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Stadtentwicklung Verwaltung
Bericht aus der Sitzung der Bezirksvertretung 6
Bezirksvertretung 6 stimmt Bauanträgen zu
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Die Bezirksvertretung 6 (Rath, Unterrath, Mörsenbroich, Lichtenbroich) hat sich in ihren beiden Sitzung am 1. Februar sowie in der Sondersitzung am 21. Februar unter anderem mit verschiedenen Bauangelegenheiten, befasst:
Bauanträge Neuenhofstraße 1 und 3, Gelsenkirchener Straße 4, 6 und 8 sowie Dortmunder Straße 96
Auf dem Grundstück befindet sich derzeit ein Kirchenzentrum mit Kindertagesstätte, das abgebrochen werden soll. Die Abbruchgenehmigung wurde bereits erteilt. Geplant ist die Errichtung von vier Häusern und einer gemeinsamen Tiefgarage.
Haus 1 - Neubau Pflegeheim:
Das fünfgeschossige Pflegeheim ist mit einem Flachdach und den Abmessungen von rund 70 x 16 Metern und 40 x 16 m an der Neuenhofstraße, Bochumer Straße und Gelsenkirchener Straße geplant. Im Erdgeschoss wird die Fassade mit braungrauen Flachklinkern ausgeführt. Die oberen Geschosse werden hell verputzt, wobei die Farbgebung in rot mit abgesetzten Putzspiegeln erfolgt. Das Pflegeheim erhält 80 vollstationäre -, 19 Kurzzeit -, elf Intensiv-Pflegeplätze, 16 Tagespflegeplätze und sechs Seniorenwohnungen mit betreutem Wohnen.
Haus 2 und 3 - Mehrfamilienhäuser:
Zwei viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit zusätzlichem Staffelgeschoss sind mit einem Flachdach und den Abmessungen von rund 19 x 15 Metern an der Gelsenkirchener Straße geplant. Es sollen jeweils zwölf Wohneinheiten entstehen.
Haus 4 - Mehrfamilienhaus und Kindertagesstätte:
Das viergeschossige Gebäude mit zusätzlichem Staffelgeschoss ist mit Flachdach und den Abmessungen von rund 33 x 15 Metern und 29 x 13 Metern an der Dortmunder Straße Ecke Gelsenkirchener Straße geplant. Es handelt sich um ein Mehrfamilienhaus mit 13 Wohneinheiten und einer 4-zügigen Kindertagesstätte im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss. Die Kita soll bis zu 83 Kindern in zwei T1-Gruppen (2 bis 6 Jahre), einer T2-Gruppe (unter 3 Jahre) und einer T3-Gruppe (3 bis 6 Jahre) Platz bieten. Zudem soll im 1. Obergeschoss ein Familienzentrum entstehen.
Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Gelsenkirchener Straße. Für das Vorhaben sind 41 PKW-Stellplätze erforderlich. In der Tiefgarage entstehen 66 PKW-Stellplätze. 145 Fahrradstellplätze (erforderlich 137) werden in die Freiflächenplanung und im Untergeschoss integriert. Die gemeinsame Tiefgarage mit 66 PKW-Stellplätzen verbindet unterirdisch alle vier Gebäude. Für das Bauvorhaben ist die Fällung von 23 satzungsgeschützten Bäumen erforderlich. Ersatzpflanzmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Zudem sollen die Dachflächen der Gebäude extensiv begrünt werden. Die Bezirksvertretung 6 zeigte sich sehr erfreut, dass es an dieser Stelle jetzt weitergeht und stimmte den notwendigen Befreiungen zu.
Bauantrag Volkardeyer Weg 53, 55, 61, 63, 69, 71, 79 - Neubau von vier Mehrfamilienhäusern
Für die Gebäude Volkardeyer Weg 53, 55, 61, 63, 69, 71 und 79 wurden Bauanträge vorgelegt. Abweichend von der ursprünglichen Planung sollen nun nicht nur die "Kopfbauten" abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, sondern auch die daran anschließenden Gebäude, Hausnummern 55, 63 und 71, die vormals lediglich saniert werden sollten. Hausnummer 79 soll entgegen dem Vorbescheid nun komplett und nicht nur teilweise abgebrochen und neu errichtet werden. Insgesamt sind nun 68 Wohneinheiten (WE) geplant (im Vorbescheid 44 WE), die alle öffentlich gefördert werden.
