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Kultur

"Bonjour le Tour"

Am 25. März steigt das große Aktionsprogramm zum Grand Départ der Tour de France am Düsseldorfer Rathaus


Erstellt:
Redaktion: Frisch, Michael

Das Herz der Düsseldorfer Altstadt wird am Samstag, 25. März, im Takt der Tour de France schlagen. Unter dem Titel "Bonjour le Tour" kann am Rathaus ab 12 Uhr französische Lebensart geatmet werden - mit kulinarischen Genüssen aus dem Café Velo, Musettewalzer und Live-Musik. Ein Eiffelturm aus Legosteinen wächst neben Jan-Wellem in die Höhe, Düsseldorfer Künstler arbeiten mit Kindern und allen, die Spaß daran haben, sich kreativ zu betätigen, an einem Gemeinschafts-Kunstwerk. Und jeder der Lust hat, kann die Grand Départ-Strecke virtuell abfahren.

Riesentandems, Artisten und rollende Musikgruppen auf ihren Fahrrädern beleben zudem die Innenstadt und sorgen für überraschende Momente. Begeisterte Unterstützer und Sponsoren stimmen mit Mitmach-Aktionen auf die Tour ein. Der Tag mündet in die Nacht der Museen. Auch das Rathaus wird geöffnet, bietet Führungen an und zeigt wunderbare Portraits großer Radsportler. Fünf Werke, die im Rahmen eines Kunstprojektes zum Thema "Tour de France" von Schülerinnen und Schülern der Französischen Schule gefertigt wurden, werden ebenfalls am Rathaus gezeigt und später im Theatermuseum ausgestellt.

Zudem startet am 25. März der Kinderradwettbewerb "Petit Départ". Neues gibt es an dem Tag dann auch bei der RADschlag-App: Zu den bereits vorhandenen, empfohlenen Fahrradrouten kommt die offizielle 1. Etappe der Tour de France 2017 als Sonderedition hinzu.

Die "Nacht der Museen" im Rathaus

Illustrationen von Horst Brozy
Unter dem Titel "Faszination Tour de France – die Helden der Landstraße – gestern und heute!" stehen die Illustrationen von Horst Brozy, die im Rathaus gezeigt werden. Jedes Jahr im Juli, zieht das größte Radsportspektakel der Welt drei Wochen die Zuschauerinnen und Zuchauer in ihren Bann! Leid und Freud liegen dicht beieinander wenn Helden und Mythen geboren werden. Die Ausstellung gewährt einen Einblick in die Seele "ihrer" Radsporthelden.

Original-Rennrad von Christopher Froome
Gezeigt wird im Rathaus auch das Original-Rennrad des Vorjahressiegers und dreifachen Tourgewinners Christopher Froome, dieses Rad fuhr Froome 2015.

Objekte und Skulpturen von Corinna Theuring und Stephan Anders
Die Künstler Corinna Theuring und Stephan Anders zeigen Objekte und Skulpturen. Die Motive von Corinna Theurings Plastiken sind so unkonventionell wie außergewöhnlich. Portraits sind darunter, von Menschen, wie man ihnen auf der Straße begegnet, im Kleid oder im Anzug, in Jeans und T-Shirt oder auch mal mit nacktem Oberkörper – zumeist in der einheitlich hellgrauen Färbung des gebrannten Tons mit einigen gezielten farbigen Akzenten. Aber Corinna Theuring bildet nicht einfach ab, ihre Plastiken sind keine Milieustudien oder Dokumentationen der menschlichen Form; sie lenkt den Blick auf Skurriles und nimmt den Figuren mit merkwürdigen Attributen ihren Ernst. In der humorvollen Betrachtung öffnet sie damit den Blick auf ganz andere Geschichten, sie erweitert die Erzählung um ein phantastisches Element. Corinna Theuring erzählt Geschichten, in denen sie Normalität verändert und verstört.

Gurskys, Tour de France II, 2016
Im Foyer wird ein Werk des Fotokünstlers Andreas Gursky ausgestellt:
Gurskys, Tour de France II, 2016

Fotos und Bilder des Düsseldorfer Stadtarchivs
Fotos und Bilder des Düsseldorfer Stadtarchivs werden ebenfalls im Rathaus gezeigt, darunter auch ein Protokollbüchlein der Düsseldorfer Gesellschaft "Velociped" 1869.

Ausstellung "Spur der Steine"
Die Ausstellung "Spur der Steine" ist ebenfalls im Rathaus zu sehen. Düsseldorf gilt als die Stadt des Ziegelsteins. Die prägenden Backsteingebäude wie das Wilhelm-Marx-Haus, der Ehrenhof oder die Matthäikirche gehören zum überregionalen Kanon des Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre. Häufig wird Backstein als der Baustoff der Region bezeichnet. Die Düsseldorfer Ziegelindustrie, die diesen Baustoff vor Ort produzierte, ist hingegen dem Vergessen anheimgefallen, obwohl sie das Stadtbild massiv prägte und es noch heute in ihren Spuren tut. Ganze Stadtteile stehen im Bereich ehemaliger Lehmgruben. Der Ringofen an der Bergischen Landstraße ist der letzte sichtbarer Vertreter dieser Industrie. Der Förderkreis Industriepfad Düsseldorf hat erstmals die Ziegelproduktion und Ziegelarchitektur in einem Zusammenhang gebracht. Zusammen mit Prof. Jürgen Wiener, dem ausgewiesenen Experten der Düsseldorfer Backsteinarchitektur, hat Dr. Peter Henkel diese Ausstellung geplant.

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