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Soziales
Betroffene des Brandes in der Flüchtlingsunterkunft Oberlöricker Straße sicher untergebracht
72 Geflüchtete, darunter viele Familien mit Kindern, haben nun Zimmer in anderen kommunalen Unterkünften bezogen
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72 Geflüchtete, darunter viele Familien mit Kindern, die am vergangenen Sonntag, 16. August, Opfer des Brandes in der Flüchtlingsunterkunft "Oberlöricker Straße" wurden, haben nun ein neues Zuhause. Sie wurden auf verschiedene der insgesamt 23 kommunalen Unterkünfte in Düsseldorf verteilt und konnten dort ihre Zimmer beziehen, teilt das Amt für Migration und Integration mit.
Da die Menschen binnen weniger Minuten evakuiert werden mussten, hatte das Amt für Migration und Integration die Betroffenen nach dem Brand zunächst provisorisch untergebracht und die Versorgung durch ein Cateringunternehmen sichergestellt. Weil die meisten durch das Feuer alles verloren hatten, wurde in Zusammenarbeit mit der Leistungsstelle des Amtes und dem Jobcenter Düsseldorf unbürokratisch eine einmalige Bargeldauszahlung für das Notwendigste sowie über die Kommunale Ausländerbehörde neue Ausweisdokumente organisiert.
Gleichzeitig wurden die Geflüchteten großzügig durch das Düsseldorfer Ehrenamt unterstützt. Über soziale Medien hatten die Organisationen "HISPI – Hilfe bei der sprachlichen Integration" und "Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf e.V." bereits wenige Stunden nach dem Feuer zu Spenden aufgerufen. So konnten binnen von 48 Stunden Kleidung, Schuhe, Unterwäsche, Schulsachen, Rucksäcke und vieles mehr gesammelt und den Betroffenen zur Verfügung gestellt werden.
"Die Stadtverwaltung hat sehr schnell reagiert und den Betroffenen in dieser schwierigen Situation geholfen. Besonders freue ich mich jedoch über die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit mit dem Haupt- und Ehrenamt und das ungebrochene gesellschaftliche Engagement in Düsseldorf“, bedankt sich Miriam Koch, Leiterin des Amts für Migration und Integration.
Hintergrund: Brand in Flüchtlingsunterkunft
Gegen 14 Uhr war am Sonntag 16. August, ein Feuer in einem der aus mehreren Modulhäusern bestehenden Flüchtlingsunterkunft "Oberlöricker Straße" ausgebrochen, bei dem niemand verletzt wurde. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt, genauso wie der entstandene Schaden und dessen Kosten. Unklar ist aktuell auch, ob das betroffene Modulhaus nochmals betreten werden darf oder abgerissen werden muss. Sachverständige werden dies voraussichtlich kommende Woche entscheiden.