meissner, Valentina

"Räume und Flächen für kreative und künstlerische Tätigkeiten" sind beim Austausch mit den Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft immer wieder Thema. Gesucht werden inspirierende Büroflächen, Ladenlokale für Pop-Up-Stores oder Ausstellungen, Veranstaltungsorte, Hallen für Konzerte, Clubs, Ateliers, Proberäume oder Werkstätten, Wände für Urban Art, Leerstände für Performances, Präsentationen, Dreharbeiten oder Photoshootings - und vieles mehr. Die kreativen, zeitlichen und wirtschaftlichen Bedürfnisse, Angebote und Vorstellungen sind dabei so vielfältig wie die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft selbst. Hinzu kommen die Erwartungen und Anforderungen der Raumgeber, der Verwaltung und oftmals auch der Nachbarschaft, in der etwas stattfinden soll.

Mit Blick auf diese komplexe Ausgangslage lädt das KomKuK - Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft am Donnerstag, 27. Juni, von 15 bis 21 Uhr zum Barcamp "Kreativ/Raum/Düsseldorf" in das Junge Schauspiel, Münsterstraße 446, ein. Teilnehmen können alle, die sich an einem Austausch rund um Räume aller Art für Kreative aller Art beteiligen wollen. Beim KomKuK-Barcamp können sich Interessierte vernetzen und gemeinsam diskutieren, wo in Düsseldorf Räume für Kreative bestehen und wie neuer Raum entstehen könnte.

"Bisher haben wir etwa 80 Anmeldungen aus Kreativwirtschaft, Kulturwirtschaft, Immobilienbranche, Politik und Verwaltung erhalten. Wir sind daher zuversichtlich, dass spannende und konstruktive Gespräche zustande kommen werden", so Lars Terlinden, Leiter des KomKuK. "Bestenfalls ergeben sich aus dem Barcamp Handlungs- und Kooperationsansätze, die helfen, insgesamt mehr Raum für Kreative in Düsseldorf zu schaffen."

Für einige Sessions hat das KomKuK gezielt Impulsgeber eingeladen, um in Themen wie temporäre Nutzungen, Projekte zur Erschließung von Leerständen oder die Bereitstellung von Räumen durch die Stadt einzuführen. Zu den Sprecherinnen und Sprechern zählen Jakob Sturm und Felix Hevelke ("RADAR - Kreativräume für Frankfurt"/"Basis e.V."), Alain Bieber (NRW-Forum), Stefan Fischer-Fels (Junges Schauspiel), Verena Meis und Annette Krohn (Rat der Künste), Andreas Knapp ("Küssdenfrosch"), Christian Fleischer ("ZackBumm GmbH") und Michael Schmidt ("tatraum projekte schmidt").

Abgesehen von den vorbereiteten Sessions haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Veranstaltungstag auch die Möglichkeit, eigene Themen zu platzieren. Über die jeweilige Behandlung entscheidet das Interesse vor Ort (Abstimmung per Handzeichen).

Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung via "eventbrite" wird gebeten:
komkuk-barcamp.eventbrite.de

Programmübersicht:

Programmübersicht:

  • 14.30 Uhr Einlass
  • 15 Uhr: Prolog: Einführung/Vorstellungsrunde/Sessionplanung
  • 16 Uhr: Jeweils vier Sessions in den drei Themensträngen: Kreativstandort Düsseldorf/Raumgeber Stadt/Temporäre Nutzungen
  • 19 Uhr: Pause zum Netzwerken
  • 19.30 Uhr: Epilog: Themen, Argumente und Ideen kurz zusammengefasst
  • 20.15 Uhr: Ausklang mit Gallery Walk und Austausch
  • 21 Uhr Ende

Hintergrundinformationen:

Zum Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft (KomKuK)
Das KomKuK - Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung versteht sich als Lotse, Raumgeber und Botschafter für die über 4.200 in Düsseldorf ansässigen Unternehmen und Selbständigen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Hierzu zählen die Teilmärkte Werbung, Design, Games, Software, Musik, Film, Kunstmarkt, Darstellende Kunst, Literatur, Architektur, Rundfunk- und Pressewirtschaft. Zudem bietet das KomKuK Unterstützung an bei der Suche nach Räumlichkeiten und begleitet Genehmigungsprozesse, insbesondere im Bereich temporäre Nutzungen. Weitere Infos unter www.komkuk.de

