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Ordnung
Coronaschutz: OSD registriert Verstöße gegen Prostitutionsverbot
Verschiedene Feststellungen rund um die Charlottenstraße/Polizeibekannter Sexualstraftäter ertappt
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39 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung registierte der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Mittwoch, 6. Mai. Durch das gute Wetter kam es besonders abends zu vielen Einsätzen. 86 Anrufe gingen in der Leitstelle des OSD zum Thema ein. Die Gesamtzahl der Anrufe seit 18. März stieg bis zum 6. Mai auf 5.914.
An der Charlottenstraße konnte eine Zivilstreife des OSD-Spätdienstes nach Mitternacht einen Mann (49) beobachten, der aus seinem Auto heraus eine mutmaßliche Prostituierte ansprach. Die Coronaschutzverordnung sieht aktuell ein generelles Verbot der Ausübung der Prostitution vor. Im Sperrbezirk ist diese ohnehin verboten. Als die Frau gerade in das Auto des mutmaßlichen Freiers einsteigen wollte, griffen die OSD-Mitarbeiter ein und trennten die beiden. Bei der anschließenden Befragung verhielt sich der Freier so auffällig nervös, dass die Einsatzkräfte beschlossen, seine Daten über die Leitstelle der Polizei überprüfen zu lassen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem 49-jährigen Mann um einen polizeibekannten Sexualstraftäter handelt, der sich nach verbüßter Strafe aktuell in einem gerichtlich angeordneten Kurs für rückfallgefährdete Sexualstraftäter befindet. Im Falle des Antreffens des Mannes in einer solchen Situation muss sowohl das zuständige Landgericht als auch das Landeskriminalamt informiert werden. Nach der Personalienaufnahme erhielt der 49-Jährige einen Platzverweis. Gegen ihn wurde zudem ein Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Düsseldorfer Straßenordnung und die Coronoaschutzverordnung eingeleitet. Die mutmaßliche Prostituierte (36) wurde eindringlich vor einem Kontakt zu diesem Freier gewarnt und erhielt einen Platzverweis. Gegen sie wurden Verfahren wegen Verstoßes gegen die Sperrbezirksverordnung und die Coronaschutzverordnung eingeleitet.
Dass das Geschäft mit illegalem Sex auch trotz Verbots läuft, zeigen zwei weitere Feststellungen des uniformierten Streifendienstes kurz vor Mitternacht bezüglich der verbotenen Ausübung der Prostitution auf dem Straßenstrich. In beiden Fällen wurden gegen alle Beteiligten Bußgeldverfahren eingeleitet.
Eine Überraschung erwartete die OSD-Mitarbeiter im Spätdienst in einem Hostel in Friedrichstadt: Bei einer Überprüfung eines Hinweises aus der Bevölkerung kurz nach 18 Uhr stellte sich heraus, dass dort seit Anfang Mai eine zehnköpfige Urlaubergruppe aus Irland untergebracht ist. Die Gruppe gab an, schon vor einigen Tagen nach Deutschland eingereist zu sein. Die zehn Iren hausten alle zusammen auf engstem Raum in einem einzigen Zimmer, das auch nur über ein Gemeinschaftsbad verfügte. Angesichts der vorgerückten Stunde wurde ausnahmsweise die folgende Übernachtung gestattet. Allerdings wurde dem völlig uneinsichtigen Inhaber aber aufgegeben, die Gruppe auf mehrere Zimmer zu verteilen. Für den Inhaber werden nun weitere Konsequenzen durch das Ordnungsamt geprüft.
In Oberbilk wurde eine OSD-Streife des Spätdienstes gegen 23 Uhr auf eine geöffnete Gaststätte aufmerksam gemacht. Als die Gäste die Einsatzkräfte sahen, flüchteten sie. Die Kneipe wurde geschlossen und gegen den Betreiber wurde ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet
Zum wiederholten Male musste die Freitreppe am Burgplatz am frühen Abend geräumt und gesperrt werden, weil sich rund 200 Menschen dort ansammelten, die den geforderten Mindestabstand nicht einhielten. Auch im übrigen Stadtgebiet mussten die OSD-Mitarbeiter, aufgrund des schönen Wetters, Ansammlungen auflösen, bei denen gegen das Mindestabstandsgebot verstoßen wurde.
Hilfe für Verletzten
Im Rahmen des Tagdienstes wurde auf der Worringer Straße ein am Boden liegender und verletzter hilfloser Mensch mit Kopfverletzung aufgefunden. Er war offenbar zuvor ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Die Mitarbeiter des OSD forderten einen Rettungswagen an, um zu helfen.