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Kultur

"Das Wundersame in der Unwirtlichkeit"

Lesung von Marlene Streeruwitz im Stadtmuseum anlässlich 500 Jahre Reformation


Erstellt:
Redaktion: Frisch, Michael

Im Rahmenprogramm der Sonderausstellung "Reformation?" liest Marlene Streeruwitz am Donnerstag, 26. Oktober, um 18 Uhr im Stadtmuseum, Berger Allee 2, aus ihrem aktuellen Buch "Das Wundersame in der Unwirtlichkeit". Technische Möglichkeiten und künstliche Intelligenz verändern nicht nur unseren Umgang mit der Welt, sie formatieren auch unseren Blick auf Kunst und Literatur neu. Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit wurde längst durch jenes der digitalen Kunstproduktion abgelöst, in dem gigantische Medienunternehmen Weltmacht beanspruchen. Im Hinblick auf die Literatur stellt sich Streeruwitz der Frage, was sich durch diesen Wandel ändert: "Technische Aliens werden Romane schreiben können. Welche Romane sollen das sein? Welche Literatur könnte das sein?" Marlene Streeruwitz verbindet in ihrer Poetikvorlesung eine kritische Analyse von Kunst und Gegenwart und formuliert ein Plädoyer für den Aufruhr in der Literatur.

Marlene Streeruwitz studierte Slavistik und Kunstgeschichte in Wien und arbeitet als Autorin von Romanen, Novellen, Essays, Theaterstücken und Hörspielen. Am Theater war sie als Regisseurin tätig, ihre Hörspiele inszeniert sie selbst. Streeruwitz wurde für ihr literarisches Werk vielfach ausgezeichnet. Die sowohl inhaltliche als auch formale kritische Auseinandersetzung mit dem literarischen und politischen Kanon kennzeichnet ihr Gesamtwerk. Marlene Streeruwitz bezieht mit ihren Werken Stellung zu den drängenden und bestimmenden Ereignissen der Zeit.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

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