Für den Neubau der Geschosswohnungsbauten mit insgesamt 68 WE sind nach der neuen Stellplatzrichtlinie 52 Stellplätze erforderlich. Drei mal je vier Stellplätze werden als Garagen im Erdgeschoss und 44 als offene Stellplätze im Gelände (insgesamt 56) nachgewiesen.
Das Bauvorhaben macht das Fällen von insgesamt 15 satzungsgeschützten Bäumen erforderlich, die Anzahl der Baumfällungen erhöht sich damit im Vergleich zum Vorbescheidverfahren um vier weitere Bäume im Bereich des Volkardeyer Weges. Den Fällungen wurden seitens des Gartenamtes bereits zugestimmt.
Bauantrag Lichtenbroicher Weg 92 - Errichtung von Wohnunterkünften für Asylsuchende für die Dauer von drei Jahren
Neben der bestehenden Sporthalle am Lichtenbroicher Weg sollen auf der Fläche für Sportanlagen zwei Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern errichtet werden. Es ist geplant, zwei zweigeschossige Wohnmodule für eine Belegung von 1 bis 4 Personen pro Wohneinheit sowie einen eingeschossigen Pförtnercontainer zu errichten. Insgesamt ist die Unterbringung von rund 160 Flüchtlingen geplant. Der Pförtnercontainer ist auf der festgesetzten Fläche für Gemeinbedarf (Einrichtung der Jugendhilfe) geplant. Hierfür ist eine Befreiung von der Art der Nutzung erforderlich. Es sollen fünf Kfz-Stellplätze und rund 80 Fahrradstellplätze entstehen. Satzungsgeschützte Bäume werden nicht berührt.
Die Zuweisung der Flüchtlinge durch das Land erfolgt in einem Umfang, der dazu führt, dass die ordnungsgemäße Unterbringung und dadurch bedingte Verteilung der Standorte im Düsseldorfer Stadtgebiet nur unter Abwägung gesamtstädtischer Belange erfolgen kann. Daher ist der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung für die Entscheidung zuständig. Die Bezirksvertretung 6 wurde angehört und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung eine vorlagegemäße Beschlussfassung mit den beiden Empfehlungen
- dass der geplante Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung "Blue Rock" (Lichtenbroicher Weg 96) durch den Bau/den Betrieb der Unterkunft nicht beeinträchtigt oder verzögert werden darf
- und die Sportreservefläche, auf der die Unterkunft gebaut wird, nach Beendigung der dreijährigen Nutzung als solche erhalten bleibt.
Bauantrag Wanheimer Straße 76 - Errichtung einer viergruppigen Kindertagesstätte
Die Errichtung einer viergruppigen Kindertagesstätte wird für den Bürostandort Wanheimer Straße benötigt. Die Tagesstätte soll am Ende des Wendehammers eingeschossig mit Flachdach errichtet werden. Das Gebäude soll eine helle Putzfassade erhalten und in Teilbereichen farbig gestaltet werden. Der etwa 2.000 Quadratmeter große Außenbereich umfasst auch die im Bebauungsplan dargestellte Vorhaltefläche der Stadtbahn. Sollte diese eines Tages realisiert werden, werden in diesem Bereich aufgestellte Spielgeräte versetzt. Die verbleibenden Außenflächen wären dann mit etwa 1.400 Quadratmetern immer noch ausreichend bemessen.
Im Rahmen des Bauantrags wurde ein Schallschutzgutachten vorgelegt. Es wurde nachgewiesen, dass trotz des bestehenden Schienenverkehrs keine besonderen Schallschutzmaßnahmen (Lärmschutzwand oder ähnliches) erforderlich sind. Statt einer intensiven Dachbegrünung, wie sie der Bebauungsplan fordert, ist eine extensive Begrünung vorgesehen. Die nicht überbauten und als Spielbereich genutzten Flächen werden stattdessen mit einer strukturreichen Mischvegetation aus standortgerechten Bäumen (beispielsweise Ahorn, Eiche), Sträuchern (unter anderem Hainbuche), Bodendeckern und Rasen dauerhaft begrünt.