Zum Veranstaltungsformat Barcamp
Ein Barcamp ist eine Art Konferenz mit offenen Gesprächsrunden, deren Themen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Veranstaltungstag weitgehend selbst entwickelt und festgelegt werden. Das Format dient dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion. Ergebnisse werden zum Abschluss für alle vorgestellt und zusammengefasst. Das mehrstündige Format gliedert sich in "Sessions", dies sind Gesprächsrunden von jeweils 30 Minuten Dauer. Zu Beginn führen Impulsgeber kurz in ein Thema ein, der Rest der Session wird für einen offenen Austausch genutzt. Beim KomKuK-Barcamp werden mehrere der insgesamt 12 Sessions inhaltlich vorbereitet, die Themen der übrigen Sessions legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn des Barcamps selbst fest.

Die Impulsgeber und Themen der vorbereiteten Sessions sind:

Stefan Fischer-Fels, Junges Schauspiel
Die Intendanz des Düsseldorfer Schauspielhauses plant, den Spielbetrieb des Jungen Schauspiels von der Münsterstraße in das Central am Hauptbahnhof zu verlagern. Für das Gebäude an der Münsterstraße muss in der Folge ein neues Nutzungs- und Betreiberkonzept gefunden werden. "Öffentlich und kulturell" - das sind die zentralen Erwartungen an die zukünftige Nutzung. Stefan Fischer-Fels stellt das Gebäude in seiner Session vor und lädt zum Brainstorming ein. Dabei geht es mehr um die Frage, was denkbar ist, als die Bedingung, was machbar wäre.

Jakob Sturm und Felix Hevelke,"RADAR - Kreativräume für Frankfurt"/"Basis e.V."
In Frankfurt haben es der Verein "Basis e.V." bzw. das Projekt "RADAR" im Auftrag der Stadt geschafft, Leerstände für Kreative und Kulturschaffende aller Art zu erschließen. Wie das Modell zur Instandsetzung, Genehmigung und längerfristigen Vermietung größtenteils privater Räumlichkeiten entstanden ist und funktioniert, stellen die beiden Gäste aus Frankfurt in ihrer Session vor (ggf. mit Anschluss-Session zur Vertiefung und Diskussion).

Alain Bieber, NRW-Forum
Die Überschrift der Session lautet: Partizipation. Dabei geht es um die Öffnung öffentlicher Gebäude, Institutionen und Köpfe, es geht um eine aktive Beteiligung, um die Einbindung, in die Raumgebung und Raumgreifung. Als Diskussionsgrundlage wird Alain Bieber einen kurzen Impuls geben, dann gehört der Gesprächsraum allen.

Verena Meis und Annette Krohn, Rat der Künste
Der Rat der Künste ist die unabhängige und gewählte Interessenvertretung der Kulturschaffenden in Düsseldorf. In der Session stellen zwei Sprecherinnen die "Raum-Agenda" des Rates vor und laden zur Diskussion, Ergänzung und Beratung ein.

Andreas Knapp, "Küssdenfrosch"
Der Projektentwickler "Küssdenfrosch" will aus dem Hochbunker an der Ecke Aachener Straße/Karolinger Straße einen Kunst- und Kulturbunker machen, die Räumlichkeiten sollen ganz ausdrücklich kulturell und kreativwirtschaftlich genutzt werden. In der Session werden die aktuellen Überlegungen vorgestellt und zum gemeinsamen Brainstorming darüber eingeladen.

Christian Fleischer, "ZackBumm GmbH"
Ob "postPost Grand Central", "LKArt" oder "Ergo Ipsum" - als professioneller Zwischennutzer erschließt und betreibt "ZackBumm" großflächige Leerstände als Veranstaltungs- und/oder Arbeitsorte für Kreative und Kulturschaffende. Wie Zwischennutzung als Geschäftsmodell funktioniert, welche Learnings bei den bisherigen Projekten gemacht wurden und welche Angebote für Kreative bestehen - darum geht's in dieser Session.

Michael Schmidt, tatraum projekte schmidt
Die "tatraum projekte schmidt" kreieren seit 1999 eigene Formate von "theater.tanz.PERFORMANCES." Allein in Düsseldorf sind seitdem insgesamt 21 Inszenierungen an 23 Orten entstanden. In der Session stellt Michael Schmidt, Regisseur und Leiter der "tatraum projekte schmidt", dar, wie er "seine" Orte findet, wie er sie für Aufführungen sichert und welche Erfahrungen er dabei im Prozess mit Raumgebern, Genehmigungen und Fördermitteln gemacht hat.

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