Pressedienst Einzelansicht
Verkehr Stadtentwicklung
Bauarbeiten am Corneliusplatz: Wiederaufbau des Schalenbrunnens begonnen
Brunnen wurde Ende 2007 vom Amt für Verkehrsmanagement abgebaut, da der gesamte Corneliusplatz für den Bau der Wehrhahn-Linie benötigt wurde
Erstellt:
Das Amt für Verkehrsmanagement hat im Rahmen des städtischen Projektes Kö-Bogen begonnen, den Corneliusplatz wieder herzurichten. Wegen der dafür erforderlichen Straßen- und Oberflächenarbeiten muss von Montag, 24. April, bis einschließlich Freitag, 26. Mai, die westliche Königsallee vor dem Kaufhof für den Kfz-Verkehr gesperrt werden.
Die Ausfahrt aus dem Parkhaus erfolgt über die Elberfelder Straße in Richtung Heinrich-Heine-Allee. Die östliche Königsallee zwischen Schadowstraße und Kö-Bogen bleibt für den Baustellen- und Lieferverkehr zum Schadowplatz geöffnet. Der Lieferverkehr aus Richtung Schadowplatz gelangt über die Elberfelder Straße wieder in Richtung Heinrich-Heine-Allee.
Aufgrund benachbarter Baustellen wird die Theodor-Körner-Straße voraussichtlich noch bis Mitte Mai lediglich aus Richtung Heinrich-Heine-Allee befahrbar sein.
Im Rahmen der Arbeiten wurde auch mit dem Wiederaufbau des Schalenbrunnens auf dem Corneliusplatz begonnen. Der Brunnen wurde Ende 2007 vom Amt für Verkehrsmanagement abgebaut, da der gesamte Corneliusplatz für den Bau der Wehrhahn-Linie benötigt wurde. Aufgrund seiner Abmessungen konnte der Brunnen nicht in einem Stück abtransportiert werden; er wurde in Einzelteile zerlegt und eingelagert.
Die untere Brunnenschale sowie der untere Teil des zentralen Sockels mussten baulich bedingt abgebrochen werden. Die übrigen Brunnenteile wurden von Ende 2007 bis Ende 2016 sicher bei dem Steinmetz in der Lüneburger Heide eingelagert, der den Abbau seinerzeit vorgenommen hatte. Später wurden die Brunnenteile auf zwei Lagerplätze in Köln und Pulheim umgelagert. Im vergangenen Herbst hat der von der Stadt beauftragte Restaurator die Brunnenteile übernommen und in seiner Werkstatt mit der Restauration begonnen.
Bei Restauration und Wiederaufbau sind einige Besonderheiten zu beachten. Da die untere Brunnenschale sowie der untere Teil des Sockels beim Abbau zerstört werden mussten, sind diese Teile nun originalgetreu wieder zu rekonstruieren. Dazu wurden die groben Formen dieser Teile zunächst mit dem Fundament hergestellt. Mit einem speziellen Mörtelgemisch werden später die Original-Profilierungen des Beckens und des Sockels vor Ort modelliert.
Die gesamte Wassertechnik des Brunnens muss erneuert werden, da sie aus eingemörtelten Bleileitungen bestand, die beim Abbau nicht erhalten werden konnten. An den Figuren hatten sich über die Jahre zum Teil starke und sehr festhaftende Kalkkrusten gebildet, die der Restaurator mit aufwendigen mechanischen und chemischen Verfahren zunächst beseitigen musste.
Der Wiederaufbau erfolgt nun so, dass die Einzelteile des Brunnens vor Ort zusammengefügt und kleinere Fehlstellen ausgebessert werden. Final werden die zuvor beschriebenen Profilierungen mit Spezialmörtel hergestellt. Die Neuinstallation der Wassertechnik hat dabei Hand in Hand mit dem Brunnenaufbau zu erfolgen.
Restauration und Wiederaufbau kosten rund 450.000 Euro. Für den Wiederaufbau ist ein Zeitraum von etwa drei Monaten vorgesehen.