Um die Betreuung von Kindern an dem Bürostandort sicherstellen zu können, wird eine neue Kindertagesstätte dringend benötigt. Die Bezirksvertretung 6 begrüßt das Vorhaben und stimmte den notwendigen Befreiungen zu.
Bauantrag Norderneyweg 1 und 3 - Neubau einer Wohnanlage mit 16 Wohneinheiten und einer Tiefgarage
Geplant ist die Errichtung von zwei dreigeschossigen Wohnhäusern mit Staffelgeschoss auf einer gemeinsamen Tiefgarage. Es sollen insgesamt 16 Wohneinheiten mit Größen zwischen 52 und 96 Quadratmetern mit insgesamt 1.301 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Schützenswerte Bäume sind von dem Vorhaben nicht betroffen. Für das Vorhaben ist der Nachweis von neun Stellplätzen erforderlich. In der Tiefgarage auf dem Grundstück sollen elf Stellplätze entstehen. Für das Vorhaben sind verschiedene Ausnahmen und Befreiungen erforderlich, denen die Bezirksvertretung 6 zustimmte.
Bauantrag Norderneyweg 2 und 4 - Neubau einer Wohnanlage mit 22 Wohneinheiten und einer Tiefgarage
Geplant ist die Errichtung von zwei dreigeschossigen Wohnhäusern mit Staffelgeschoss auf einer gemeinsamen Tiefgarage. Es sollen insgesamt 22 Wohneinheiten mit Größen zwischen 41 und 58 Quadratmeternmit insgesamt 1.125 Quadratmetern Wohnfläche entstehen. Schützenswerte Bäume sind von dem Vorhaben nicht betroffen. Für das Vorhaben ist der Nachweis von elf Stellplätzen erforderlich, die in der Tiefgarage auf dem Grundstück entstehen sollen. Für das Vorhaben sind verschiedene Ausnahmen und Befreiungen erforderlich, denen die Bezirksvertretung 6 ebenfalls zustimmte.
Finanzierung von Projekten
Darüber hinaus hat die Bezirksvertretung 6 die Finanzierung der nachfolgenden Projekte aus ihren Mitteln beschlossen:
- Der Festausschuss Mörsenbroicher Veedelszoch im Bürgerverein Mörsenbroich 1928 e.V. erhält je nach Unterdeckung bis zu 1.000 Euro für den "39. Veedelszoch Mörsenbroich/Rath" am 26. Februar.
- Die Bezirksvertretung 6 beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion "Blühendes Düsseldorf" der Initiative "PRO DÜSSELDORF e.V.". Erneut sollen 81 Blumenkübel im Stadtbezirk 6 aufgestellt und - ebenso wie die sechs vorhandenen Blumenschiffchen - dreimal im Jahr bepflanzt werden. PRO DÜSSELDORF e.V. übernimmt jeweils 20 Euro je Blumenkübel. Die Finanzierung der übrigen 73 Euro pro Blumenkübel sowie die je Blumenschiffchen pro Jahr anfallenden Kosten von jeweils 180 Euro übernimmt die Bezirksvertretung 6. Sie beschloss, für die Teilnahme an der Aktion "Blühendes Düsseldorf" insgesamt 7.080 Euro bereitzustellen.
- Die Bezirksvertretung 6 stellt 1.250 Euro für eine ganzjährig winterharte Dauerbepflanzung mit Ergänzungspflanzungen im Frühling und Sommer der sieben Blumenkübel auf der Wiese vor dem Schützenplatz durch die Ausbildungswerkstatt der Jugendberufshilfe zur Verfügung.
- 1.700 Euro bewilligte die Bezirksvertrteung 6 für die jährlich zweimalige Bepflanzung der 28 Blumenkästen des Bürgerbüros Münsterstraße 508 durch die Ausbildungswerkstatt der Jugendberufshilfe.