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Umwelt
Bilanz: Drei Jahre nach dem Sturm Ela
Schon 1.800 Straßenbäume - mehr als die Hälfte, die beim Orkan 2014 verloren gegangen sind - sind inzwischen nachgepflanzt worden
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Drei Jahre nach dem Pfingststurm Ela haben Landesumweltminister Johannes Remmel und Helga Stulgies, Beigeordnete der Landeshauptstadt, eine erfreuliche Bilanz zur Nachpflanzung von Bäumen in Düsseldorf gezogen: Bereits mehr als die Hälfte der Straßenbäume, die damals verloren gegangen sind, sind inzwischen ersetzt worden. So wurden in den drei Pflanzsaisons insgesamt 1.800 Straßenbäume neu gepflanzt. 3.224 Bäume an Straßen waren 2014 verloren gegangen, weitere 14.000 von gesamt 69.000 wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die größten Verluste gab es dabei an Rheinuferstraße, Cecilienallee, Rotterdamer Straße, am Hofgartenufer, Heinrichstraße, Kaiserswerther Straße und an der Völklinger Straße.
In der gerade abgeschlossenen dritten Pflanzsaison wurden 92 neue Bäume entlang der Völklinger Straße eingesetzt. Die bedeutende Allee, die den einst vor den Toren der Stadt Düsseldorfs gelegenen Südfriedhof mit der Innenstadt verbindet, hatte im Sturm vor drei Jahren schweren Schaden genommen. Nun wurde die vierreihige Baumreihe wieder vervollständigt. Der Landesumweltminister und die Gründezernentin der Landeshauptstadt machten sich vor Ort ein Bild von der wiederhergestellten Allee und lobten das Ergebnis der Arbeit der Gärtner.
Die vom Pfingststurm "Ela" betroffenen Kommunen hatten zur Anpflanzung neuer Bäume Geld vom Land Nordrhein-Westfalen erhalten. Das Umweltministerium verdoppelt die im Rahmen des Programms "Bürgerbäume" eingegangenen privaten Spenden.
"Die große Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger macht die Wertschätzung für unsere Bäume und die Natur in unseren Städten deutlich. Dieses außerordentliche Engagement haben wir gerne unterstützt und die Privat-Spenden damals, wie versprochen, verdoppelt", sagte Umweltminister Johannes Remmel in Düsseldorf beim Ortstermin. "Bäume sind die grünen Lungen unserer Städte, sie filtern die Stadtluft und entfernen damit Schadstoffe. Bäume regulieren das Stadtklima, schützen den Boden und sorgen für Artenvielfalt in unseren Städten. Von daher freut es mich sehr, dass die Stadt Düsseldorf auch im dritten Jahr nach Sturm Ela neue Bäume eingesetzt hat."
"Viele Pflanzungen konnten dank der Spenden für neue Bäume ermöglicht werden. Ein schöneres Bekenntnis für ihre Stadt hätten die Düsseldorfer nicht geben können. Insgesamt sind Spenden für neue Bäume in Höhe von über 2,7 Millionen Euro eingegangen", betonte die Beigeordnete Helga Stulgies.
Zuzüglich der Zuweisung des Landes von 579.779,68 Euro ergibt sich ein Betrag von mehr als 3,3 Millionen Euro. Nicht zuletzt dank der Unterstützung der Bürger und des Landes ist der Wiederaufbau des Düsseldorfer Stadtgrüns insgesamt einen großen Schritt vorangekommen. Trotzdem ist laut Gartenamt noch ein wenig Geduld gefordert, denn es wird noch einige Jahre dauern, bis alle Straßenbäume ersetzt sind. In der kommenden Pflanzsaison ab Herbst 2017 sind weitere Nachpflanzungen vorgesehen.
Hintergrund: Sturm "Ela" 2014
Der Gewittersturm "Ela" am Pfingstmontag, 9. Juni 2014, zählt zu den schlimmsten Unwettern der vergangenen Jahrzehnte in Nordrhein-Westfalen. Mit Böen von mehr als 142 Stundenkilometern richtete er verheerende Schäden an: Umgestürzte Bäume, abgeknickte Äste, herausgedrehte und gesplitterte Kronen – dieser Orkan hat das grüne Herz der Stadt schwer beschädigt. Auch im Zuge der Aufräumarbeiten mussten Bäume, die laut den Baumexperten unrettbar geschädigt waren, fallen. Insgesamt hat die Landeshauptstadt Düsseldorf durch den Sturm mehr als 30.000 Bäume verloren, weitere 24.000 Bäume benötigen intensive Pflege, um sie zu erhalten. Die große Aufgabe der kommenden Jahre wird es sein, die Gartenstadt Düsseldorf für die nächsten Generationen wiederherzustellen und in Teilen auch neu zu erschaffen.

